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ANFRAGE ZUR AKTUELLEN FRAGESTUNDE.

Am 12.11. berichtet „ZEIT online“ von einem Urlaubsaufenthalt in einem Südtiroler Hotel, das sich als „covid protected area“ bezeichnet hatte. Im Artikel, der für die Südtiroler Tourismusbranche nicht sehr günstig sein dürfte, steht, dass das Konzept der protected area in Zusammenarbeit mit der Landesregierung ausgearbeitet worden sei und dass der Kabinettschef des LH zugab, dass „es zu überarbeiten sei“. Falls sich die Dinge so zugetragen haben, wie im Artikel wiedergegeben, dann scheint das auch dringend angeraten. Es scheint nämlich, dass sich Hotels nicht akkreditieren mussten, um sich zur „protected area“ erklären zu können. Als Tests wurden nicht PCR-Tests durchgeführt, sondern Antigen-Schnelltests, und dies nicht von ärztlichem Personal. Und offenbar gab es auch keine Überprüfung von Seiten der öffentlichen Hand.

Daher richten wir folgende Fragen an die Südtiroler Landesregierung

  1. Stimmt der Bericht von ZEIT-online wie zusammengefasst mit der Wirklichkeit überein?
  2. Wie viele Hotel- und Gastbetriebe haben sich insgesamt als „covid protected area“ erklärt?
  3. Gab es dazu eine Akkreditierung? Wer nahm diese vor und was musste angegeben werden?
  4. Gab es Überprüfungen und Kontrollen seitens des Landes?
  5. Wurden die Tests, bzw. das Konzept „covid protected area“ in irgendeiner Form vom Land mitfinanziert? Wenn ja, zu welchen Kosten?

BZ, 13.11.2020

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba
Hanspeter Staffler