HomeLandtagsarbeitAnfragenFeuerwerke in Südtirol – was ist der Stand der Dinge?

Feuerwerke in Südtirol – was ist der Stand der Dinge?

ANFRAGE ZUR SCHRIFTLICHEN BEANTWORTUNG.

Nach Angaben des Deutschen Bundesumweltamts verursachen Feuerwerke und Pyrotechnik allein in der Silvesternacht rund 2,5 % des Feinstaubausstoßes eines ganzen Jahres, das entspricht 1/50 des gesamten Quantums. Die Umweltbelastung wird zusätzlich verstärkt durch CO2 Ausstoß, chemische Giftstoffe und Plastikmüll.

Risiken für Personen: Hinzu kommt die erhöhte Verletzungs- und Brandgefahr: Viele Personen kommen bei der Produktion wie auch beim Abfeuern zu Schaden durch Verletzungen, Verbrennungen, Gehör- und Augenschäden. In Extremfällen werden auch Gliedmaßen durch Explosionen und Verbrennungen so schwer geschädigt, dass Amputationen unvermeidlich sind. In Einzelfällen sind sogar Tote zu beklagen.

Belastung für Tiere: Viele Haus- und Wildtiere geraten aufgrund von Explosionen und Lautstärke unter Stress, teilweise in heillose Panik. Tote Kleintiere (Vögel) sind traurige Begleiter, regelmäßig kommen auch Pferde zu Tode.

Daher ist festzuhalten: Feuerwerke dienen zwar für eine Minderheit der Bevölkerung zum Vergnügen und Belustigung, sind aber von großem Schaden für Umwelt, Menschen und Tiere.
Inzwischen ist hinreichend bekannt, dass das Verbot von Feuerwerken keinen Schaden für die Wirtschaft darstellt. Aus diesen Gründen und dank wachsender Einsicht werden inzwischen in mehreren Gemeinden Südtirols Feuerwerke dank steigenden Umwelt- und Problembewusstseins nicht mehr genehmigt.

Daher richten wir folgende Fragen an die Landesregierung:

  1. Wie ist die genaue Gesetzeslage in Südtirol für öffentliche und private Feuerwerke, bzw. für Feuerwerke auf öffentlichem und privatem Grund?
  2. Wer kontrolliert die Einhaltung der Bestimmungen?
  3. Welche Kriterien ermöglichen den Bürgermeister/innen Ausnahmegenehmigungen?
  4. Was hält die Landesregierung von dem Vorschlag, dass sich Südtirol als Vorreiter für andere Regionen und im Sinne der Gesetze für Nachhaltigkeit zum „feuerwerksfreien Land“ entwickeln könnte? Wir bitten um die ausführliche Einschätzung des zuständigen Landesrates.

Bozen, 13.07.2020

Landtagsabgeordnete
Hanspeter Staffler
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba

Durchführungsbestim
Gut gewendet, Herr L
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