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Elternunterricht

PRESSEMITTEILUNG.

Heute wurde im Landtag der Gesetzesartikel der drei Bildungslandesräte zum Elternunterricht behandelt. Als grüne Fraktion haben wir folgende Überlegungen zu diesem Thema:

  • Wir kennen Elterninitiativen und Homeschooling seit Langem und haben bisher immer gesehen, dass die meisten dieser Initiativen sehr gut durchdacht waren und großteils einen exzellenten Unterricht auch außerhalb der Bildungseinrichtungen gewährten. Alle diese Initiativen haben mit der vorliegenden Regelung sicher überhaupt kein Problem. Ein Beratungsgespräch, das Vorlegen eines Programmes und abgesprochene Unterrichtsbesuche sind für einen wohldurchdachten Elternunterricht sicher nicht von Nachteil. Und wohldurchdacht soll Unterricht ja auch sein. Daher stellen die genannten neuen Auflagen eine sinnvolle Klarstellung und Qualitätssicherheit dar, die wir mittragen.
  • In der vorgelegten Regelung sehen wir zwei Problemfelder, wir haben sie in der Debatte aufgeworfen.
    1) die Tatsache, dass sich Eltern ein ganzes Schuljahr verpflichten müssen, den Elternunterricht durchzuführen, sehen wir problematisch. Wenn sich die Umstände der Familie ändern, wenn Eltern merken, dass sich das Kind nicht gut entwickelt, etc., das alles können Gründe sein, ein Kind wieder in den Schulunterricht zurück zu schicken. Dieser Aspekt nahm in der Landtagsdebatte dann auch großen Raum ein – und letztlich wurde der Passus entschärft. Es ist nun so, dass nach einfacher Vorlage einer Begründung auch unter dem Schuljahr der Elternunterricht abgebrochen werden kann. Das ist gut und wichtig.

2) die Tatsache, dass die Eignungsprüfungen am Ende des Schuljahres nur an jener Schule abgelegt werden kann, bei der die Mitteilung über die Inanspruchnahme des Elternunterrichts gemacht wurde. Es gibt in bestimmten Fällen Gründe (z.B. eine bestimmte Unterrichtsform, etwa Montessori), die das Ablegen an einer anderen Schule sinnvoller erscheinen lassen. Wir haben auch hierzu einen Änderungsantrag ausgearbeitet, der allerdings nicht angenommen wurde. Das ist bedauernswert.

Diese Debatte hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich sachlich zu verständigen und die auch aus der Pandemie neu entstehenden Phänomene in einer vernünftigen, nicht polarisierenden und nicht strafenden Haltung politisch zu diskutieren. Dann gibt es auch gangbare Kompromisse. Deshalb haben wir für den Artikel gestimmt.

BZ, 08.10.2021

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba
Hanspeter Staffler

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Author: Heidi

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