Winteröffnung der Würzjochstraße

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Widersprüchliche Passpolitik der Landesregierung schadet Villnösser-Tal und Unesco- Welterbe.

Die geplante Winteröffnung der Straße über das knapp 2000 m hohe Würzjoch sorgt im Villnössertal für große Beunruhigung und Missstimmung und wirft ein beunruhigendes Licht auf die „Passpolitik“ der Landesregierung.

So hat Landesrat Mussner, zuständig für Mobilität und Ladinität, angekündigt, man wolle die schmale Passstraße auch im Winter offen halten, so lange dies die Witterungsverhältnisse gestatteten (und hat dies auch auf Anfrage der Grünen bestätigt).

Damit würde die bisher übliche Würzjoch-Winterschließung ab Ende Oktober drastisch verkürzt und mihilfe landeseigener Schneeräumung womöglich weitgehend aufgehoben. Dies zur Freude vieler Gadertaler Touristiker, die auf diesen „Bypass“ drängen, um im touristisch intensiven Winter Gästen und Wirtschaftstreibenden schnellere Zu- und Abfahrt zu ermöglichen. Den Nachteil des stark erhöhten Verkehrsaufkommens hätte Villnöss, das zur

Durchzugsstrecke verkäme, aber auch der Ploseberg und die Stadt Brixen; beide würden zum „Auspuff“ des Gadertals degradiert.
Zudem erscheint es höchst widersprüchlich, wenn die Landesregierung eine zumindest zeitweise Schließung der Dolomitenpässe im Sommer 2018 ins Auge fasst und gleichzeitig im Winter einen neuen Verkehrskanal öffnet, zudem in unmittelbarem Einzugsgebiet des Dolomiten-Welterbes und des Naturparks Puez-Geisler.

Die Landesregierung ist gut beraten, 2017/18 die gewohnte Winterschließung des Würzjochs wieder in Kraft zu setzen und damit Umwelt und Natur ebenso einen Dienst zu erweisen wie den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger von Villnöss zu entsprechen, die sich mit ihrer Gemeinde entschieden gegen dieses Vorhaben zur Wehr setzen.

Hans Heiss
Brigitte Foppa
Riccardo dello Sbarba

Bozen, 11. 4. 2017

Eine Antwort auf Winteröffnung der Würzjochstraße

  • B. Schweitzer sagt:

    hallo
    da ich regelmäßig seit vielen Jahren dort in der Gegend Urlaub mache mein Kommentar dazu:
    das erhöhte winterliche Fahraufkommen wird nie für Villnöß spürbar sein, denn die meisten Fahrzeuge werden sicher über Afers in Richtung Brixen fahren und nicht die enge Strecke über Colle und das seit 40 Jahren auszubauende Eck in Villnöß am Kabis fahren; es fallen sowieso alle Busfahrten weg, keine LKW sowieso und die Tausende von Motorradfahrer vom Frühjahr bis in den Herbst sind da auch sicher nicht mehr unterwegs; eine private Verkehrszählung im Bereich der Edelweißhütte an einem Freitag im Frühjahr 2017ergab in einer halben Stunde von 10:45 bis 11:15 ( im 50 km Bereich) 94 Motorräder und 13 PKW, wobei etwa 90 % der Motororäder mit extrem überhöhter Geschwindigkeit dort durchrauschten;
    das ergibt hochgerechnet für ein sonniges Wochenende etwa bis zu 2000 Motrorräder;
    hier sollte der Landesauschschuß und auch Villnöß sich dafür einsetzen, daß hier etwas für den so oft von Villnöß propagierten “ruhigen Tourismus” etwas getan wird;
    auch die von Villnöß einmal angedachte Seilbahnverbindung mit Anschluß über die Seceda zum Superdolomiti ist in meinen Augen kein Gewinn für das Tal sonern das erst würde ein sehr erhötes Verkehrsaufkommen für Villnöß bringen;
    wenn man dann sieht, daß es seit über 4 Jahren nicht möglich ist, daß man im Sommer eine durchgehende Busverbindung von Zans zurück in den Bereich oberhalb von St. Peter und zum Würzjoch hat ohne über 1 Stunde in St. Peter warten zu müssen, so hat sich für diese Gäste die Mobilcard ja wirklich als nutzlos erwiesen; es geht dabei um eine Fahrplanänderung von wenigen Minuten, daß man in St. Peter wenigstens Umsteiganschluß hätte, wogegen im Frühjahr die Busverbindung sogar ohne Umsteigen möglich ist; also hier sollten sich die betreffenden Stellen einmal wirklich zusammensetzen und eine Lösung erarbeiten, denn so müssen die Gäste aus dem angesprochenen Bereich doch wieder ihr eigenes Auto benutzen, um am Nachmittag von Zans wieder in die Beherbungsbetriebe oberhalb von St. Peter zu kommen;

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