Die Grünen zufrieden mit Zustimmung zu ihrem Beschlussantrag.

Der Südtiroler Landtag hat heute den Beschlussantrag der Grünen Landtagsfraktion angenommen, der sexuelle und emotionale Bildung in Südtirol im Sinne der Prävention von Gewalt, Missbrauch und Diskriminierung vorsieht. Der von der Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa eingebrachte Beschlussantrag kommt zu einem besonders sensiblen Zeitpunkt, da mit dem sogenannten Valditara-Gesetz die Sexualerziehung an den Schulen stark eingeschränkt wird.

Der Beschlussantrag verpflichtet die Landesregierung, dafür zu sorgen, dass sexuelle und emotionale Bildung integraler Bestandteil des Bildungsangebots an Schulen aller Schulstufen und in die entsprechenden Rahmenrichtlinien aufgenommen wird. Zudem muss die Landesregierung dem Landtag innerhalb von sechs Monaten über die Auswirkungen der staatlichen Regelung auf das Südtiroler Schulsystem sowie über die zu ihrer Umsetzung ergriffenen Maßnahmen Bericht erstatten.

„Der Landtag hat heute bestätigt, dass sexuelle und emotionale Bildung kein ideologisches Thema ist, sondern ein Bildungsauftrag und ein grundlegendes Instrument der Prävention. In einer Gesellschaft, in der geschlechtsspezifische Gewalt und Missbrauch leider noch immer zum Alltag gehören, muss die Schule weiterhin ein Ort sein, an dem Kinder und Jugendliche Respekt, Konsens sowie den bewussten Umgang mit dem eigenen Körper und den eigenen Gefühlen lernen“, erklärt Brigitte Foppa.

„Die Autonomie muss auch dazu dienen, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu schützen, wenn auf staatlicher Ebene Rückschritte gemacht werden. Wir wollen, dass alle jungen Menschen in Südtirol Zugang zu einer wissenschaftlich fundierten, altersgerechten sexuellen und emotionalen Bildung erhalten, die von qualifizierten Fachkräften vermittelt wird“, erklären die Grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler.

Für die Grüne Landtagsfraktion ist die heutige Abstimmung ein wichtiges Signal für eine Schule, die Kompetenzen, gegenseitigen Respekt, Selbstbestimmung und Gewaltprävention vermittelt. „In sexuelle und emotionale Bildung zu investieren bedeutet, in die Selbstbestimmung der jungen Generationen zu investieren“, so die Grünen Landtagsabgeordneten abschließend.

Weitere Informationen: Grundlegendes Mittel der Gewaltprävention: Emotionale und sexuelle Bildung

 

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler