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„Unsere Gesellschaft wird erst dann wirklich gerecht sein, wenn sie allen Menschen gleiche Würde und Sicherheit garantieren kann – ohne Ausnahmen“, erklären Brigitte Foppa, Zeno Oberkofler und Madeleine Rohrer.

Gewalt gegen Frauen mit Behinderung

Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2024 haben sich 348 Frauen mit Behinderungen an die Anti-Gewalt-Zentren gewandt; 91,5 % von ihnen wurden von Personen aus ihrem familiären oder sozialen Umfeld misshandelt. 34 % aller Frauen mit Behinderungen haben in ihrem Leben physische oder sexuelle Gewalt erlebt – gegenüber 19 % der Frauen ohne Behinderungen.

„Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen ist eine doppelte Gewalt: geschlechtsspezifisch und ausgrenzend. Sie bleibt meist unsichtbar – viele Fälle werden nicht angezeigt, weil die Betroffenen keine Möglichkeit haben, Anzeige zu erstatten, kein Gehör finden oder keinen Zugang zu wirklich inklusiven Unterstützungsangeboten haben. Es ist dringend notwendig, dass die Politik dieser Realität mit konkreten Maßnahmen begegnet“, erklärt Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Antrags.

Der Antrag sieht verpflichtende Schulungen für Polizei-, Gesundheits-, Schul- und Sozialpersonal vor, außerdem einen inklusiven Schutzplan gegen Gewalt an Frauen mit Behinderungen sowie die Finanzierung einer Studie, um das Ausmaß des Phänomens in Südtirol zu erfassen.

Arbeit und Würde: eine gerechte Entlohnung

Menschen mit Behinderungen, die an Arbeitsintegrationsprogrammen teilnehmen, erhalten derzeit ein maximales Entgelt von 492 Euro im Monat – ein Betrag, der seit 2016 unverändert geblieben ist und nie an die Inflation angepasst wurde. Dieses Entgelt wird nach tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden berechnet und kann bei Abwesenheiten weiter gekürzt werden, sodass der reale Wert der Arbeit noch geringer ausfällt.

„Wer ein Praktikum absolviert, verdient eine angemessene Entlohnung – es gibt keinen Grund, warum Menschen mit Behinderungen von diesem Recht ausgeschlossen sein sollten“, betont Zeno Oberkofler, Erstunterzeichner des entsprechenden Antrags.

Mit diesem Beschlussantrag will die Grüne Fraktion die Entschädigung für Praktika im Rahmen der Arbeitsintegration von Menschen mit Behinderungen an das Niveau jener Praktika angleichen, die in der öffentlichen Verwaltung vorgesehen sind (30 € brutto pro Tag für Oberschüler:innen, 40 € für Studierende). Das würde eine Anhebung der monatlichen Entlohnung von 492 € auf 660 € für Oberschüler:innen bzw. 880 € für Studierende bedeuten.

Der Antrag fordert außerdem, dass Menschen mit Behinderungen auch in höheren Gehaltsstufen der öffentlichen Verwaltung beschäftigt werden können und dass die Einhaltung der Einstellungspflicht in öffentlichen Einrichtungen und Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten besser kontrolliert wird.

„Inklusion bedeutet auch, den Wert von Arbeit anzuerkennen. Eine gerechte Entlohnung zu garantieren heißt, Menschen Würde, Unabhängigkeit und gleiche Chancen zu geben – insbesondere jenen, die viel zu oft zurückgelassen werden“, schließen Foppa, Oberkofler und Rohrer.

Weitere Informationen:

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler
Madeleine Rohrer

Am Dienstag wurde das fünfte Programmabkommen zwischen dem Land Südtirol, dem Verteidigungsministerium und der Agentur für Staatsgüter unterzeichnet. Es sieht die Sanierung militärischer Infrastrukturen in Bozen, Meran und Toblach, sowie die Übertragung nicht mehr genutzter Kasernenflächen in Pfitsch, Meran und Toblach an das Land vor.

Diese Flächen sollen künftig für Wohnbau und Stadtentwicklungsprojekte genutzt werden. Diese neuen Wohnbauprojekte stellen eine große Chance dar, um den Mietmarkt in Südtirol zu entlasten – eine Chance, die nicht verspielt werden darf.

Ein Blick auf die derzeitige Wohnsituation zeigt ein deutliches Ungleichgewicht auf den Wohnungsmarkt. Rund 70 % der Wohnungen sind Eigentum, während der Mietmarkt mit lediglich 10 % Mietwohnungen äußerst klein ist. 10 % der Wohnungen stehen leer, 7 %werden touristisch genutzt. Die Förderung des Eigenheims hat vielen Familien eine Altersabsicherung gebracht, führte jedoch zu einem starren Markt, einem begrenzten Mietangebot und damit zu steigenden Mietkosten. Von den bestehenden Mietwohnungen werden etwa 50 % privat am freien Markt vermietet, 20 % zum Landesmietzins, 3,9 % sind öffentliches Eigentum und rund 26 % gehören dem WOBI.

„Dieses Ungleichgewicht auf dem Wohnungsmarkt kann nur behoben werden, wenn die öffentliche Hand verstärkt in Mietwohnungen mit gedeckeltem Mietzins und in Sozialwohnungen investiert. Die Kasernenareale bieten hierfür eine große Chance. Diese Chance darf man allerdings nicht verspielen, indem man weiterhin auf Eigentumswohnungen und private Bauträger setzt. Vielmehr sollten Gemeinden, das WOBI oder gemeinnützige Bauträger die Projekte umsetzen.“ so die Grünen Abgeordneten Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer.

„Besonders die Gemeinde Bozen sollte bei der Neugestaltung des Areals der Otto-Huber-Kaserne diese Zielsetzung im Blick behalten. Wohnbauflächen sind knapp, deshalb reicht es nicht, einfach zu bauen. Das Wie ist entscheidend. Es braucht strategische Projekte, die langfristig zu einer Entlastung auf dem Mietmarkt beitragen.“ so der Abgeordnete Oberkofler.

Landtagsabgeordnete

Zeno Oberkofler
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer

Vertreter:innen von 8 Parteien haben am 8. Oktober 2025 in einer Pressekonferenz zusammen mit der Initiative für mehr Demokratie die beiden Gesetzentwürfe vorgestellt, die in der aktuellen Sitzung des Landtages zur Behandlung kommen.

Vor nunmehr sieben Jahren wurde das Landesgesetz zur direkten Demokratie im Landtag verabschiedet. Das Gesetz brachte eine Erweiterung der direkten Demokratie und Erleichterung für die Abhaltung von Volksabstimmungen (z.B. Senkung des Quorums auf 25%) mit sich. Zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis sind in den sieben Jahren seit Inkrafttreten des Gesetzes praktisch alle Versuche, eine Volksabstimmung abzuhalten, bereits im Vorfeld ausgebremst worden und zwei Volksbegehren verhindert.

Dies die Vorgeschichte der beiden Gesetzentwürfe, die nun im Landtag behandelt werden.

“Es war das erste Mal, dass wir nicht imstande waren, die notwendigen Unterschriften zusammenzubringen,” erklärt Stephan Lausch von der Initiative für mehr Demokratie. „Daher haben wir uns vor den letzten Wahlen an die antretenden Parteien gewandt und von neun Parteien die Zusicherung erhalten, diese absurde Situation in der neuen Legislatur beenden zu wollen. Diese Parteien haben jetzt die Möglichkeit der Abänderung des geltenden Gesetzes. Gleich nach der Wahl wurden folglich von acht Parteien die zwei Gesetzentwürfe im Landtag eingebracht“.

Für den LGE 6/2023 fungiert Brigitte Foppa (Grüne Fraktion) als Erstunterzeichnerin. Sie erklärt, dass der LGE zwei Themen aufgreift: erstens die Zulässigkeit von Volksabstimmungen, zu der es in der Vergangenheit immer wieder zu Interpretationsschwierigkeiten gekommen war. Der LGE stellt endgültig klar, dass Volksabstimmungen auch zu Gesetzen über die Regierungsform zulässig sind. “Es geht nicht an, dass eine Abstimmung über einen Klimabürgerrat nicht zugelassen wird, weil, so die Begründung der Richterkommission, Abstimmungen über die Regierungsform nicht zugelassen sind,” so Foppa. Dies soll mit dem LGE unmissverständlich geklärt werden. Das zweite Thema betrifft die Richterkommission, die durch Auslosung aus Expertinnen und Experten des öffentlichen Rechts gebildet werden soll: Universitätsprofessorinnen und -professoren, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, sowie ehemalige Verfassungsrichterinnen und Verfassungsrichter – damit soll ausgeschaltet werden, dass dieselben Richter, die sich zuerst gegen die Zulässigkeit einer Abstimmung ausgesprochen haben, danach auch über eventuelle Rekurse entscheiden.

Der LGE 7/2023 wird von Alex Ploner (Team K) erstunterzeichnet. Er erklärt, dass die Zeit der Ausreden vorbei sein muss. „Ich habe schon vor 4 Jahren das Thema der Online-Unterschriften im Landtag als Beschlussantrag eingebracht. Was im restlichen Italien schon möglich ist, darf hierzulande nicht verhindert werden. Damals hieß es bei der Ablehnung durch die SVP, dass man Bedenken mit dem Datenschutz und Cybersicherheit habe. Man versprach, bis Jahresende 2021 die noch offenen Fragen geklärt haben zu wollen. Um Fragen zu klären ist jetzt genug Zeit gewesen. Eine neuerliche Ablehnung solch wichtiger demokratiepolitischer Instrumente, wie eben die Möglichkeit der Online-Unterschrift oder Abgabe von Unterschriften in jeder Gemeinde und nicht nur in der Heimatgemeinde würde mir nur zeigen, dass eine gewisse Angst vor der Mitbestimmung der Bevölkerung vorherrscht.“

Mitgetragen werden die Gesetzentwürfe auch von den Abgeordneten Myriam Atz der Süd-Tiroler Freiheit. „Direkte Demokratie lebt davon, dass Menschen aktiv mitgestalten und mitentscheiden können – und das darf nicht an unnötigen Hürden scheitern. Die Verfahren müssen einfach, zugänglich und dienlich sein. Wenn Beteiligung zu kompliziert oder aufwendig ist, verliert sie ihre Kraft und Glaubwürdigkeit. Deshalb setze ich mich seit Jahren dafür ein, dass etwa die Zahl der notwendigen Unterschriften deutlich gesenkt und auch eine zeitgemäße Online-Unterschriftenabgabe ermöglicht wird – leider wurden genau diese Vorschläge bislang von der Regierungsmehrheit im Landtag immer wieder abgelehnt. Demokratie soll Menschen zur aktiven Beteiligung einladen, nicht vergraulen!”, so Myriam Atz.

Sandro Repetto (PD) erklärt: “Ich habe mich entschieden, diese Gesetzentwürfe zu unterstützen, da ich davon überzeugt bin, dass Beteiligung gefördert und erleichtert werden sollte, gleichzeitig aber in einem ausgewogenen institutionellen Rahmen sein muss, in dem die Verantwortung für politische Entscheidungen klar bei den demokratisch gewählten Organen liegt.”

Andreas Leiter Reber von der Freien Fraktion begründet seine Mitunterzeichnung: „Weltweit gerät die demokratische Mitsprache und freie Meinungsbildung immer stärker unter Druck. Umso wichtiger ist es, die direktdemokratischen Instrumente vor Ort zu stärken und Hürden für Volksabstimmungen abzubauen.“

Auch Jürgen Wirth Anderlan unterstützt das Anliegen: „Das Südtiroler Volk ist unser Arbeitgeber und ihm sind wir verpflichtet. Deshalb sollte und muss es zukünftig zu wichtigen Themen mit Langzeitfolgen verpflichtende Volksabstimmungen geben. JWA ist Teil der Initiative für mehr Demokratie und wir unterstützen aus voller Überzeugung diese Gesetzesinitiative, damit endlich das Mitbestimmungsrecht in Südtirol gut und wirksam anwendbar gemacht wird.“

Alle Anwesenden an der Pressekonferenz erinnern daran, dass es vor der Landtagswahl 2023 ein Versprechen gegeben hatte, die direkte Demokratie im Allgemeinen und die Forderungen dieser Gesetzentwürfe im Spezifischen zu unterstützen. “Wort halten ist das A und O der Politik. Wer vor der Wahl etwas verspricht, ist aufgefordert, das Wort zu halten – auch wenn man in die Mehrheit gewechselt ist. Mit den Stimmen von Galateo, Scarafoni und Ulli Mair (sie hatten es 2023 versprochen) gehen die Gesetzentwürfe durch. Die Stunde der Wahrheit, sie ist gekommen,” so die Anwesenden Brigitte Foppa, Alex Ploner, Stephan Lausch, Myriam Atz, Sandro Repetto, Andreas Leiter Reber, Jürgen Wirth Anderlan, Madeleine Rohrer, Maria Elisabeth Rieder, Franz Ploner.

Weitere Informationen:

Foto (links-rechts, oben-unten): Paul Köllensperger, Jürgen Wirth Anderlan, Franz Ploner, Madeleine Rohrer, Otto von Aufschnaiter, Andreas Leiter Reber, Karl Zerzer, Konrad Hofer, Maria Elisabeth Rieder, Brigitte Foppa, Stephan Lausch, Alex Ploner, Myriam Atz.

„Mit der Verabschiedung der Änderungen des Sonderstatuts für Trentino-Südtirol durch die Abgeordnetenkammer wird ein notwendiger Schritt unternommen, um die fortschreitende Aushöhlung der Autonomie zu stoppen, die in den letzten Jahren die Selbstverwaltung der autonomen Provinzen Trient und Bozen geschwächt hat.“

So heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Senatorin Aurora Floridia und der Senatoren Luigi Spagnolli und Pietro Patton.

„Die Sonderautonomie“, betont Aurora Floridia, „hat ihre Wurzeln in einem verfassungsrechtlichen und internationalen Pakt zum Schutz sprachlicher und kultureller Minderheiten und gilt auch auf internationaler Ebene als Modell für das Zusammenleben und den Umgang mit Unterschieden. Es handelt sich nicht um ein Privileg“, fährt Floridia fort, „sondern um eine Ressource für das gesamte Land. Die Maßnahme fügt sich in einen Kontext ein, der durch eine lange Phase der Spannungen zwischen Staat und Sonderautonomien gekennzeichnet ist, die sich nach der Reform von Titel V und in den Jahren der Finanzkrise verschärft haben, als ein zentralistisches Klima den Wert der Autonomien selbst in Frage gestellt hat. Die verabschiedeten Änderungen zielen darauf ab, das Maß an Autonomie wiederherzustellen und ein korrektes Verhältnis der institutionellen Zusammenarbeit zu bekräftigen.“

Für Senator Spagnolli „stellen die Änderungen des Sonderstatuts keine echte Reform dar, sondern lediglich eine Wartungsmaßnahme. Sie passen die Zuständigkeiten an die nach 1992 erlassenen Gesetze an und klären die Zuständigkeitsgrenzen im Hinblick auf die früheren Beanstandungen des Verfassungsgerichts besser.

Neben den positiven Elementen“, fügt Spagnolli hinzu, „bleiben jedoch erhebliche Kritikpunkte bestehen, insbesondere hinsichtlich der Modalitäten künftiger Änderungen des Statuts, die dem Staat weiterhin einseitige Eingriffsbefugnisse einräumen, ohne dass angemessene paritätische Garantien für die Sonderautonomien vorgesehen sind.“

Senator Patton betont hingegen, dass „die Fortschritte anerkannt werden müssen, aber die Herausforderung bleibt, das Vertrauensverhältnis zwischen Staat und Sonderautonomien zu stärken, denn Autonomie ist ein dynamischer Prozess, der im Interesse der Gemeinden und des gesamten Landes jeden Tag verteidigt und erneuert werden muss“.

Pressemitteilung.

Die Grünen Südtirols äußern ihre tiefe Besorgnis über die jüngsten Entwicklungen rund um die sogenannte „Global Sumud Flotilla“, die auf dem Seeweg versucht, dringend benötigte humanitäre Hilfe in den Gazastreifen zu bringen. Nach übereinstimmenden Berichten internationaler Medien hat die Flotilla, bestehend aus Dutzenden zivilen Schiffen mit hunderten Aktivist:innen aus vielen Ländern, darunter auch vier italienische Parlamentarier:innen und EU-Abgeordnete (Benedetta Scuderi, Annalisa Corrado, Marco Croatto und Arturo Scotto), internationale Gewässer vor Gaza erreicht. Es kam zu Behinderungen durch israelische Marineeinheiten, die Mittwochabend einige Schiffe der Flotilla enterten. Einige der Aktivist:innen, darunter auch Benedetta Scuderi, wurden Berichten zufolge von der israelischen Armee nach Israel gebracht.

Die Mission der Flotilla ist klar: Sie will angesichts der katastrophalen humanitären Lage im Gazastreifen Lebensmittel, Medikamente und andere lebensnotwendige Güter über den Seeweg liefern, da Landrouten durch Blockaden oder Zerstörung kaum passierbar sind. Es handelt sich um eine zivilgesellschaftliche Initiative, die die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf eine unhaltbare Situation lenkt und konkrete Hilfe leistet. Wer dies kriminalisiert, schwächt nicht nur humanitäres Engagement, sondern verletzt elementare Grundsätze des internationalen Rechts.

Israel kann sich nicht auf Hoheitsrechte im Seegebiet vor Gaza berufen, da diese völkerrechtlich nicht anerkannt sind. Auch internationale Blockaderegelung rechtfertigen kein Vorgehen, das Zivilist:innen den Zugang zu überlebenswichtiger Hilfe verwehrt. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes hat wiederholt betont, dass eine Blockade, die einer gesamten Bevölkerung den Zugang zu lebensnotwendigen Gütern entzieht, als kollektive Bestrafung gilt und somit gegen die Vierte Genfer Konvention verstößt. Internationale Rechtsexpert:innen und UN-Sonderberichterstatter:innen haben zuletzt bekräftigt, dass Israel verpflichtet ist, den sicheren Durchlass humanitärer Hilfen zu ermöglichen.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir von Italien und der EU, diplomatisch Druck auszuüben und unmissverständlich klarzustellen, dass eine gewaltsame Intervention gegen die Flotilla nicht hingenommen werden kann.

Die Grünen Südtirols stehen solidarisch an der Seite der Aktivist:innen, die das Schicksal der Menschen in Gaza sichtbar machen. Wir fordern die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich nicht mit Lippenbekenntnissen zu begnügen, sondern aktiv die Rechtsordnung der internationalen Gemeinschaft zu verteidigen und die Unversehrtheit humanitärer Missionen zu gewährleisten. Nur so kann das Vertrauen in die Stärke des Völkerrechts und in den Schutz der Menschenrechte bewahrt werden.

 

Verdi Grüne Vërc
Die Grüne Fraktion im Südtiroler Landtag
Die Grüne Fraktion im Regionalrat
YGS Young Greens Southtyrol

 

 

 

„Wir setzen auf Verkehrssicherheit und nachhaltige Mobilität“

Nachts mit den Öffis durch Südtirol, das läuft derzeit nur samstags, ist aber gerade für junge Menschen eine sichere – manchmal sogar die einzige – Möglichkeit, sich fortzubewegen.

„Die Zahlen sprechen für sich: Der Nightliner wird immer stärker genutzt und geschätzt, mit einem Anstieg der Fahrkartenentwertungen um 39 Prozent in den letzten zwei Jahren. Wir möchten dieses Angebot auch auf Freitagabend ausweiten, um Unfälle zu vermeiden und den Jugendlichen und ihren Familien mehr Sicherheit zu geben“, erklärt Madeleine Rohrer, Erstunterzeichnerin der Motion.

In der nächsten Sitzung des Landtags werden die Grünen über den Vorschlag diskutieren. Geplant sind drei konkrete Maßnahmen:

  • Ausweitung des Nightliner-Dienstes auf Freitagabend/-nacht,
  • Einbeziehung der Nightliner-Tickets in die festen Tarif-Abonnements Fix365, U19, U26 und 65+,
  • sowie eine gezielte Informationskampagne, um die Nutzung des Angebots zu fördern.

Die Initiative basiert auf einer einfachen Beobachtung: Auch Freitagnacht wird vielerorts gefeiert und ausgegangen, die Nachtbusse stehen allerdings still. Alkohol ist nach wie vor weit verbreitet unter jungen Menschen. „Natürlich gibt es viel Aufklärung, und im Vergleich zur Vergangenheit wurden Fortschritte erzielt. Wir sind der Meinung, dass Alkoholmissbrauch gezielt angegangen werden muss. Dennoch kann man nicht ignorieren, dass für viele junge Menschen Alkohol ein üblicher Bestandteil von Treffen mit Freund:innen ist. Wir wollen, dass sowohl sie als auch andere Verkehrsteilnehmer:innen sicher nach Hause kommen“, betont Rohrer. Sie fügt hinzu: „Bemerkenswert ist auch, dass 2023 die meisten Unfälle ausgerechnet freitags passiert sind.“

„Mit diesem Beschlussantrag wollen wir Südtirols Straßen sicherer machen es allen ermöglichen, sich auch freitagnachts ohne Privatauto fortzubewegen“, so die Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler.

Weitere Informationen: Mit dem Nightliner nachts sicher unterwegs

Landtagsabgeordnete

Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler