HomeDemokratieEqual Pay Day – denn Geld ist wichtig 

Equal Pay Day – denn Geld ist wichtig 

PRESSEMITTEILUNG.

Am 21. April 2023 ist Equal Pay Day, denn auch heute noch werden Frauen für die gleiche Arbeit und bei gleicher Qualifikation schlechter bezahlt als Männer. In Südtirol beträgt das geschlechtsspezifische Lohngefälle 16,5 Prozent.

Während sich das Einkommen von Männern und Frauen bis zum Alter von 25 Jahren nicht wesentlich unterscheidet, vergrößert sich der Einkommensunterschied in späteren Jahren deutlich. Da Männer in der Regel ohne Unterbrechung einer Erwerbstätigkeit nachgehen, können sie ihr Einkommen stetig verbessern, während Frauen allmählich zurückfallen. Das Einkommen vieler Frauen sinkt nach der Geburt des ersten Kindes und erholt sich im Laufe des Arbeitsleben nicht mehr. Doch die Geburt von Kindern ist nicht der einzige Grund für das niedrigere Einkommen. Die Gründe für das geschlechtsspezifische Lohngefälle in Südtirol sind die gleichen wie im übrigen Mitteleuropa: Frauen arbeiten in Niedriglohnbranchen, haben schlechtere (oft befristete) Arbeitsverträge und sind seltener in Führungspositionen zu finden.

Der vom Land ins Leben gerufene Equal Pay Day konzentriert sich dieses Jahr auf die finanzielle Bildung.  „Anlässlich des 8. März hatte die Grüne Fraktion einen Antrag im Landtag eingebracht, der genau auf die Verbesserung der finanziellen Bildung mit besonderem Augenmerk auf Frauen und Mädchen abzielte. Verschiedene Studien zeigen, dass sich Frauen weniger mit dem Thema Finanzen auseinandersetzen als Männer. Andererseits ist Frauen schon bei der Berufswahl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtiger als Männern, die sich dagegen auf Karrierechancen und Einkommenshöhe konzentrieren“, erklärt Brigitte Foppa, „leider hat der Landesrat zwar die Wichtigkeit des Themas erkannt, wollte aber keine geschlechtsspezifischen Aspekte berücksichtigen. Wir sind daher sehr froh, dass dieses Thema an diesem wichtigen Tag in den Mittelpunkt gerückt wird”.

„Die finanzielle Bildung muss stärker in den Lehrplänen der Schulen verankert werden. Mädchen, die besser über diese Themen informiert sind und keine Angst haben, über Geld zu sprechen, werden zu selbstbewussten Frauen. Und auch in der Weiterbildung sollten wir auf spezifische Kurse setzen, die sich gezielt an Frauen wenden. Wir dürfen hier den Kopf nicht in den Sand zu stecken”, so Sabine Giunta, Kandidatin der Grünen bei den kommenden Landtagswahlen.

Auch Elide Mussner, die bereits Anfang April ihre Kandidatur für die Grünen bekanntgab, bezieht zu diesem Thema Stellung: „Der Tourismussektor gehört zu den Branchen, in denen es für Frauen schwierig ist, in die oberen Ränge der Gehaltsskala vorzudringen, ganz zu schweigen von Führungspositionen, die meist in männlicher Hand sind. Frauen, die im Tourismus arbeiten, haben oft unsichere Arbeitsverhältnisse mit befristeten Verträgen und eine schwierige Work-Life-Balance. Die Branche hat noch viel Arbeit vor sich, was die Gleichberechtigung bei den Gehältern und Rollen angeht“.

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Author: Heidi

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