HomeLandtagsarbeitStrukturreform für die Stiftung Stadttheater Bozen sollte eingeleitet werden!

Strukturreform für die Stiftung Stadttheater Bozen sollte eingeleitet werden!

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Die Stiftung Stadttheater ist mit dem unfreiwilligen Ausscheiden von Direktor Manfred Schweigkofler in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit gerückt. Die nicht mehr vollzogene Vertragsverlängerung des Direktors bzw. dessen faktische Entlassung werfen die Frage auf, ob und inwieweit die Stiftung in der bisherigen Form und Organisation heute noch zeitgemäß ist und ob eine schlankere, rationeller geführte Struktur ihrem Zweck nicht besser entsprechen würde.

Die Stiftung hat neben der Aufgabe der Führung des Konzerthauses auch die Verwaltung des Stadttheaters Bozen, das von den Vereinigten Bühnen Bozen (VBB) und dem Teatro Stabile di Bolzano (TSB) gleichermaßen bespielt wird Zudem wird die Stiftung auch selbst kulturell tätig und hat unter Direktor Schweigkofler durch Ausrichtung des Tanzfestivals und einzelner Operninszenierungen Akzente gesetzt. Dies auch dank eines Jahresbudgets von ca. 1,4 Mio. €, dessen Mittel aus den Zuweisungen der Stiftungspartner, des Landes Südtirol, der Gemeinde Bozen und weiterer Sponsoren gespeist werden. Die Stiftung verfügt über eigene Verwaltung und einen technischen Stab, der z. T. parallel zu den Strukturen der Ensembles von VBB und TSB operiert. Die Sonderstellung der Stiftung sowie die Überdimension des personell und proporzmäßig mit 14 Mitgliedern allzu aufgeblähten Stiftungsrats haben gewiss auch dazu beigetragen, dass sich der Direktor zu große Budget- und Gestaltungsfreiheiten herausnehmen konnte, die seine unstrittigen Talente und Verdienste überschatteten und zu seinem Abgang beitrugen.

Umso wichtiger wäre es zum aktuellen Zeitpunkt, an die Reform der Stiftung Stadttheater Bozen heranzugehen, um ihr aus dieser Situation der Krise heraus eine funktionellere, transparente Struktur und personelle Verschlankung zu verpassen, aber auch für bessere Abstimmung zu sorgen Dadurch ließen sich das erhebliche Budget ohne Qualitätsverlust senken, die Kompetenzen neu gliedern und der künftigen Führungsspitze eine klareren Leitungsauftrag geben.

Daher beauftragt der Südtiroler Landtag die Landesregierung:

Die Vertretung im Stiftungsrat dazu zu veranlassen, mit den Vertretern der Stadt Bozen und unter Einbeziehung von Experten eine Reform der Stiftung Stadttheater zu entwickeln, die folgende Schwerpunkte aufweist:

  • Neue Abstimmung von Verwaltung und Technischen Diensten mit VBB/ TSB mit dem Ziel systematischer Rationalisierung, besserer Kooperation und Qualitätsoptimierung von Spielbetrieb und öffentlichem Auftrag.
  • Klare Mission und vertragliche Aufgabenstellung für den künftigen Leiter bzw. die künftige Leiterin der Stiftung Stadttheater.
  • Langfristige Zielsetzung für das Haus in seiner Mittlerfunktion zwischen Sprachgruppen und Kulturen, als zentrale Aufführungsstätte der Stadt Bozen und in seiner Funktion für die kulturellen Beziehungen zwischen Hauptstadt und Land.

Hans Heiss
Riccardo Dello Sbarba

Bozen, 18. Februar 2013

 

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