Mit alten Rezepten volle Kraft voraus in den Klimawandel?

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neve-artificiale-oberholz-altaDolomit Superski und HGV müssen umdenken!

Die schlechte Schneelage und die ausbleibenden Niederschläge veranlassen den Präsidenten von Dolomiti Superski und den Hoteliers- und Gastwirteverband zum einhelligen Ruf nach verstärktem Zugriff auf das öffentliche Gut Wasser, um die Pisten in kurzer Frist intensiv zu beschneien. Größere Speicherbecken und das Anzapfen von Bächen sollen dazu beitragen, bei den ersehnten Niedrigtemperaturen Wasser möglichst rasch in Schnee zu verwandeln. Unbedingte Vorfahrt also für den Wintertourismus, ohne auf den spürbar einsetzenden Klimawandel angemessen zu reagieren.
Die Antwort auf den rapide einsetzenden Klimaumschwung kann aber nicht jene sein, die wichtigste Ressource der Alpen, das Wasser und die Landschaft in den Schraubstock des Wintertourismus zu nehmen. Den Wassernutzungsplan außer Kraft zu setzen und die Hochflächen mit weiteren Speicherbecken zu überziehen, ist die falsche Antwort auf den massiven Wandel der Verhältnisse. Der Wintertourismus in Südtirol tritt seit fünf Jahren mit 37% der Jahresnächtigungen (ca. 11 Mio. Nächtigungen jl.) auf der Stelle. Anstatt die alpinen Ressourcen bis aufs letzte auszuquetschen und Tausende stromfressende Schikanonen anzuwerfen, sind Alternativen dringend anzudenken.

Hans Heiss
Brigitte Foppa
Riccardo dello Sbarba
Brixen, 17. 12. 2014

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