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Wahlrecht ab 16 Jahren bei Referenden, Bürgerbefragungen und Volksinitiativen in allen Gemeinden von Trentino-Südtirol: Anlässlich des Internationalen Tag der Jugend betonen die Grünen ihre Forderung nach einer echten politischen Beteiligung junger Menschen.

Der Internationale Tag der Jugend, der jedes Jahr am 12. August begangen wird, hat dieses Jahr „Different Contexts, Common Aspirations“ (Unterschiedliche Kontexte, gemeinsame Ziele) zum Thema. So wird unterstrichen, dass junge Menschen auf der ganzen Welt gemeinsame Anliegen teilen: in Würde zu leben, eine nachhaltige Zukunft aufzubauen, Zugang zu Chancen zu haben und nicht zuletzt am öffentlichen Leben teilzunehmen;

„Die Beteiligung junger Menschen darf nicht nur ein Schlagwort sein, das einmal im Jahr gefeiert wird. Wenn wir eine lebendige Demokratie wollen, müssen wir den neuen Generationen konkrete Instrumente geben, mit denen sie Einfluss auf Entscheidungen nehmen können, die ihre Zukunft betreffen“, erklären die Regionalratsabgeordneten Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Lucia Coppola. „Oft heißt es: Die Jugend ist die Zukunft. Tatsächlich ist sie die Gegenwart, und es ist richtig, dass sie von Anfang an in Entscheidungen einbezogen wird“, sagt Zeno Oberkofler.

Für die Grünen muss sich diese Beteiligung auch in konkreten politischen Rechten niederschlagen. Deshalb haben sie im Regionalrat einen Gesetzentwurf eingebracht. Der Vorschlag zielt darauf ab, in der gesamten Region einheitlich das Wahlrecht ab 16 Jahren bei Referenden, Bürgerbefragungen und Volksinitiativen auf Gemeindeebene einzuführen. Der Vorschlag ändert den Kodex der örtlichen Körperschaften, hebt die derzeit den einzelnen Gemeinden überlassene Möglichkeit auf und beendet damit eine rechtliche Fragmentierung, die zu uneinheitlichen Regelungen in der gesamten Region geführt hat.

„Den 16-Jährigen die Teilnahme an Bürgerbefragungen zu ermöglichen ist ein Mehrwert für die Gemeinden. Wer weiß besser als junge Menschen, wie man für junge Menschen attraktiv sein kann? Die jüngeren Generationen werden unmittelbar von den Folgen der Entscheidungen betroffen sein, die wir heute treffen: von der Klimakrise über die Mobilität bis hin zu Wohnen und Schule. Deshalb ist es nur richtig, dass sie bei den Entscheidungen ihrer Gemeinschaft mitreden können“, betont Oberkofler.

Den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, an den Entscheidungen ihrer Gemeinde teilzunehmen, bedeutet, die Verbindung zu den Institutionen zu stärken, die neuen Generationen an die Politik heranzuführen und eine solidere demokratische Kultur aufzubauen.

„Am Tag, der der Jugend gewidmet ist, lautet die glaubwürdigste Antwort, welche die Politik geben kann: Nicht über junge Menschen sprechen, ohne junge Menschen einzubeziehen. Lassen wir sie mitmachen“, schließen die Grünen.

Weitere Informationen: https://www.regionalrat.tnst.it/de/aufgaben-funktionen/seiten/atto-politico/4859

 

Landtagsabgeordnete

Zeno Oberkofler
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Lucia Coppola

Wohnen in Südtirol kostet – und es ist nicht nur der Preis der Wohnungen, der ins Geld geht. Auch Instandhaltung, Heizung und Kühlung belasten das Budget der Familien spürbar. Die Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler fordern daher: Bei Neubauten müssen Stiegenhäuser wieder in geschlossener Bauweise errichtet werden. Das spart Energie und Kosten für die Reinigung.

Das alte Raumordnungsgesetz schrieb genau das vor. Aus gutem Grund: Ein unbeheiztes, offenes Treppenhaus entzieht den angrenzenden Wohnungen Wärme. Die Heizung muss stärker arbeiten, Energiekosten und Treibhausgasemissionen steigen. Kalte Luft, die durch undichte Stellen in die Wohnungen zieht, mindert zusätzlich den Wohnkomfort. Und wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, weiß: Offene Stiegenhäuser sind aufwändiger zu reinigen und zu pflegen. Das verursacht höhere Kosten für die Familien und manchmal sogar Nachbarschaftsstreit.

Im neuen Gesetz für Raum und Landschaft fehlt eine entsprechende Vorschrift. Offene Treppenhäuser zählen nicht zur Kubatur – was für Bauträger wirtschaftlich interessant sein kann, aber auf Kosten der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner geht.

Im zuständigen Gesetzgebungsausschuss wurde der Vorschlag der Grünen zwar abgelehnt. Doch alle waren sich einig, dass es eine Lösung braucht. „Deswegen wollen wir die Landesregierung über einen Beschluss des Landtags damit beauftragen“, so Rohrer. „Die allermeisten Menschen in Südtirol kaufen sich nur einmal eine Wohnung und zahlen jahrzehntelang ihren Kredit ab. Diese Menschen sollten für Betrieb und Instandhaltung der eigenen vier Wände nicht mit unnötigen Kosten belastet werden.“

Weitere Informationen: https://www.landtag-bz.org/de/politische-akte/811038

 

Landtagsabgeordnete

Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler

Der Südtiroler Landtag hat heute im Rahmen der Debatte über den Nachtragshaushalt einen Antrag der Grünen Fraktion angenommen, mit dem die Landesregierung beauftragt wird, den Beitritt Südtirols zum europäischen Kulturnetzwerk ATRIUM einzuleiten. Ziel ist es, das vom Faschismus hinterlassene architektonische Erbe bewusst und gemeinsam zu bewahren und als Instrument für Erinnerung Wissens zu nutzen.

Die Debatte über den Umgang mit den Hinterlassenschaften der faschistischen Ära ist nach dem Teileinsturz des Bozner Gerichtsgebäudes von aktueller Brisanz. Für die Grüne Fraktion zeigen gerade diese Ereignisse, wie wichtig es ist, ideologische Gegensätze zu überwinden und das Thema mit einem historischen und kulturellen Ansatz anzugehen.

„Diese Gebäude erzählen eine schwierige Geschichte. Es reicht nicht, jedes Mal zu polemisieren, wenn eines dieser Bauwerke wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Stattdessen müssen wir erklären, historisch einordnen und Erinnerung ermöglichen. Nur so können diese Orte zu Orten des Wissens und nicht der Verherrlichung werden“, erklärt Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Beschlussantrags.

Das Netzwerk ATRIUM vereint Städte und Regionen Europas, die durch Gebäude und öffentliche Räume verbunden sind, die während der totalitären Regime des 20. Jahrhunderts entstanden sind. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis der historischen und kulturellen Identität zu fördern und die Bedeutung des architektonischen Erbes des 20. Jahrhunderts sowie dessen komplexes, widersprüchliches und mitunter unbequemes Verhältnis zu bestimmten Epochen der europäischen Geschichte anzuerkennen.

Für die Grüne Fraktion ist die Auseinandersetzung mit dem architektonischen Erbe des Faschismus auf wissenschaftlicher und kultureller Grundlage ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des demokratischen Bewusstseins der Gesellschaft.

„Die Spuren der Diktaturen ziehen sich durch ganz Europa. Sie anzuerkennen, zu verstehen und historisch einzuordnen hilft uns, unsere eigene Geschichte und die Geschichte anderer besser zu begreifen, damit sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen“, erklären die Grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler abschließend.

 

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

Die Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler fordern einen vorgezogenen Ausbau der Bahnlinie zwischen Sigmundskron und Siebeneich, dem Flaschenhals auf der Strecke zwischen Bozen und Meran. Damit könnte der Fahrplan endlich eingehalten werden – und zwar zeitnah und nicht erst 2035.

Die 1881 eröffnete Bahnlinie zwischen Bozen und Meran zählt heute zu jenen mit den meisten Verspätungen im Land. 2025 kamen bei Trenitalia 13,11 Prozent und bei der SAD 14,60 Prozent aller Fahrten mehr als fünf Minuten zu spät (weniger als fünf Minuten Verspätung gelten offiziell als pünktlich). Der wesentliche Grund dafür ist der eingleisige Abschnitt zwischen Sigmundskron und Gargazon. Dort kreuzen sich die Züge im Halbstundentakt, und schon eine Verspätung von zwei bis drei Minuten lässt sich nicht mehr aufholen. Das wirkt sich auf alle späteren Züge und damit den gesamten Fahrplan aus.

Diese strukturellen Probleme werden sich künftig auch auf die Vinschgerbahn auswirken: Sobald die Elektrifizierung abgeschlossen ist, fahren die Züge durch und der Umstieg in Meran entfällt. „Die Zuverlässigkeit und Attraktivität des Zugs im Vinschgau hängen damit direkt von der Infrastruktur zwischen Meran und Bozen ab“, so die Grünen. Auch der Virgltunnel, der nach 2028 in Betrieb geht und eine von der überlasteten Brennerlinie unabhängige Einfahrt in den Bahnhof Bozen ermöglicht, wird daran wenig ändern.

Kein Jahrzehnt mehr warten

Der zweigleisige Ausbau und die Begradigung der Bahnlinie zwischen Bozen und Meran sind erst für 2035 vorgesehen. „Ein eigenes, schneller umsetzbares Baulos für den Abschnitt Sigmundskron – Siebeneich kann daher einen Teil der Probleme lösen und den Halbstundentakt stabilisieren“, so Rohrer. „Verspätungen würden sich nicht mehr aufsummieren und die gesamte Linie pünktlicher.“

Die Landesregierung hält den Vorschlag zumindest für prüfenswert: Auf eine Landtagsanfrage der Grünen antwortete Landesrat Alfreider, dies werde „auf Basis des Machbarkeitsprojektes (PFTE) bewertbar sein“.

Rohrer fordert nun mit einem Antrag im Landtag, die Machbarkeit rasch zu prüfen und den Flaschenhals mit einem vorgezogenen Baulos zu beheben: „Jetzt braucht es konkrete Schritte und die nötigen Mittel im Haushalt, damit Meran und der Vinschgau nicht für ein weiteres Jahrzehnt nur durch einen Bummelzug angebunden sind. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs braucht mehr Tempo.“

 

Landtagsabgeordnete

Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler

Die wieder neu aufgeflammten Diskussionen rund um den Einsturz von Teilen des Gerichtsgebäudes in Bozen bestätigen, dass bisher keine Einigkeit darüber herrscht, wie in Südtirol mit Gebäuden und öffentlichen Räumen aus der Zeit des Faschismus umgegangen werden soll.

„Diese Gebäude erzählen eine Geschichte, es ist zweifelsfrei eine schwierige Geschichte,“ sagt die Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa. Sie hat gemeinsam mit ihren Kollegen der Grünen Fraktion, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler, einen Antrag eingebracht, der einen Ausweg aus der oft sehr polemisch geführten Diskussion rund um die Denkmäler bietet.

„Jenseits von völlig überzogenen, ja verächtlichen und menschenfeindlichen Äußerungen, wie wir sie kürzlich beim tragischen Einsturz des Gerichtsgebäudes haben vernehmen müssen, geht es darum, einen sachlichen und zukunftsorientierten Ansatz zu den steinernen Zeugen der faschistischen Diktatur zu finden,“ so Foppa.

Dazu gehört die Klärung – und die Einordnung in einen größeren Kontext.

In Südtirol sind, wie in anderen Ländern, bis heute zahlreiche Zeugnisse der Diktaturen des 20. Jahrhunderts erhalten geblieben, die insbesondere Städte wie Bozen tiefgreifend verändert haben.

„Die Spuren des Faschismus sind Teil unserer leidvollen Geschichte. Sie dürfen weder ignoriert noch einfach beseitigt werden. Vielmehr müssen sie erklärt und historisch eingeordnet werden, damit sie zu Orten des Wissens und der kritischen Auseinandersetzung werden, und nicht der Verherrlichung“, erklärt Brigitte Foppa.

Vor diesem Hintergrund bringt die Grüne Landtagsfraktion einen Antrag im Südtiroler Landtag ein, die den Beitritt Südtirols zur europäischen Kulturroute ATRIUM vorsieht. Die Route widmet sich Orten und Bauwerken aus der Zeit der totalitären Regime des 20. Jahrhunderts.

„Das europäische ATRIUM-Netzwerk bietet die Möglichkeit, die Südtiroler Erfahrung mit jener anderer europäischer Städte zu vergleichen, die das bauliche Erbe der Diktaturen des 20. Jahrhunderts bewahren und erschließen. Dem beizutreten bedeutet, in Erinnerungskultur und historisches Bewusstsein zu investieren und damit zu einem Europa beizutragen, das auf Demokratie und Menschenrechten gründet“, erklären die Grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler, und schließen mit einem Ausblick: „Wir werden auch feststellen: Wir sind nicht allein. Die Spur der Diktaturen zieht sich durch ganz Europa, und das wird uns helfen, die anderen besser zu verstehen – ebenso wie uns selbst.“

 

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

Der Generalanwalt am Gerichtshof der Europäischen Union hat heute seine Schlussanträge zur Klage Italiens gegen die Tiroler Fahrverbote vorgelegt. Demnach verstoßen das Nachtfahrverbot, das sektorale Fahrverbot und das Winterfahrverbot in ihrer heutigen Form gegen das Unionsrecht. Das Dosierungssystem an den Autobahnauffahrten hingegen ist zulässig.

Auf den ersten Blick ein Rückschlag. Doch wer genau liest, erkennt die eigentliche Botschaft: Es ist nicht die Beschränkung des Transitverkehrs an sich, die der Generalanwalt beanstandet – sondern die konkrete Ausgestaltung.

„Der Generalanwalt sagt nicht, dass man den Transit nicht begrenzen darf. Er sagt, dass man es anders machen muss“, so Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa, Zeno Oberkofler und Lucia Coppola. Kritisiert wird vor allem, dass Transitverkehr und lokaler Verkehr ungleich behandelt werden – und dass Österreich nicht überprüft hat, ob die Maßnahmen nach Erreichen der Luftqualitätsziele noch verhältnismäßig sind.

Ein entscheidender Punkt: Das Dosierungssystem, das die Zahl der auffahrenden LKWs steuert, hält der Generalanwalt für zulässig. „Das ist der Beweis, dass wirksame Instrumente zum Schutz der Menschen möglich sind, sofern sie rechtssicher gestaltet werden. Nicht jede Beschränkung verstößt automatisch gegen EU-Recht“, so Rohrer. „Diesen Handlungsspielraum müssen wir sofort und konsequent nutzen.“

 

Ohne Gegenmaßnahmen droht LKW-Lawine

Für die Menschen entlang der Brennerachse steht viel auf dem Spiel. Die Tiroler Fahrverbote sorgen auch in Südtirol dafür, dass gerade nachts weniger LKWs unterwegs sind. Inzwischen rollen 2,5 Millionen LKWs pro Jahr durch die engen Alpentäler – und es werden jedes Jahr mehr. Deshalb braucht es einen echten Schulterschluss zwischen Südtirol, Tirol und dem Trentino.

Die Grünen aus Südtirol und dem Trentino unterstützen ihre Tiroler Kolleginnen und Kollegen in der Forderung, die Schutzmaßnahmen nun so bald wie möglich nachzubessern, damit sie Bestand haben können. Darüber hinaus brauche es schärfere LKW-Kontrollen, zusätzliche Kontrollstellen und eine automatische Geschwindigkeitsüberwachung zwischen Kufstein und dem Brenner. Auf Südtiroler Seite kommt der LKW-Kontrollstelle in Sterzing eine Schlüsselrolle zu: Sie muss endlich in Betrieb gehen – ausgestattet mit ausreichend Personal und Ressourcen.

„Wir brauchen eine Obergrenze für den LKW-Transit, damit wir wieder auf ein akzeptables Niveau und ins Gleichgewicht kommen. Und wir brauchen eine klare Förderung des Gütertransports auf der Schiene – heute, nicht erst in zehn Jahren“, so Rohrer. „Sonst hat Europa den milliardenschweren Bau des Brennerbasistunnels umsonst forciert.“

Der Schlussantrag ist für den Gerichtshof nicht bindend. Das Urteil wird für den Herbst erwartet. Bis dahin und darüber hinaus werden die Grünen sich weiter für eine Verkehrspolitik einsetzen, die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen vor Ort nicht dem Transit opfert.

Bozen, 16.07.2026

Regionalratsabgeordnete

Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler
Lucia Coppola

Film und Musik sind Teil der kulturellen Identität Südtirols und zugleich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Damit sich die Kreativbranche weiterentwickeln kann, braucht sie jedoch die richtigen Rahmenbedingungen: Denn Kosten steigen, während es für viele Kulturschaffende immer schwieriger wird, ihrer Arbeit nachzugehen und neue Zielgruppen zu erreichen.

„Die Südtiroler Musikszene ist lebendig, innovativ und weit über die Landesgrenzen hinaus erfolgreich. Wir müssen unseren Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit geben, ihre Musik nach Europa und in die Welt zu tragen und damit gleichzeitig Südtirol als kreativen Kulturstandort stärken“, erklärt Zeno Oberkofler.

„Film bedeutet Kultur, Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung. Wenn Südtirol auch künftig ein attraktiver Filmstandort bleiben soll, müssen wir die Filmförderung an die deutlich gestiegenen Kosten der vergangenen Jahre anpassen“, betont Brigitte Foppa.

Denn Kulturförderung bedeutet, Chancen zu ermöglichen, qualifizierte Arbeitsplätze zu sichern und einen Mehrwert für die gesamte Gesellschaft zu schaffen. „Wer in die Menschen investiert, die Kunst und Kultur gestalten, investiert in gesellschaftliche Innovation.“, erklären die Grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Zeno Oberkofler und Madeleine Rohrer.

Vor diesem Hintergrund bringt die Grüne Landtagsfraktion zwei Tagesordnungen zum Landeshaushalt ein: Der erste sieht eine Anpassung des Fördertopfs der Südtiroler Filmförderung vor, der zweite die Weiterentwicklung des IDM Music Fund durch die Einführung einer Tournee- und Exportförderung für Südtiroler Musikerinnen und Musiker.

 

Hier die Tagesordnungen:

 

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler
Madeleine Rohrer

Die Grünen üben scharfe Kritik am neuen Wahlgesetz und der damit geplanten Neuaufteilung der Südtiroler Senatswahlkreise.

„Als Überetscherin fühle ich mich als Spielball in einem politischen Machtspiel. Als einfache Wählerin aus dem Überetsch bin ich schlicht ungläubig, wie mit uns hier umgegangen wird“, sagt Kathrin Werth, Co-Sprecherin der Grünen. „Dieses neue Wahlgesetz ist aber nicht nur für das Überetsch, das Unterland und Bozen ein Schlag ins Gesicht, sondern für ganz Südtirol und für die Demokratie in ganz Italien.“

Es ist nicht verwunderlich, dass Menschen der Politik nicht mehr vertrauen und immer weniger Sinn darin sehen, überhaupt noch wählen zu gehen, wenn ganz offensichtlich das Wahlgesetz, immerhin eine der wichtigsten demokratischen Spielregeln, auf die Bedürfnisse jener zugeschnitten wird, die gerade an der Regierung sind. Das ist keine Politik für die Menschen. Und das ist ein großer Schaden für die Demokratie, unabhängig davon, wer am Ende davon profitiert.

„Urzì schneidert sich einen Wahlkreis nach Maß, um sich einen Sessel zu sichern. Die SVP schaut zu beziehungsweise versucht, für sich selbst etwas herauszuholen – und scheitert kläglich dabei. Parteiobmann Steger und Abgeordnete Gebhard nehmen an der Abstimmung nicht mal teil. All das ist eine Schande“, sagt Co-Sprecher Zeno Oberkofler. „Erschreckend ist zudem, wie die italienisch-nationalen Parteien in Südtirol konsequent daran arbeiten, alte Gräben zwischen den Sprachgruppen wieder aufzureißen und wo nötig auch künstlich zu schaffen. Das wirft uns um Jahrzehnte zurück.“, ergänzt Werth.

Unverständlich ist dabei die Haltung der SVP, die dieses Vorgehen durch Nichtteilnahme an der Abstimmung stillschweigend akzeptiert hat. Zu behaupten, die Billigung eines derart unwürdigen Schachzugs der rechten Regierung ließe sich durch einen Notenwechsel mit Österreich ausgleichen, kann nur als billige Farce bezeichnet werden. Es ist schwer vorstellbar, dass die Südtirolerinnen und Südtiroler das noch glauben. Einmal mehr zeigt sich, wie fahrlässig es von der SVP war, sich auf dieses Bündnis einzulassen, denn den Fratelli d’Italia ist der Minderheitenschutz im Kern völlig egal, und Demokratie ist für sie nur ein Mittel zum Machterhalt.

Sollte das Wahlgesetz mit dem Änderungsantrag Urzìs auch den Senat passieren, fordern die Grünen daher, dass die Landesregierung das Gesetz anficht: Eine derart unilaterale Änderung ist mit dem Minderheitenschutz und der Verfassung nicht vereinbar.

Zeno Oberkofler und Kathrin Werth
Co-Sprecher*innen Verdi Grüne Vërc

„Der Urzì-Änderungsantrag zur Neugestaltung der Wahlkreise in Südtirol hat ein nur allzu offensichtliches Ziel: dem Wahlkreis Bozen genau jene Gemeinden zu entziehen, in denen das Mitte-Links-Lager bei den letzten Parlamentswahlen mehr Stimmen als das Mitte-Rechts-Lager erhalten hat.“
Dies erklärt die Senatorin der Grünen Verdi Vërc, Aurora Floridia, in einer Stellungnahme.
„Im Jahr 2022 gewann das Mitte-Links-Bündnis im Wahlkreis Bozen-Unterland die Wahlen, während das Mitte-Rechts-Bündnis nur den dritten Platz belegte. Würden die sechs im Urzì-Änderungsantrag genannten Gemeinden aus dem Wahlkreis herausgenommen, wäre das Mitte-Rechts-Bündnis stattdessen die stärkste Kraft geworden. Es ist also kein Zufall, dass sie gerade diese Gemeinden ausgewählt haben, in denen sie ihre schlechtesten Ergebnisse erzielten und in einigen Fällen sogar auf den vierten Platz abrutschten.
Die Zahlen enthüllen somit den wahren Charakter des Vorschlags: Es geht nicht darum, eine stärkere Vertretung der italienischen Bevölkerung zu gewährleisten, sondern einen für die Rechte günstigeren Wahlkreis zu konstruieren.
Zudem ist es inakzeptabel, dass bei einem Thema von solcher kultureller Bedeutung nicht nach umfassender und gemeinsamer Diskussion gehandelt wird, sondern mit einem in letzter Minute eingefügten Änderungsantrag.
Dieser Blitzangriff ist nur die Spitze des Eisbergs eines Wahlgesetzes, das wie ein Maßanzug auf die Interessen der Mehrheit zugeschnitten ist: von der Farce der Präferenzstimmen in Verbindung mit feststehenden Spitzenkandidaten über den Mehrheitsbonus, der es dem Wahlsieger ermöglichen soll, den künftigen Präsidenten / die zukünftige Präsidentin der Republik selbst auszuwählen, bis hin zur inakzeptablen Abschaffung des geschlechtsspezifischen Gleichgewichtes bei der Zusammensetzung der Listen. Dieses Wahlgesetz ist eine regelrechte Schande für die Demokratie und muss gestoppt werden.“

Die immer häufigeren Hitzewellen sind längst Alltag: in den Schulen, wo Maturaprüfungen zunehmend bei sommerlicher Hitze stattfinden, aber auch in den Seniorenwohnheimen, wo ältere Menschen unter den hohen Temperaturen leiden und die Arbeitsbedingungen schwieriger werden. Besonders betroffen sind die verletzlichsten Menschen unserer Gesellschaft: die Hitze gefährdet ihre Gesundheit und kann lebensbedrohlich werden.

„Diese Hitze ist längst keine Ausnahme mehr, sondern ein prägendes Merkmal unserer Sommer. Neben konsequentem Klimaschutz müssen wir uns auch an die steigenden Temperaturen anpassen. Deshalb brauchen wir öffentliche Räume, die den Menschen während der heißesten Tage Schutz bieten, angefangen bei Schulen, Kindergärten und Kitas“, so Erstunterzeichner Zeno Oberkofler.

„Klimaanpassung ist eine konkrete politische Aufgabe. Kühle öffentliche Räume ermöglichen es allen Menschen, sich während der heißesten Stunden des Tages zu schützen. Auch jenen, die zu Hause keine Klimaanlage haben. Davon profitieren besonders Ältere, Kinder und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen“, erklären die Landtagsabgeordneten der Grünen Fraktion Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer.

Vor diesem Hintergrund bringt die Grüne Landtagsfraktion einen Beschlussantrag zum Nachtragshaushalt ein. Ziel sind Hitzeschutzmaßnahmen in den Bildungseinrichtungen und die Schaffung frei zugänglicher „Cool Zones“, um die Auswirkungen hoher Temperaturen zu verringern.

 

Landtagsabgeordnete

Zeno Oberkofler
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer