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Green Webinar: Es braucht jetzt europäische Solidarität und “Ecobonds” für Italien

Green Webinar: Es braucht jetzt europäische Solidarität und “Ecobonds” für Italien

–        Webinar der deutschen/europäischen Grünen über “was kann die EU jetzt tun, um Italien zu unterstützen“

–        In dieser Krise braucht es europäische Solidarität

–        Die deutschen und europäischen Grünen unterstützen Eurobonds

–        Wirtschaftshilfen sollen nachhaltige Wirtschaftsformen fördern, der Kampf gegen die Klimakrise muss Hand in Hand gehen

–        Webinar geleitet von Alexandra Geese, deutsche Europaparlamentarien, die 20 Jahre in Italien gelebt hat. Von den Südtiroler Grünen nimmt Pascal Vullo teil, er besitzt beide Staatsbürgerschaften

Freitagabend 27.03 haben Bündnis 90/Die Grünen aus Deutschland ein Webinar mit Südtiroler Teilnahme organisiert, über das Thema „Corona-Krise: Was kann die EU tun, um Italien zu unterstützen? Zwischen Gesundheitswesen und wirtschaftlichen Maßnahmen”.

Die Diskussion wurde geleitet von Alexandra Geese, deutsche Europaparlamentarierin, die über 20 Jahre in Italien gelebt hat. Alexandra Geese, und die Teilnehmer am Webinar, haben diskutiert mit Elisabetta Groppelli, Virologin und Assistenzprofessorin für globales Gesundheitsweisen an der University of London und Andrea Ercoli, Arbeitsberater am „Studio Associato Ceroli Ercoli“ in der Lombardei.

Während der Diskussion wurde betont, dass es in dieser Krise europäische Solidarität braucht. Ein erstes Zeichen europäischer Solidarität kommt aus Deutschland, welches Intensivpatienten aus den am meisten betroffenen Gebieten in Italien und Frankreich aufnimmt.

„Dadurch, dass in Deutschland momentan beispielsweise Erntehelfer für die Spargelernte fehlen, die meist aus Osteuropa stammen, merkt die Deutsche Öffentlichkeit gerade neu, wie sehr sie von einem europäischen Markt abhängt“, so Alexandra Geese.

Die deutschen und europäischen Grünen unterstützen Eurobonds. „Ein einzelner europäischer Staat darf nicht angreifbar werden. Doch die Förderungen und wirtschaftlichen Anreize der EU müssen eine nachhaltige Wirtschaft fördern. Der Kampf gegen das Coronavirus und gegen die Klimakrise müssen Hand in Hand gehen“, kommentiert Geese.

Während der Diskussion wurde deutlich, dass die aktuelle Krise wie eine Lupe wirkt, die mehr oder weniger bekannte Probleme zutage fördert. Dazu gehört die Abhängigkeit von Schutzmasken und Beatmungsgeräten von außerhalb der EU und das große Problem der Schwarzarbeit. Diese führt jetzt dazu, dass viele Personen von den sozialen Sicherungssystemen nicht abgedeckt sind.

Alexandra Geese berichtet über die letzten Initiativen in Brüssel, wo die letzten Beschlüsse dazu dienen bisher nicht abgerufene europäische Haushaltsmittel für die vom Coronavirus am stärksten betroffenen Gebieten zur Verfügung zu stellen. Dazu kommt ein Beschluss, der das Problem beseitigt, dass momentan viele Flugzeuge leer fliegen, da die Betreiber sonst ihre „slots“ für Verbindungen zwischen den Flughäfen verlieren würden. Dies führt bisher zu unnötigen Belastungen für die Betreiber und das Klima.

Der Teilnehmer der Südtiroler Grünen Pascal Vullo, der selbst einen italienischen und einen deutschen Pass besitzt, schlussfolgert nach dieser Webinar-Erfahrung: „ Nicht nur eine starke Demonstration europäischer Solidarität, auch das Wachstum digitaler Formate wie Webinars während dieser Krise, können Europa politisch zusammenwachsen lassen“.

Pascal Vullo

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