Der 25. April erinnert uns daran, dass der Frieden gesucht und aufgebaut werden muss
Widerstand ist eine Entscheidung. Achtzig Jahre sind seit der Befreiung vom Nazifaschismus vergangen, achtzig Jahre seit der Entscheidung des Volkes, nicht zu gehorchen. Denjenigen nicht zu gehorchen, die Hass und Gewalt diktieren, ist eine Entscheidung. Solidarität statt Diskriminierung, Gedanken- und Redefreiheit statt Zensur, Demokratie statt Diktatur – das sind die Werte, die heute mehr denn je gestärkt und verteidigt werden müssen.
In einer Welt, deren Ordnung ständig durch willkürliche politische Akte der Zerstörung und Schwächung des Anderen erschüttert wird, muss das Streben nach Frieden und Diplomatie wieder zur obersten Priorität der globalen und lokalen Politik werden. Schweigen ist keine Option. Widerstand beginnt mit unseren Worten, die unsere Gedanken und unsere Aktionen prägen. Der 25. April lehrt uns, dass der erste Akt des Widerstands darin besteht, etwas zu sagen. Bauen wir Dialog auf!
Heute, angesichts einer digitalisierten Gleichschaltung der öffentlichen Meinung, die in den Händen einiger weniger Mächtiger liegt, ist es notwendig, in die Bildung der kritischen Meinung zu investieren. Angesichts des ständigen Versuchs der Rechten, unsere Demokratien zu entwerten und auszuhöhlen, angesichts des Aufstiegs einer globalen Oligarchie, die die Schwächsten weiter schwächt und auf Kosten der Ärmsten nach Profit strebt, angesichts einer politischen Rhetorik, die an die dunkelsten Zeiten der jüngsten Geschichte erinnert, ist es wichtiger denn je, in das historische Gedächtnis zu investieren. Luca Bertolini, Co-Sprecher der Grünen Verc: „Gehen wir in die Schulen, erzählen wir es unseren Söhnen und Töchtern. Geben wir den Geschichten des antifaschistischen Widerstands, der Partisanenkämpfe und der einfachen menschlichen Akte des Ungehorsams und der Solidarität eine Stimme – sie bildeten das Fundament der Befreiung und damit unserer Demokratie, die nur durch die Förderung eines demokratischen Bewusstseins geschützt und bewahrt werden kann..“
“Achtzig Jahre später ist die Botschaft klar: Habt den Mut, euch den Gräueltaten des Hasses entgegenzustellen, der an der Wurzel ausgerottet werden muss, angefangen bei den ersten Worten. Der Friede muss gesucht, gewünscht und aufgebaut werden, beginnend mit jedem einzelnen von uns, mit unserem Blick auf die Welt. Mauern abreißen und Brücken bauen, das muss weiterhin das Ziel sein. In das Gemeinwohl zu investieren, muss Aufgabe der Politik sein, für politische, wirtschaftliche und soziale Solidarität“, so Elide Mussner, Co-Sprecherin der Grünen Verc.
“Heute mehr denn je müssen wir die Werte des Antifaschismus, der Inklusion und der sozialen Gerechtigkeit verteidigen. Der Widerstand hat uns gelehrt, dass Freiheit gemeinsam und tagtäglich aufgebaut wird – auch durch den Schutz der Umwelt und der Rechte aller Menschen“, schließt die Senatorin der Verdi Grüne Verc Aurora Floridia.