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Olympia in Antholz

ANFRAGE ZUR SCHRIFTLICHEN BEANTWORTUNG

Den Medien entnehmen wir die Nachricht von der Kandidatur Mailands und Cortinas für die Olympischen Winterspiele 2026. Diese Kandidatur hätte Auswirkungen auch auf Südtirol, etwa wenn für die Austragung der Wettkämpfe im Biathlon die Anlagen in Antholz genutzt werden könnten. Auf salto.bz sagt der OK-Präsident von Antholz, Lorenz Leitgeb, man sei „natürlich für ein Event dieser Größenordnung bereit“ und „die Voraussetzungen in Antholz seien ausgezeichnet“. Auch laut Sportnews.bz „darf Antholz hoffen“. Auf Tageszeitung online erklärt Noch-Sport-Landesrätin Martha Stocker: „Sollte Cortina als Austragungsort ausgewählt werden, wird auch Südtirol seine Strukturen zur Verfügung stellen“. Konkret sind die Eiswelle in Bozen für Eishockey-Spiele und die Biathlon-Arena in Antholz als mögliche Austragungsorte im Gespräch.

Mit der beginnenden Diskussion starten auch Befürchtungen und Vorbehalte in der Bevölkerung. Man sorgt sich um den großen Trubel, um Verkehr und Belastung, um einen Massenbetrieb, der möglicherweise neue Infrastrukturen mit sich bringt.

Daher richten wir folgende Anfrage an die Südtiroler Landesregierung:

  1. Welche Überlegungen zu einer möglichen Rolle Südtirols bei Olympia 2026 wurden in der Landesregierung bisher getroffen?
  2. Wie wird man zu Olympia 2026 im Koalitions- bzw. Regierungsprogramm Stellung beziehen? Welche ist die Haltung des Landeshauptmanns hierzu?
  3. Wird man sich offensiv darum bemühen, dass Antholz als Austragungsort für die Biathlon-Wettkämpfe in Betracht gezogen wird?
  4. Was würde das für Antholz bedeuten? (Verkehr, Luft- und Lärmbelastung…)
  5. Mit wie vielen Personen für welchen Zeitraum müsste gerechnet werden?
  6. Wie würden diese Personen anreisen?
  7. Wo würden sie untergebracht? Reichen die Unterbringungsstrukturen?
  8. Müsste man mit neuen Infrastrukturen jeglicher Art rechnen? Mit welchen?
  9. Entstünden aus diesem Vorhaben Kosten für die Allgemeinheit? Wenn ja, in welcher Größenordnung?
  10. Welchen Gewinn erwartet man sich durch eine Austragung? Wohin bzw. an wen würde dieser Gewinn hauptsächlich fließen?
  11. Ist der zu erwartende Dauer-Werbeeffekt dieser Größenordnung für Bevölkerung und Wirtschaftstreibende erstrebenswert (oder erzeugen wir dadurch das “Hallstattphänomen”, vgl. Pragser Wildsee, Villnöss)?
  12. Welchen permanenten Eingriffen stehen die kurzfristigen Einnahmen gegenüber?
  13. Würden bei einer eventuellen Bewerbung auch Erfahrungswerte voriger Olympia-Austragungsorte zu Rate gezogen? Welche Studien welcher Quellen wurden/werden konsultiert?
  14. Ist die Austragung von Olympiawettbewerben in Antholz mit dem Naturpark Rieserferner-Ahrn überhaupt vereinbar?
  15. Wie ist die Situation in Bezug auf hydrogeologische Gefahrenzonen einzuschätzen?
  16. Wie käme man zur endgültigen Entscheidung bezüglich Olympia? Denkt man an einen Beteiligungsprozess mit der betroffenen Bevölkerung?

Bozen, 05.12.2018

L.-Abg.

Brigitte Foppa

Riccardo Dello Sbarba

Hanspeter Staffler

Hier kann die Antwort der Landesregierung heruntergeladen werden.

5. Dezember 2018: We
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