Airport Free Zone

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Für ein entschiedenes und gut begründetes NEIN zum Flughafen!

Airport Free ZoneMit der Broschüre “Airport free zone” gibt die Grüne Landtagsfraktion den Bürgerinnen und Bürgern für die Volksbefragung über den Bozner Flughafen eine ausführliche Informationsgrundlage an die Hand.

Das Heft präsentiert eine aktualisierte Zusammenfassung des Minderheitenberichts von Riccardo Dello Sbarba und ergänzt ihn mit Grafiken und Tabellen. Abgerundet wird die Broschüre mit einem einleitenden Kommentar von Hans Heiss und einem eindringlichen Wahlruf von Brigitte Foppa.

Seitdem der Landtag die Volksbefragung angekündigt hat, ist viel geschehen. Die Gründe für unser NEIN wurden zwischenzeitlich mehrfach bestätigt.

1. Während der Informationstreffen, die von ABD organisiert wurden, hat die Bevölkerung klar und deutlich zu verstehen gegeben, das sie sich gegen den Flughafenentwicklungsplan ausspricht.
2. Verschiedene Gemeinden des Unterlandes und Überetschs, allen voran ihre BürgermeisterInnen, haben ihr NEIN zum Flughafen erklärt.
3. Der zuständige Fachbeirat der Landesumweltagentur hat das von ABD vorgestellte „Umweltscreening“, das die Gesundheitsrisiken heruntergespielt hat, widerlegt, und entschieden, den Flughafenentwicklungsplan einer echten Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zu unterziehen. So schreibt Flavio Ruffini, Direktor der Abteilung Umwelt: „Das Projekt könnte aufgrund seiner Beschaffenheit, seines Ausmaßes und seiner Lage einen beträchtlichen Einfluss auf die Umwelt haben.“
4. Eine Vielzahl von ExpertInnen und im Luftverkehr Tätige (zuletzt Niki Lauda) haben bestätigt, dass der Bozner Flughafen für Fluggesellschaften nicht interessant ist. Indessen vermag ABD nicht einmal eine (!) Luftfahrgesellschaft zu benennen, die ein konkretes Interesse angemeldet hätte.

Als Antwort auf den ständig wachsenden Unmut der Bevölkerung versuchen die FlughafenunterstützerInnen Verwirrung zu stiften. So hat ABD-Präsident Michaeler letzte Woche behauptet, dass es „maximal fünf Flüge täglich geben wird“. Diese Aussage widerspricht jedoch dem von ABD selbst aufgestellten Entwicklungsplan.
Um die Behauptung zu widerlegen reicht ein Blick auf die Aussendung der Umweltagentur: „Der Entwicklungsplan sieht im Normalfall ungefähr 40 Flugbewegungen täglich vor, mit größeren Propellermaschinen und Düsenflugzeugen (ausgenommen kleine Sportflieger). An den Hauptflugtagen steigen die Flugbewegungen auf bis zu durchschnittlich circa 50 am Tag. […] Es wird mit einem Anstieg der belastenden Emissionen um 150% bis zu 400% berechnet.“ Und dabei sind die Belastungen durch den Lärm noch gar nicht aufgeführt!

In einem Anfall der Verzweiflung versuchen die FlughafenbefürworterInnen die Menschen mit den angeblichen Folgen des NEIN-Siegs zu erpressen: Sie behaupten, der Flughafen würde ausgeschrieben werden und in die Hände Privater fallen.
Diese Drohung ist leicht von der Hand zu weisen. Denn Rom hat entschieden, den Flughafen an das Land abzugeben und dieses hat, wenn das Nein gewinnt, jegliche rechtliche Befugnis, um den Willen der Bürgerinnen und Bürger umzusetzen.

Der „Nationale Flughafenplan“, der am 27. August von der Regierung Renzi beschlossen wurde, sieht vor, dass der Übergang mittels Durchführungsbestimmung geschieht. Landeshauptmann Kompatscher ist dafür der erste Ansprechpartner und sollte diese daher schnellstmöglich in die Wege leiten.
Die Erreichbarkeit wird durch die Bahn immer besser gewährleistet. Wer wirklich fliegen muss, kann auf ein gut ausgebautes System von Bussen und Zügen zurückgreifen, die Bozen mit den umliegenden Flughäfen verbindet.

Die gesamte Dokumention findet sich im Heft: „Airport free zone“: für ein entschiedenes und gut begründetes NEIN zum Flughafen.

hans ric bri flughafen

Bozen, 12.04.2016

Grüne Fraktion im Südtiroler Landtag
Riccardo Dello Sbarba, Brigitte Foppa, Hans Heiss

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