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Brief aus dem Beirat für Chancengleichheit

Von Betroffenheit und Beteiligung

Evelyn Gruber-Fischnaller

Evelyn Gruber-Fischnaller

In London findet der UNICEF-Mädchengipfel statt​, Google will mehr Frauen in Führungspositionen, die Reform des​italienischen ​Senates ​führt (neben einer Minderung der Kompetenzen) durch die Beschickung aus den Regionen wahrscheinlich auch dazu, dass die Frauen im Senat immer weniger werden. Gesundheit​ und ein gutes Leben, Arbeit, Demokratie ​- egal wo wir leben, was wir tun und denken, diese Themen betreffen uns immer, persönlich und auch beim “Blick über den Tellerrand”.
Aus Betroffenen Beteiligte machen, das empfiehlt jedes PR-Lehrbuch. Betroffen und beteiligt bin ich an den genannten Themen nicht nur als Grüne, sondern seit kurzem auch als Teil des Landesbeirates für Chancengleichheit.
Als Vertreterin der Opposition ​im Landtag wurde ich zusammen mit der Touristikerin Silvia Rier, die in Frauenbelangen engagiert bloggt, für die neue Legislaturperiode in den Beirat geschickt. Die insgesamt ​30 Beiratsfrauen kommen aus großen Frauenor​ganisationen und ​verschiedenen Fraueninitiativen​ (wer genau dabei ist, siehst du hier). ​Wir treffen uns monatlich und zwischen den Beiratssitzungen arbeiten die Beiratsfrauen in Gruppen an Themen wie Bildung, Gewalt, Gesundheit, Politik, Kultur und Soziales etc. Die Vorschläge und Maßnahmen werden dann wiederum in den Landesbeirat gebracht und nach Beschlussfasung über das Frauenbüro abgewickelt.
Ich leite die Arbeitsgruppe zu Frau & Medien, wo auch Silvia ihre Expertise einbringt. Für die nächsten Jahre haben wir uns vorgenommen, die Zusammenarbeit mit Redaktionen und Werbeagenturen zu suchen, zu beobachten, wie Frauen dargestellt werden und wie sie selbst mit Medien arbeiten. Die Medienlandschaft in Südtirol mag insgesamt besonders sein und besonders ist sie auch für Frauen.

NB: Zu den Themengruppen werden auch “externe” Frauen eingeladen, ihre Expertise einzubringen. Interessierte vor!

 

Proporz erreicht?
Geehrte Frau Mair
2 COMMENTS
  • Michael Bockhorni / 26. Juli 2014

    Seit den Amsterdamer Verträgen von 1997/1999 ist Gender Mainstreaming das erklärte Ziel der EU. Gender-Mainstreaming unterscheidet sich von expliziter Frauenpolitik dadurch, dass beide Geschlechter gleichermaßen einbezogen werden sollen. Zehn Jahre später benennt sich der Landesbeirat von Landesbeirat zur Verwirklichung der Chancengleichheit zwischen Mann und Frau auf Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen um. War da Südtirol wirklich auf der Höhe der Zeit? Medial (wie auch bei diesem Artikel) wir er (sic!) dann gerne in Landesbeirat für Chancengleichheit verkürzt. Chancengleichheit ( auch jene für Frauen) lässt sich leichter herbeiführen, wenn alle Betroffenen in den verschiedensten Lebenssituationen zu Beteiligten gemacht werden.

  • Michael Bockhorni / 26. Juli 2014

    Seit den Amsterdamer Verträgen von 1997/1999 ist Gender Mainstreaming das erklärte Ziel der EU. Gender-Mainstreaming unterscheidet sich von expliziter Frauenpolitik dadurch, dass beide Geschlechter gleichermaßen einbezogen werden sollen. Zehn Jahre später benennt sich der Landesbeirat von Landesbeirat zur Verwirklichung der Chancengleichheit zwischen Mann und Frau auf Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen um. War da Südtirol wirklich auf der Höhe der Zeit? Medial (wie auch bei diesem Artikel) wir er (sic!) dann gerne in Landesbeirat für Chancengleichheit verkürzt. Chancengleichheit ( auch jene für Frauen) lässt sich leichter herbeiführen, wenn alle Betroffenen in den verschiedensten Lebenssituationen zu Beteiligten gemacht werden.

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