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ANFRAGE ZUR SCHRIFTLICHEN BEANTWORTUNG.

Mit Beschluss der Landesregierung Nr. 667 vom 02.08.2021 mit dem Titel „Definition der Skigebiete und der darin gelegenen Gemeinden für die Anwendung von Artikel 2 ‚Unterstützungsmaßnahmen für die in den Skigebieten gelegenen Gemeinden‘ des Gesetzesdekrets vom 2. März 2021, Nr.41″ erstellte die Landesregierung ein Register der Gemeinden, in deren Gebiete Skigebiete fallen und die in der Folge in den Genuss von staatlichen Fördergeldern kommen. Es stellt sich die Frage, wie die Aufteilung der Gelder an diese Gemeinden/Skigebiete erfolgt.

Daher richten wir folgende Fragen an die Landesregierung:

  1. Welches sind die Kriterien, nach denen das Land die oben zitierten Fördergelder an die Skigebiete verteilt?
  2. Wir bitten um eine genaue Auflistung, welche Gemeinde und welches Skigebiet wie viel der Fördergelder des in den Prämissen zitierten Gesetzesdekretes erhält.

Bozen, 11.08.2021

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba
Hanspeter Staffler

ANFRAGE ZUR AKTUELLEN FRAGESTUNDE.

In der Woche vom 2.-8. August 2021 war die Bahnstrecke Brenner – Franzensfeste wegen Bauarbeiten an einer Eisenbahnbrücke zwischen Freienfeld und Sterzing gesperrt. Es verkehrte ein Schienenersatzdienst in Form eines Busses. Die letzte Fahrt dieses Ersatzdienstes wurde von uns zufällig selbst miterlebt. Am Abend des 8.8.2021 fuhr der REX von Innsbruck fahrplangerecht um 21.05 Uhr ab, Ziel: Trento. In Brenner wurden die Fahrgäste zum Aussteigen aufgefordert. Der Ersatzbus fuhr in halsbrecherischer Geschwindigkeit bei strömendem Regen durch die Nacht bis Franzensfeste, wo er um ca. 22.45 Uhr ankam. Die Fahrgäste begaben sich zum Zug nach Trento. Dieser war aber, nach Auskunft des freundlichen Schaffners, bereits um 22.38 abgefahren. Perplex setzte man sich in den bereitstehenden SAD-Zug (Abfahrt: 23.00 Uhr), der allerdings nur mehr bis Bozen fuhr. Auf Nachfrage eines Fahrgastes hieß es, der nächste Zug nach TN fahre um 5 Uhr morgens ab. Das ist insgesamt eine ziemlich verwunderliche Sache.

In dieser Angelegenheit richten wir folgende Frage an die Südtiroler Landesregierung:

1. Wie war der Schienenersatzdienst auf der genannten Strecke geregelt? Ist es üblich, dass der Anschlusszug abfährt, ohne auf den Zubringerbus zu warten?
2. Gab es neben der genannten Situation noch weitere analoge Fälle?
3. Wie erklärt man sich dieses Vorgehen? Wird dieser Vorfall Folgen haben?

BZ, 11.08.2021

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba
Hanspeter Staffler

PRESSEMITTEILUNG

Wollen große Konzerne einer erdrückenden Wahrheit – und deren oft naheliegender Lösung – nicht ins Auge schauen, so lassen sie Studien über Studien produzieren, die einen bereits sehr gut erforschten Sachverhalt mikroskopisch genau analysieren sollen, mit dem Ziel, sich vor der Verantwortung zu drücken.

Diese Praxis funktioniert jedoch auch im kleinen, und sogar im noch kleineren Südtirol. Denn wer im Sommer auf den Dolomitenpässen unterwegs ist, der weiß, dass die Verkehrswucht dort ein Ausmaß angenommen hat, das mit einem „Unesco Weltnaturerbe“ nur schwer in Einklang zu bringen ist. Studien haben dies bestätigt, Anrainer:innen klagen immer lauter ob der noch lauteren Motorräder (aber nicht nur) und die übervollen Parkplätze in den Hotspots setzen ein Statement für sich. Kurzum: Was wir brauchen, sind Lösungen und ein schnelles Handeln. Doch was unternimmt die Landesregierung und unser Landesrat Alfreider? Sie lassen neue Studien publizieren und die Lage „monitorieren“. Mit anderen Worten: Sie unternehmen nichts.

Dabei wären bereits erprobte Lösungen in Reichweite. Eine Verkehrsberuhigung der meist befahrenen Passstraßen ist möglich und steigert die Attraktivität unserer Berge, die wegen der Ruhe und der Schönheit der Natur besucht werden.

Die Grüne Fraktion hat in der Vergangenheit versucht, in Zusammenarbeit mit der Landesregierung eine Lösung zu finden. Leider ohne Erfolg. Wir möchten aber nicht aufgeben, denn das Thema ist zu wichtig. Aus diesem Grund werden wir anlässlich des Dreierlandtags im Herbst mit einem Beschlussantrag versuchen, den Lärm auf den Passstraßen zu verringern. Besonders Motorräder sind lärmtechnisch ein Problem, dass es anzugehen geht. Wir nehmen die Herausforderung an und wollen gemeinsam mit Tirol und Trentino hier Lösungen anbieten. Bleibt die Frage, ob die Landesregierung – Prädikat „nachhaltiger wird’s nicht“ – sich dieser Verantwortung langsam bewusst wird, oder ob sie sich doch lieber für eine neue Studie entscheidet.

Bolzano, 4.8.2021

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba
Hanspeter Staffler

Prima (il) Klima!