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Landesrat Brunner und die Südtiroler Volkspartei verabschiedet sich endgültig vom Klimaschutz und lassen den Klimaplan in eine der untersten Schubladen verschwinden: Die SVP-Abgeordneten strichen im Gesetzgebungsausschuss den Hinweis auf den Klimaplan aus dem Landesgesetz zur Wohnreform, ohne Widerrede des zuständigen Landesrats. „Mehr als Ankündigungspolitik ist beim Klimaschutz mit dieser SVP nicht drin“, stellt Madeleine Rohrer, Landtagsabgeordnete und Vizepräsidentin des 2. Gesetzgebungsausschusses fest.

Der Landesgesetzesentwurf zur Wohnreform bezieht sich bei der Schaffung von Wohnraum für Ansässige unter anderem darauf, „dass nur ein geringer Teil der Landesfläche als Dauersiedlungsraum geeignet ist, sowie zur Reduzierung der Nettoneuversiegelung in Umsetzung des Klimaplans Südtirol 2040“. Dieser kleine Hinweis auf den Klimaplan war für die SVP-Abgeordneten schon zu viel. Josef Noggler und Franz Locher brachten bereits vor der Sitzung einen Antrag ein, den Bezug zum Klimaplan aus dem Gesetz zu streichen. In der Sitzung selbst stimmten alle Abgeordneten der SVP, darunter auch der Fraktionssprecher, selbstverständlich dafür, so als ob es kein Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 oder nie einen Klimabürgerrat gegeben hätte. „Der für Klimaschutz und Raumordnung zuständige Landesrat erkennt die Dringlichkeit der Klimakrise offensichtlich nicht, da er mit keinem einzigen Wort den Klimaplan verteidigte“, so Rohrer.

Der Antrag der Grünen den Klimaschutz in den Fachplänen des Landes und in den Gemeindeentwicklungsprogrammen zu verankern, wurde hingegen mit zwei Ja Stimmen (Grüne, PD) und dem Nein der Regierungspartei SVP abgelehnt. „Unser Vorschlag zielte darauf auf, dass bei der Genehmigung der verschiedenen, teilweise für viel Geld aufwändig erstellten Pläne aufgezeigt wird, wie damit die Klimaneutralität in den nächsten 15 Jahren auch erreicht wird“, so Erstunterzeichnerin Rohrer.

Die Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler kündigen an, ihre Anträge zur Verankerung des Klimaschutzes anlässlich der Behandlung des Gesetzes im Landtag nochmals vorlegen zu wollen. „Südtirol hat sich eine beherzte und mutige Klimapolitik verdient“, so die drei Grünen Abgeordneten.

Landtagsabgeordnete
Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler

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Die Legislaturperiode Kompatscher III steht unter dem Zeichen der Autonomiereform. Mit diesem erklärten Ziel hat sich der LH und seine Partei auch mit den Rechtsparteien zusammengetan, die in Rom regieren, darunter postfaschistische und nationalistische politische Kräfte. „Die Empörung und Enttäuschung im Lande waren groß, gegenüber dieser Entscheidung, die Arno Kompatscher ohne Vorabankündigung bei den Wahlen getroffen hat. Viele Südtiroler:innen nehmen es dem LH bis heute übel, wie er sie da getäuscht hat,“ erinnern die grünen Abgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler.

„Umso bedeutsamer wäre es, im Autonomie-Reformprozess die versäumte Miteinbeziehung jetzt nachzuholen. Nichts davon passiert aber. Wir erfahren regelmäßig aus der Zeitung, wenn sich etwas tut. Der Landtag als das höchste demokratisch gewählte Gremium wird immer als letztes informiert, und immer nur auf Nachfrage der Opposition. Auch der geforderte Sonderlandtag wird nach der SVP-Landesversammlung stattfinden. Unwidersprochen stehen bis dahin die reinen Einschätzungen der Verhandler aus der Regierungsmehrheit im Raum – die vorhersehbarerweise nur das Gute erzählen,“ so die kritische Anmerkung der grünen Fraktion.

Die Medienberichte geben Inoffizielles wieder, und so kann man auch nur inoffiziell kommentieren. Das nationale Interesse muss „geschluckt werden“, dafür muss man sich nicht mehr im Rahmen der „großen wirtschaftlich-sozialen Reformen des Staates“ bewegen – wer weiß. Raumordnung und Ökosysteme sollen in Landeshand kommen – was auch seine Schattenseiten hat. „Wir werden das endgültige Autonomiepaket inhaltlich bewerten. Bisher fehlen dafür die konkreten legislativen Texte,“ so die grünen Abgeordneten. „Immer aufgrund eines nicht gesehenen Textes kann man noch vermuten, dass Fratelli d’Italia einige Änderungen durchgesetzt haben dürfte. Das Paket ‚Arno&Urzì‘ könnte Neues bringen. Am Tag nach der SVP werden wir im Landtag erfahren, was drin ist,“ so Foppa, Rohrer und Oberkofler.

Sie erinnern daran, dass am Beginn der Ära Kompatscher ein Autonomiekonvent gestanden hatte. Das waren Zeiten!

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

 

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Im Gesetz zum Wohnen gibt es einige blinde Passagiere. Zum Beispiel einen Artikel zu den landschaftsrechtlichen Genehmigungen. Es ist ein erneuter Versuch dieser Landesregierung den Landschaftsschutz zu schwächen.

Die Landesregierung aus SVP und Rechtsparteien hat für den Landschaftsschutz nichts übrig. Im Gegenteil: „Sie nutzen jede Gelegenheit diesen zu schwächen, wie das Gesetz zum Wohnen“, so Madeleine Rohrer in Hinblick auf die Behandlung des Wohngesetzes diesen Freitag im Gesetzgebungsausschuss. Nur dank eines Änderungsantrags der Grünen und des lauten Protests von Seiten der Umweltverbände musste die Landesregierung erst im November ihr Ansinnen zurücknehmen, dass Umweltgutachten keine Einstimmigkeit mehr erfordern. Jetzt folgt ein weiterer Vorstoß: Momentan hat das Amt für Natur, Landschaft und Raumentwicklung keine zeitliche Begrenzung, um eine landschaftsrechtliche Genehmigung auszustellen bzw. zu verwehren. Ein neuer Artikel im Wohngesetz sieht nun hingegen die Einführung einer Frist von 60 Tagen vor. Ist diese Frist verstrichen, soll zukünftig die Gemeinde entscheiden.

Eine landschaftsrechtliche Genehmigung braucht es unter anderem für komplexe Projekte wie die Erweiterung des Flughafens, die Erschließung von Almen, aber eben auch für den Bau von Speicherbecken mit mehr als 500 Kubikmeter Fassungsvermögen. In Südtirol wird zurzeit gleich über mehrere Projekte für Speicherbecken hitzig diskutiert. Das im Montiggler Wald geplante Becken soll 95.000 Kubikmeter fassen. Zwei weitere Becken sollen im beliebten Wander- und Naherholungsgebiet Rastenbach/Altenburger Wald entstehen, mit einem Fassungsvermögen von 135.000 bzw. 85.000 m³.

„Bekanntlich tut sich auch das Land schwer genügend Personal zu finden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass solche Projekte in den Sommerferien oder über den Weihnachten innerhalb von nur zwei Monaten bewertet werden können“, so die Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler. Sie befürchten, dass die Landesregierung zukünftig heikle Vorhaben einfach aussitzen könnte. Bei Untätigkeit würde die heiße Kartoffel, wie beispielsweise Speicherbecken im Wald, an die Gemeinde weitergegeben. Das Nachsehen hätten dabei Bürger*innen und Zivilgesellschaft, in den meisten Fällen gar nicht mehr wüssten, ob nun Land oder Gemeinde ein Projekt bewerten und wie sie sich einbringen könnten.

Die Grünen kündigen an, erneut einen Antrag zur Streichung dieses Artikels einzubringen. „Südtirol ist auch wegen seiner einzigartigen Landschaft und Natur so besonders. Die Natur ist aber nicht unendlich – und auch nicht unendlich belastbar“, so Rohrer.

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Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler

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Menschen mit Behinderung mehr Selbstbestimmung ermöglichen und Kinderarmut gezielt bekämpfen: Diese Ziele verfolgt die Grüne Fraktion mit zwei Beschlussanträgen, die im April im Südtiroler Landtag zur Abstimmung stehen. Die Vorschläge wurden bei einer Pressekonferenz vorgestellt.

„Wir wollen, dass sich der Landtag mit Menschen befasst, die oft nicht im Mittelpunkt der politischen Debatte stehen: Menschen mit Behinderungen und Kinder. Wir setzen uns für das Recht vulnerabler Personengruppen ein, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und fordern eine angemessene finanzielle Unterstützung für alle Minderjährigen – Themen, die wir als Gesellschaft sehr ernst nehmen müssen“, erklärten die Landtagsabgeordneten der Grünen, Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler.

Progetto esistenziale di vita – Selbstbestimmtes Leben unterstützen

„Es ist eine der großen existentiellen Fragen: Was kommt nach mir? Für Eltern von Menschen mit Behinderungen ist diese Frage oft besonders drängend. Um ihnen mehr Sicherheit zu geben, wollen wir das Konzept des Progetto esistenziale di vita – den ‚Plan für ein selbstbestimmtes Leben‘ – auch in Südtirol umsetzen“, sagte Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des entsprechenden Beschlussantrags.

Das Modell orientiert sich an einem Vorbild aus Reggio Emilia, wo ein öffentliches Register für die individuellen Lebenswünsche von Menschen mit besonderen Bedürfnissen eingerichtet wurde. Ziel ist es, deren Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben zu dokumentieren und langfristig abzusichern – für die Zeit, in der familiäre Unterstützung nicht mehr gewährleistet werden kann.

„Mit der Implementierung des „Progetto esistenziale di vita“ wollen wir sicherstellen, dass alle Menschen mit besonderen Bedürfnissen in ihrer Einzigartigkeit respektiert werden. Artikel 3 der Verfassung erinnert uns daran, dass es Aufgabe der Institutionen ist, Hindernisse zu beseitigen, welche der Entwicklung von uns Menschen im Wege stehen. Das „Progetto esistenziale di vita“ ist als Antwort darauf zu verstehen, indem den Sachwalter:innen und Sozialarbeiter:innen ein Kompass in die Handgegeben wird, um Entscheidungen treffen zu können, die im Einklang mit der Geschichte, den Gewohnheiten und den Wünschen der jeweiligen vulnerablen Person sind“, betont Roberta Rigamonti, Direktorin des Vereins für Sachwalterschaft.

„Selbstbestimmung muss ein Recht für alle sein – und dafür braucht es die passenden Instrumente. Ein Register, das persönliche Vorlieben, Routinen und Zukunftswünsche festhält und das in der Gemeinde hinterlegt wird, wäre ein solches Instrument. Wir fordern, dass dieses Modell auch in Südtirol eingeführt wird“, so Foppa.

Finanzielle Sicherheit für Kinder

Mit einem zweiten Beschlussantrag plädieren die Grünen für eine einheitliche finanzielle Unterstützung für Kinder, um die wachsende Kinderarmut zu bekämpfen. Das derzeitige System der Beihilfen sei fragmentiert und reicht oft nicht aus, um soziale Gerechtigkeit herzustellen. Besonders Allein- oder Getrennterziehende sind einem hohen Armutsrisiko ausgesetzt.

„Jedes Kind hat ein Recht auf eine würdevolle Kindheit und gleiche Chancen – unabhängig von der finanziellen Lage der Familie. Doch das derzeitige Unterstützungssystem reicht nicht aus. Es ist Zeit für eine grundlegende Reform, die Kindern und Jugendlichen finanzielle Sicherheit garantiert“, erklärte Zeno Oberkofler, Erstunterzeichner der Initiative.

Mit ihren Anträgen wollen die Grünen den Blick auf gesellschaftliche Bedürfnisse lenken und konkrete Maßnahmen für eine bessere Lebensqualität in Südtirol schaffen.

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Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
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Junge Frauen verwenden – verständlicherweise – nach wie vor hauptsächlich die Antibabypille zur Verhütung von Schwangerschaften. Teilweise berechtigter Kritik zum Trotz bleibt sie die bequemste und am weitesten verbreitete Verhütungsmethode unter jungen Frauen und ermöglicht es ihnen, selbst zu entscheiden, ob sie schwanger werden oder nicht.

Die Kosten sind hoch, vor allem für junge und sehr junge Frauen. Deshalb war es eine der 5 Forderungen des Frauenmarschs, dass Frauen unter 28 Verhütungsmittel gratis zur Verfügung gestellt werden soll. Die Grüne Fraktion im Landtag hatte diese Forderung in den Gesetzgebungsausschuss gebracht, wo sie heute diskutiert wurde.

„Die Diskussion war skurril bis absurd,“ so die Erstunterzeichnerin Brigitte Foppa. „Wir hörten von den anwesenden Männern, dass die Pille problematisch sei und dass die Männer das Kondom verwenden sollen. Landesrat Messner sagte, es sei derzeit nicht sinnvoll, die Pille gratis zu verteilen,“ so Foppa und Ausschussmitglied Oberkofler.

Der Antrag wurde mit 3 Nein-Stimmen (Locher, Rabensteiner, Scarafoni), 2 Enthaltungen (Ploner F., Deeg) und 1 Ja-Stimme (Oberkofler) abgelehnt.

Kostenlose Verhütungsmittel, zur Verfügung gestellt in der Familienberatungsstelle, fördert nicht nur die Gesundheit, sondern trägt auch zur Reduzierung ungewollter Schwangerschaften und Abtreibungen bei. Tatsächlich gehen in europäischen Ländern, die diese Regelung bereits eingeführt haben, die ungewollten Schwangerschaften zurück, ebenso wie die Zahl der freiwilligen Schwangerschaftsabbrüche (von 9,5 % auf 6 %). Gleichzeitig steigt die Geburtenrate, was zeigt, dass ein offener Umgang mit freier und informierter Verhütung sich nicht negativ darauf auswirkt, sondern sie im Gegenteil begünstigt.

„Dabei hatte sogar der Rat der Gemeinden dazu angeraten, die Gratis-Verteilung ins Gesetz zu schreiben,“ sagt Foppa. „Wir sind wiedermal in der Situation, wo Männer im Namen der Selbstbestimmung der Frauen entschieden haben, was das Richtige für die Frauen ist. Ich bin entrüstet und zornig. In meinem langen politischen Leben dachte ich nicht, wieder auf dieses Level zu kommen,“ so Brigitte Foppa, die den Vorschlag erneut im Landtag zur Abstimmung bringen wird.

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Die Grüne Landtagsfraktion äußert große Besorgnis über den Landesgesetzentwurf zu den Familienberatungsstellen, das morgen in der 4. Gesetzgebungskommission diskutiert wird. Nach Ansicht der Grünen führt der Entwurf kritische Elemente ein, die die Rolle der Beratungsstellen als Schutz- und Unterstützungsräume für Frauen und Familien gefährden könnten.

Einer der umstrittensten Aspekte des Gesetzes ist die Einführung der sogenannten „Berater für Klinische Ethik“ in den Beratungsstellen. „Was sollen das für Berater sein? Sollen sie eine Frau beraten wie sie über ihren eigenen Körper zu entscheiden hat?” Die Grünen Landtagsabgeordneten Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer befürchten, dass sich so eine gefährliche Tür für Pro-Life-Gruppen in den Beratungsstellen öffnet, was die Entscheidungsfreiheit der Frauen gefährdet.

Ein weiterer kritischer Punkt ist das Verbot, Praktika in den Beratungsstellen zu vergüten. „Eine wirklich absurde Maßnahme, ein Rückschritt statt eines Fortschritts. Praktikant:innen nicht zu entlohnen, bedeutet, ihre Leistung nicht anzuerkennen und junge Fachkräfte davon abzuhalten, sich in diesen wichtigen Einrichtungen für die Unterstützung der Bevölkerung auszubilden“, ergänzt der grüne Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der 4. Kommission, Zeno Oberkofler.

Schließlich sieht das Gesetz eine zahlenmäßige Erhöhung der Beratungsstellen vor, jedoch ohne eine tatsächliche Verbesserung der angebotenen Dienstleistungen. Durch die Einführung des neuen Organisationssystems HUB & SPOKE sollen auch abgelegene Ambulatorien offiziell als Beratungsstellen anerkannt werden – auch wenn die Präsenz eines Basisteams aus Psychologe:in, Gynäkologe:in, Hebamme oder Sozialarbeiter:in nicht immer gewährleistet sein muss. Die Grünen befürchten, dass damit nur formal die staatliche Vorgabe erfüllt wird, eine Beratungsstelle pro 20.000 Einwohner:innen zu haben, um PNRR-Fördergelder zu erhalten. In Wirklichkeit werden jedoch einfache Ambulatorien in Beratungsstellen umgewandelt, ohne die Qualität oder das interdisziplinäre Konzept sicherzustellen, welche die Familienberatungsstellen per Definition auszeichnet. „Es handelt sich um eine rein bürokratische Maßnahme: Die Zahl der Beratungsstellen steigt auf dem Papier, aber in der Realität ändert sich kaum etwas“, so Oberkofler abschließend.

Mit einer Reihe von Änderungsanträgen wird die Grüne Fraktion morgen im Gesetzgebungsausschuss Vorschläge zur Verbesserung des Gesetzesentwurfs einbringen und versuchen die problematischen Aspekte aus dem Gesetz zu streichen.

Landtagsabgeordnete
Zeno Oberkofler
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer

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Chancen vertan: Kein Schutz vor steigenden Mieten.

Die Wohnungsnot in Südtirol spitzt sich zu – doch anstatt zu handeln, lehnt die Politik konkrete Lösungen ab. Der 2. Gesetzgebungsausschuss des Landtags hat heute, am 21.März, einen Gesetzesentwurf der Grünen abgelehnt, der eine Begrenzung der Mietpreise vorsah. Das Ziel: erschwinglicher Wohnraum für mehr Menschen. Doch diese Chance wurde vertan.

„Ein Schlag ins Gesicht der Bevölkerung“, kommentieren die Landtagsabgeordneten der Grünen, Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler. „Während Mieten und Immobilienpreise weiter steigen und immer mehr Menschen Schwierigkeiten haben, eine angemessene Wohnung zu finden, schaut die Politik weg. Unser Vorschlag war eine konkrete Antwort auf die drängende Wohnungsnot – doch offensichtlich hat der Schutz der Bürgerinnen und Bürger für die Entscheidungsträger keine Priorität.“

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass in Gemeinden mit Wohnungsnot mindestens 25 Prozent der neu gebauten geförderten Wohnungen für Mietwohnungen zum Landesmietzins reserviert werden. Für Bozen sollte diese Quote aufgrund des besonders hohen Bedarfs sogar bei 50 Prozent liegen.

„Die Ablehnung ist ein weiteres Indiz dafür, dass die politischen Machthaber kein Interesse an einer Änderung des Status quo haben“, kritisiert Brigitte Foppa, die Erstunterzeichnerin des Gesetzesentwurfs. „Das Recht auf Wohnen wird weiterhin dem Markt überlassen, Spekulanten erhalten freie Bahn, und die Schwächsten der Gesellschaft werden ihrem Schicksal überlassen. Das ist kurzsichtig und zutiefst ungerecht.“

Die Grünen kündigen an, ihren Kampf für bezahlbaren Wohnraum fortzusetzen. „Wir geben nicht auf. Die Wohnungsnot erdrückt Südtirol, und wir werden weiterhin mutige und gerechte Vorschläge in den Landtag einbringen“, erklären die Abgeordneten.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

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Der Gesetzentwurf zur Einführung einer „Frauenquote“ in der Regionalregierung wurde im Regionalrat verabschiedet – mit einem entscheidenden Haken: Die Frauenpräsenz ist nicht proportional. Nach Ansicht der Mehrheit reicht eine einzige Frau aus.

Der Gesetzentwurf, der bereits am 13. Juni vergangenen Jahres einstimmig im Gesetzgebungsausschuss des Regionalrats angenommen wurde, wurde heute im Plenum diskutiert und verabschiedet. Doch leider ist vom ursprünglichen Grünen Gesetzentwurf nicht mehr viel übrig: „Durch einen Änderungsantrag wurde aus unserem ursprünglichen Vorschlag der Satz gestrichen, der eine proportionale Vertretung von Frauen in der Regionalregierung entsprechend ihrer Präsenz im Regionalrat vorschrieb. Dadurch wurde diese Vertretung faktisch auf eine einzige Frau reduziert“, erklärt die Erstunterzeichnerin des Gesetzentwurfs, Brigitte Foppa. “Deshalb haben wir gegen unseren eigenen Gesetzentwurf gestimmt. Wir wollen ein klares Zeichen setzen: Das ist keine würdige Lösung für die Chancengleichheit und nicht ausreichend.”

Der Text des Gesetzentwurfs lautet nun: „In der Regionalregierung müssen beide Geschlechter vertreten sein.“ Jede Bezugnahme auf eine proportionale Vertretung im Verhältnis zum Regionalrat wurde gestrichen. Der ursprüngliche Entwurf fand nicht nur die Unterstützung der Grünen Fraktion mit Foppa, Rohrer, Oberkofler und Coppola, sondern auch von Rieder, Demagri, Maule, Calzà, Stanchina, Ploner Alex, Köllensperger, Malfer, Maestri, Parolari, Franzoia, Ploner Franz, Manica, De Bertolini, Repetto, Valduga und Zanella. Doch das war nicht genug.

„Geschlechtergerechtigkeit ist notwendig und muss gefördert werden. Frauen werden viel zu oft einfach ‚vergessen‘ – und das, was heute passiert ist, bestätigt das. Wir schreiben das Jahr 2025, und es ist beschämend, dass wir immer noch feststellen müssen, dass Frauen in einer von Männern dominierten Politik keine Bedeutung zugestanden wird. Eine Frau ist zu wenig! Das ist das Ergebnis dieser Mehrheit, die uns glauben machen will, sie sei progressiv, uns aber in Wahrheit zurück in die 1950er-Jahre katapultiert. Es ist offensichtlich, dass die SVP unser Gesetz torpediert hat. Heute haben wir eine bittere Niederlage erlebt, die als Erfolg verkauft wird – doch in Wirklichkeit ist es nicht mehr als ein Trostpflaster“, erklären die Grünen Regionalratsabgeordneten.

Hier findet ihr weitere Infos zum Gesetzentwurf

Regionalratsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler
Lucia Coppola

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Der Südtiroler Landtag hat heute einen von den Grünen eingebrachten Beschlussantrag zur Endometriose verabschiedet. „Wir wollen den vielen Frauen, die mit dieser Krankheit leben, eine Stimme geben und das Bewusstsein in Politik und Gesellschaft schärfen“, erklären die Grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler.

Endometriose ist eine chronische, schmerzhafte und oft stark einschränkende gynäkologische Erkrankung, die in Italien mindestens drei Millionen Frauen betrifft. Die Folgen sind gravierend – sowohl privat als auch beruflich. Trotz ihrer weiten Verbreitung wird die Krankheit oft erst nach sieben bis zehn Jahren diagnostiziert. Das liegt unter anderem an mangelnder medizinischer Ausbildung zu diesem Thema sowie an einem Phänomen des sogenannten „Medical Gaslighting“: Viele Patientinnen fühlen sich mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen.

Dank intensiver Verhandlungen mit Landesrats Messner konnte der Grüne Vorstoß nun durchgesetzt werden: Ein spezifischer „Betreuungspfad für Endometriose“ soll entwickelt werden, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu sammeln, die Forschung zu fördern und die Versorgung der Betroffenen zu verbessern. Vorgesehen sind auch Informationskampagnen für Arbeitgeber und Schulen, eine erleichterte oder kostenlose Bereitstellung von Hormontherapien für schwerere Fälle sowie eine verstärkte Forschungsförderung.

Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Beschlussantrags, betont: „Frauen warten heute sieben bis zehn Jahre auf eine Endometriose-Diagnose – das ist erschreckend. Früherkennung, Zugang zu Behandlungen und die offizielle Anerkennung der Krankheit sind entscheidend, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern“.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

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Ein bedeutender Schritt in der Brustkrebsfrüherkennung: Der Südtiroler Landtag hat einen Beschlussantrag der Grünen angenommen, der den Zugang zu kostenlosen Mammografie- und Ultraschalluntersuchungen erleichtern soll. Damit folgt Südtirol dem Vorbild anderer Regionen und Länder und prüft eine Ausweitung der Altersgrenzen für die Früherkennung.

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen und eine der Haupttodesursachen. Jährlich erhalten in Südtirol rund 400 Frauen diese Diagnose, etwa 80 sterben an der Krankheit. Früherkennung kann Leben retten – doch bislang steht das kostenlose Screening nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren offen. Jüngere und ältere Frauen mit erhöhtem Risiko bleiben außen vor.

Das wird sich nun ändern. Der Landtag hat einen von den Grünen eingebrachten Beschlussantrag verabschiedet, der konkrete Maßnahmen vorsieht: Geprüft wird eine Ausweitung des Angebots auf Frauen zwischen 45 und 49 sowie zwischen 70 und 74 Jahren. Zudem sollen Informationskampagnen gestartet werden, um Frauen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko besser aufzuklären. Eine weitere Maßnahme: Die Ursachen dafür zu analysieren, warum 40 Prozent der eingeladenen Frauen nicht am Screening teilnehmen, und infolgedessen die Kommunikation über die Vorteile der Früherkennung zu verbessern.

„Unser Ziel ist es, den Zugang zur Früherkennung zu erleichtern und sicherzustellen, dass mehr Frauen von wirksamen und rechtzeitigen Screening-Programmen profitieren“, erklären die Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler. „Südtirol wird jetzt dem Beispiel anderer Regionen folgen, die das Screening bereits auf Frauen zwischen 45 und 74 Jahren ausgeweitet haben.“

Erstunterzeichnerin Rohrer betont: „Wir müssen verhindern, dass Frauen zu spät die Diagnose erhalten – das kann Leben retten. Die Ausweitung des Screenings ist ein notwendiger und dringender Schritt, wenn wir den Kampf gegen Brustkrebs ernst nehmen.“

Landtagsabgeordnete
Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler