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Glyphosatausbringung entlang der Bahnlinie Bozen-Meran

ANFRAGE ZUR SCHRIFTLICHEN BEANTWORTUNG.

Ende Mai, Anfang Juni 2020 wurde auf der Bahnlinie Bozen-Meran Glyphosat ausgebracht. Das Pflanzenvernichtungsmittel wurde nicht nur am eigentlichen Gleiskörper versprüht, sondern auch großzügig links und rechts davon verteilt. Der Streifen reicht teilweise bis auf den Radweg, wo abschnittsweise der bahnnahe Vegetationsstreifen zerstört wurde. In den Bahnhöfen, wo noch im Jahr 2019 die Vegetation gemäht wurde, kam ebenfalls Glyphosat zum Einsatz.
Neben der augenscheinlichen Zerstörung der Vegetation, verursacht Glyphosat eine äußerst unangenehme Geruchsbelästigung für die Zugreisenden am Bahnhof und für die Radfahrerinnen am Radweg.
Zu guter Letzt weisen wir darauf hin, dass laut Artikel 19 des Landesgesetzes Nr. 6/2010 das Ausbringen von Herbiziden auf Böschungen der Bahngleise untersagt ist. Dies Norm wurde eindeutig missachtet.

Daher richten wir folgende Fragen an die Landesregierung:

  1. Wann genau kam es zum Glyphosateinsatz entlang der Bahnlinie Bozen-Meran?
  2. Wer hat die Arbeiten in Auftrag gegeben?
  3. Wer hat die Arbeiten durchgeführt?
  4. Wer hat die Arbeiten kontrolliert oder kollaudiert?
  5. Ist den Verantwortlichen bewusst, dass sie mit der Zerstörung der Vegetationsdecke auf den Böschungen und am Radweg widerrechtlich gehandelt haben?
  6. Warum wurde heuer in den Bahnhöfen Glyphosat ausgebracht, während im Jahr 2019 in einigen Bahnhöfen die Vegetation gemäht wurde?
  7. Wann werden sich die Verantwortlichen endlich die gesetzlichen Bestimmungen befolgen und die Bahnböschungen nicht mit Glyphosat oder ähnlichen Herbiziden besprühen?
  8. Werden alternative Möglichkeiten der Vegetationsbeseitigung am Gleiskörper nach ÖBB-Vorbild überhaupt erprobt?
  9. Falls ja, wann kommen sie zum Einsatz?

Bozen, 09.06.2020

Landtagsabgeordnete
Hanspeter Staffler
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba

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