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PRESSEMITTEILUNG.

Heute finden die ersten Arbeitsgruppensitzungen des Landtags zu den Covid19-Notstandsthemen statt, per Videokonferenz natürlich. Angeregt wurden die Konferenzen vom SVP-Fraktionssprecher Lanz und die Grüne Fraktion nimmt das Angebot zur Zusammenarbeit gerne an. Gerade in Krisenzeit ist fraktionsübergreifendes Vorgehen und das Einbeziehen aller der absolut richtige Weg. Für die Grünen nehmen heute Hanspeter Staffler zu den Themen Wirtschaft und Arbeit und Brigitte Foppa zum Thema Gesundheit teil.
Zum Thema Wirtschaft wird Hanspeter Staffler die Situation und die Vorschläge der Regierung bewerten.

Zum Thema Sanität wird Brigitte Foppa die folgenden 3 Vorschläge der Grünen Fraktion vorbringen:

1) Durchführung einer Samplestudie
Die Daten, die uns täglich übermittelt werden, betreffen stets die neu positiv auf Covid19 Getesteten, die Genesenen und die Verstorbenen. Nichts weiß man bisher über die tatsächliche Durchseuchungsrate in der Bevölkerung. Die Erkenntnisse der evidenzbasierten Medizin legen aber nahe, dringlichst diese Rate zu erheben, um sinnvolle und wirksame gesundheitspolitische Ableitungen treffen zu können. Länder wie Norwegen gehen diesen Weg bereits.
Wir schlagen deshalb vor, die Durchseuchungsrate in einer repräsentativen Stichprobe zu erheben, am besten, indem an einer die Bevölkerung wiederspiegelnden Zahl an BürgerInnen der Abstrich und der Antikörpertiter durchgeführt werden. Konkret könnte das Institut für Allgemeinmedizin der Claudiana damit beauftragt werden.

2) Flächendeckend Antikörpertesten
Wie bekannt, liefern die derzeitig durchgeführten Abstriche Auskunft darüber, ob eine Infektion vorliegt oder nicht. Das ist wichtig, um die Betroffenen zu isolieren und ihre Umgebung zu schützen. Allerdings wissen wir nichts darüber, ob und wie viele Menschen bereits gegen Covid19 immunisiert sind. Wichtig zu wissen wäre das insbesondere für Menschen, die im Gesundheits- und Sozialbereich arbeiten und zweitens für all jene, die mit anderen Menschen oder etwa im Lebensmittelsektor arbeiten – dies, damit mit Lockerungen der Ausgangssperre begonnen werden kann. Beginnend bei Menschen, die bereits immunisiert sind und somit auch keine Ansteckungsgefahr mehr darstellen. Es kann auch an zusätzliche freiwillige Testung gedacht werden. Viele BürgerInnen wären sicher dazu bereit.

3) Schutz der Menschen in den Einrichtungen
Man berichtet uns, dass immer noch zu wenig Schutzkleidungen zur Verfügung stehen. Neben den Bediensteten muss auch an die Freiwilligen in den sanitären und sozialen Einrichtungen, insbesondere in den Seniorenwohnheimen gedacht werden. Wirksamer Schutz für Menschen gerade in Härtesituationen wie Obdachlosigkeit oder engem Zusammenleben in Übergangseinrichtungen tut Not.

Es geht darum, diese Zeit effizient zum Schutz aller im Land Lebenden zu überbrücken und die Zeit der Isolation auf das Mindeste zu verkürzen, um die zu erwartenden Negativbegleiterscheinungen für die Gesundheit der Menschen so gering als möglich zu halten.

31.03.2020