HomeDeutschGute Arbeitsbedingungen und mehr soziale Gerechtigkeit: die zentralen Themen unserer Kandidatinnen Roberta Rigamonti und Marlene Messner

Gute Arbeitsbedingungen und mehr soziale Gerechtigkeit: die zentralen Themen unserer Kandidatinnen Roberta Rigamonti und Marlene Messner

Die Kandidatinnen der Grünen und Sinistra Italiana für die Parlamentswahlen 2022, Roberta Rigamonti (Verhältniswahlkreis) und Marlene Messner (Senatswahlkreis Meran-Vinschgau), sprachen bei der heutigen Pressekonferenz über Arbeit und Soziales. Sowohl Rigamonti als auch Messner haben sich stets für mehr soziale Gerechtigkeit und eine Arbeitswelt eingesetzt, die niemanden zurücklässt.

Heute haben sie ihre Positionen zu diesen Themen dargelegt und erklären, wofür sie sich im Falle ihrer Wahl am 25. September einsetzen werden.

Für Roberta Rigamonti (49 Jahre, Vizepräsidentin des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit) ist klar, wo die zentralen sozialen Schieflagen unserer heutigen Zeit angesiedelt sind:

„In Italien leben 4,6 Millionen Menschen in absoluter Armut. Davon 1,4 Millionen Minderjährige; jede zweite Frau ist nicht erwerbstätig, 3 Millionen junge Menschen studieren oder arbeiten nicht, die Bevölkerung altert immer schneller, und die Geburtenrate gehört zu den niedrigsten der Welt. Wir investieren nur 0,7 % des BIP in Soziale, planen aber eine Erhöhung der Militärausgaben auf 2 % des BIP. Es ist an der Zeit, etwas zu ändern und klare und mutige politische Entscheidungen für Prävention und Planung zu treffen. Schluss mit dem ständigen Gerede vom Notstand.

Das erste große Problem, das es zu lösen gilt, betrifft die Arbeit. Arbeit, Ungleichheit und Klima sind drei Dinge, die zusammengehören. Zu viele Jahre lang wurde Arbeitspolitik in Italien vernachlässigt. Wir glauben, dass Arbeit stattdessen wieder in den Mittelpunkt aller politischen Entscheidungen rücken muss. Ziel ist es, den Menschen ein angemessenes Einkommen zu garantieren und gleichzeitig Bedingungen zu schaffen, die eine ausgewogene Work-Life-Balance ermöglichen sowie die ungleiche Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern überwinden.

Investitionen sind notwendig, um das Recht auf ein würdiges, selbstbestimmtes Leben für die schwächsten Menschen in unserer Gesellschaft und für alle zu gewährleisten. Der Abbau von architektonischen und sensorischen Barrieren ist nur ein erster Schritt. Die schulischen Unterstützungsdienste sollen ausgebaut werden, und generell müssen Menschen mit Behinderungen das Recht haben, sich eine unabhängige Existenz aufbauen zu können.

Von grundlegender Bedeutung ist auch die rechtliche Anerkennung der Caregiver, ob diese nun Familienmitglieder sind oder nicht. Dies würde einen konkreten wirtschaftlichen und sozialversicherungsrechtlichen Schutz ermöglichen.

Was heute die Probleme anderer sind könnte morgen schon uns selbst betreffen. Die Schaffung einer inklusiven, toleranten Welt ohne physische oder anderweitige Barrieren, in der Bewusstsein und Selbstständigkeit zur Grundbedingung werden, ist deshalb zentral. Denn eine klimabewusste Erde, die auf die Schwächsten Acht gibt, ist ein besserer Ort für alle!“

Marlene Messner (57 Jahre, Direktorin des Museumsverbandes und langjährige Direktorin der Urania Meran) unterstreicht diese Tatsachen.

„Angesichts des Fachkräftemangels in Südtirol und ganz Italien auf der einen und der hohen Jugendarbeitslosigkeit (im restlichen Italien) auf der anderen Seite ist eine massive Bildungsoffensive notwendig. So können wir junge Menschen – mit und ohne Migrationshintergrund – mittels Sprachunterricht und kompakter Fachausbildung zu Pfleger:innen, Handwerker:innen, spezialisieren Arbeiter:innen, u. ähnlichem ausbilden.

Es ist dringend notwendig, dass wir den in unser Land geflüchteten Menschen eine Alternative zu Illegalität und Ausbeutung durch Schwarzarbeit bieten. Das ist nicht nur eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern eine Frage der Menschenrechte und der Würde.

Prekäre Arbeit abschaffen: In Italien sind 8 von 10 neuen Arbeitsverträgen befristet. Studierende müssen schlecht oder gar nicht bezahlte Praktika annehmen. Gut gebildete junge Menschen verlassen das Land oder kehren nach ihrem Studium nicht zurück. Dies ist ein enormer Schaden für die Wirtschaft, die Innovation und die Sicherung der Renten. Wir fordern deshalb einen Mindestlohn von 10 € und leistbares Leben und Wohnen.

Wir von Alleanza Verdi Sinistra setzen uns dafür ein, dass niemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt bzw. dass Chancengleichheit auf allen Ebenen angestrebt wird. Es ist in der Folge enorm wichtig, die Frauenbeschäftigungsquote in Italien zu steigern.
42 % der Frauen zwischen 30 und 69 sind nicht erwerbstätig. Es sind vor allem Frauen aus prekären finanziellen Verhältnissen, die nach der Geburt ihres Kindes kündigen. Die Folgen sind verheerend: keine Pensionsvorsorge, Armut, Fremdbestimmung und auch weniger qualifizierte Arbeitskräfte für unsere Wirtschaft.

Wir fordern deshalb den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen, ein Gleichstellungsministerium, gleichen Lohn für gleiche Arbeit und Elternurlaub von 4 Monaten für beide Eltern.“

Roberta Rigamonti und Marlene Messner, zwei hochkarätige Kandidatinnen, die bereit sind, mit Einsatz und Enthusiasmus das neue italienische Parlament zu bereichern. Das Rennen ist offen: Am 25. September macht jede Stimme den Unterschied!

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Author: Verena

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