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PRESSEMITTEILUNG.

Der Landtag hat heute die von Brigitte Foppa und Maria Elisabeth Rieder (Team K) eingebrachten Anträge zur Kleinkindbetreuung, die am 7. Juni auf einer Pressekonferenz des Landesverbandes der Sozialberufe vorgestellt wurden, abgelehnt.

Die Gründe für die Ablehnung sind nicht sehr klar. Es schien nichts dagegen zu sprechen, die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen zu verbessern. Es wird seit Monaten wiederholt, dass sie an der Grenze ihrer Kräfte angelangt sind. Auch die Landesrätin bestätigte, dass es Verbesserungsbedarf gibt. Wann dies geschehen wird, ist noch nicht bekannt.

Ende August wird im Vierten Gesetzgebungsausschuss auf Vorschlag von Brigitte Foppa und den anderen Kommissionsmitgliedern der Opposition eine Anhörung zu diesem Thema stattfinden. Wer weiß, ob sich bis dahin etwas tut: “Eine Anhörung im Landtag kann kaum eine Ausrede dafür sein, nicht schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, um den Ansprüchen der Erzieherinnen gerecht zu werden”, kommentierte Brigitte Foppa am Ende der Debatte. „Wenn bei einem Schirennnen der Zwischenstand erhoben wird, ist das doch kein Grund, vorher abzubremsen!“, so die Landtagsabgeordnete.

Wir werden die Situation im Auge behalten. Ebenso werden wir auch weiterhin Vorschläge im Bereich der Arbeitsqualität im Allgemeinen machen. Leider wurde heute auch der Antrag von Hanspeter Staffler zu “Age management”-Strategien in der öffentlichen Verwaltung abgelehnt.

Bozen, 08/6/2022

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Hanspeter Staffler
Riccardo Dello Sbarba

PRESSEMITTEILUNG.

In Südtirol, aber nicht nur, wird die Bevölkerung immer älter und die Arbeitswelt muss sich mit Blick auf die Zukunft verändern. Die Grünen schlagen vor, so schnell wie möglich Strategien für ein so genanntes „Age management“ zu entwickeln. Denn diese Herausforderung muss angegangen werden. 

Im Jahr 2018 ist das Durchschnittsalter der Südtiroler Gesellschaft im Vergleich zu 1998 um vier Jahre gestiegen. In Anbetracht der demographischen Entwicklung zeichnet sich eine schwierige Situation für den Südtiroler Arbeitsmarkt ab. Die Pensionierungswelle der Babyboomer-Generation hat bereits begonnen und wird bis 2030 anhalten. Die neuen Generationen werden nicht in der Lage sein, das entstehende Arbeitskräfteangebot zu decken. Für Südtirol wird dieser Mangel an Arbeitskräften in Zukunft zum echten Problem.

Was wir brauchen sind so genannte Age-management-Strategien, die größtenteils auch umgehend eingeführt werden können.

Age management betrifft nicht nur ältere Arbeitnehmer:innen. Vielmehr zielt es darauf ab, mit „alternsgerechten Maßnahmen“ dafür zu sorgen, dass Menschen jeden Alters sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen. Dies geschieht unter anderem dadurch, dass Erschöpfungssituationen vorgebeugt wird, damit alle Arbeitnehmer:innen problemlos mit dem Wandel der Zeit Schritt halten können.

Mögliche Maßnahmen im Rahmen eines gezielten Age management können Teilzeitverträge, Sabbatjahre, präventive Maßnahmen zugunsten der psycho-physischen Gesundheit, die Schaffung von Ruheräumen im Betrieb oder das kontinuierliche Angebot von Weiterbildungskursen sein. All diese und andere Maßnahmen kommen dem Arbeitsumfeld zugute, in dem Menschen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichem Voraussetzungen gemeinsam gut für ihren Betrieb arbeiten können.

Age management setzt also eine neue Kultur am Arbeitsplatz voraus: Unternehmer:innen, Manager:innen, Gewerkschaftsvertreter:innen und Arbeitnehmer:innen im öffentlichen und privaten Sektor sollten so schnell wie möglich solch neue Ansätze verfolgen.

Das Land als größter Arbeitgeber Südtirols kann und muss mit gutem Beispiel vorangehen. Deshalb fordern die Grünen mit einem Beschlussantrag, dass Südtirol umgehend gemeinsam mit den Sozialpartnern tätig wird, um die richtigen Rahmenbedingungen für ein zukunftsorientiertes Age management in der Südtiroler Arbeitswelt zu schaffen.

Bozen, 07/06/2022

Landtagsabgeordnete

Hanspeter Staffler
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba

 

Anfrage zur aktuellen Fragestunde

Pendler:innen aus dem Vinschgau beschweren sich immer häufiger über die Zustände des Öffentlichen Verkehrs zwischen Meran und Mals. Offenbar wurde die Abfahrtszeit des Schienenersatzbusses von Meran nach Töll aufgrund des vermehrten Verkehrsaufkommens so vorverlegt, dass die Pendler:innen aus Bozen kommend, in Meran immer 25 Minuten Wartezeit einplanen müssen. Damit werden die eh schon langen Fahrtzeiten nochmals deutlich verlängert, was als Zumutung empfunden wird.

Eine vorausschauende Lösung für den erhöhten Sommerverkehr wäre gewesen, den obligatorischen Stau „Forst-Töll“ durch geschickte Maßnahmen der Geschwindigkeitsbeschränkung auf den MEBO-Abschnitt bei Marling vorzuverlegen.

Daher richten wir folgende Fragen an die Landesregierung:

  1. Wann geht die Bahnverbindung von Meran nach Töll wieder in Betrieb?
  2. Warum wurden keine geeigneten Maßnahmen getroffen, den erhöhten Sommerverkehr auf der MEBO in Richtung Vinschgau mit geschickten Maßnahmen zu steuern?
  3. Wurde überlegt, die Straße Algund-Plars-Töll vorübergehend als Busspur auszuweisen?

Bozen, 27.05.2022

 

Landtagsabgeordnete

Hanspeter Staffler
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba

Hier die Antwort des Landesrat.

Anfrage zur aktuellen Fragestunde

Bezugnehmend auf unsere Anfrage zur aktuellen Fragestunde „Wann kommt Bewegung in den Sportunterricht der Grundschulen?“ möchten wir das Thema weiter vertiefen.

Daher richten wir folgende Fragen an die Landesregierung:

  1. Gibt es konkrete Gründe (und welche?), aus denen man diplomierte Sportlehrer:innen an den Grundschulen in Südtirol zurzeit nicht anstrebt?
  2. Was ist mit dem Maßnahmenkatalog Schulsport passiert?
    • Findet er Anwendung und wenn ja, in welcher Form?
    • Falls nein, warum nicht?
  3. In welcher Form wird das ausgearbeitete „Gütesiegel Schulsport“ verwendet?
  4. Hat sich in der Grundschullehrausbildung etwas zugunsten des Sportunterrichts geändert?
    • Sind diplomierte Lehrpersonen heute im Vergleich zu vor 10 Jahren besser ausgebildet, um Sport zur unterrichten?

Bozen, 26.05.2022

 

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba
Hanspeter Staffler

Anfrage zur aktuellen Fragestunde

Nach der (momentanen) Absage für Benkos Virgl-Projekt präsentiert nun Tosolini seinen Vorschlag für das von Renzo Piano gestaltete Ötzi-Museum im Bozner Stadtzentrum. Aus Medienberichten vernehmen wir, dass er als Gegenleistung für das Errichten des Museums diverse Tauschgeschäfte mit dem Land vorschlägt.

Daher richten wir folgende Fragen an die Landesregierung:

  1. Um welche Immobilien im Besitz des Landes handelt es sich bei diesen Tauschgeschäften? Wir bitten um eine Auflistung.
  2. Im Spezifischen, was ist in Bezug auf die Gemeinde Meran im Gespräch?

 

Bozen, 27.05.2022

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba
Hanspeter Staffler