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Contact Tracing und Massentests

ANFRAGE ZUR SCHRIFTLICHEN BEANTWORTUNG.

Das Contact-Tracing gilt als eine der wenigen erwiesenermaßen wirksamen Methoden zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus. In Südtirol ist die Nachverfolgung bereits Ende September zusammengebrochen. Sie konnte vom Sanitätsbetrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden. Das war vermutlich ein Schlüsselmoment. Denn seit Monaten hatte die Wissenschaft auf das Anrollen der „Zweiten Welle“ hingewiesen, also war es eindeutig, dass man sich personell und logistisch darauf vorbereiten musste. Die zweite Welle war in Südtirol weit verheerender als angenommen. Es stellen sich dazu mehrere Fragen.

Daher richten wir folgende Fragen an die Südtiroler Landesregierung

  1. Wie war und ist der Dienst, dem die Nachverfolgung anvertraut ist, personell besetzt? Wir bitten um Auflistung des Personalstandes nach Monaten für den Zeitraum März – November 2020.
  2. Wie war und ist das Contact Tracing organisiert? Fand7Findet es zentralisiert statt oder waren/sind auch periphere Dienste damit betraut? Welche Überlegungen standen hinter der logistischen Entscheidung „Zentralisieren“ vs. „Dezentralisieren“ des Contact Tracing?
  3. Wie kam es, dass 1.300 Personen von den Allgemeinärzt*innen positiv getestet wurden, ohne dass sie sofort in Quarantäne gesetzt wurden? Wir bitten um die Aushändigung der Mitteilungen des Sanitätsbetriebes an die Allgemeinärzte, in denen diese die Anweisungen erhalten haben, wie sie die Testergebnisse an den Dienst für Hygiene zu übermitteln hatten.
  4. Wie viele Antigen-Schnelltests, wie viele PCR-Tests wurden in den Monaten September-Oktober-November 2020 durchgeführt? Wie waren die Ergebnisse? Wie viele Menschen kamen in derselben Zeit in Quarantäne? Wir bitten um die Auflistung nach Wochen.
  5. Infektionszahlen zum Personal: Wir bitten um Auflistung der Anzahl von Infizierten im ärztlichen Personal, Pflegepersonal, Personal in den Seniorenwohnheimen und den sozialen Einrichtungen nach Monaten im Zeitraum März – November 2020.
  6. Worauf gründete sich die Entscheidung, nach dem Massenscreening vom 20.-22.11.2020 die engen Kontakte der Positiv Getesteten nicht zu kontaktieren? Oder wurden diese kontaktiert? Wenn ja, wie wurde mit den engen Kontakten vorgegangen?
  7. Wie sieht die genaue Verteilung der Antigen-Positiven nach Alterskategorien beim Massenscreening aus? Wurden diese Ergebnisse veröffentlicht? Falls nein, warum nicht?
  8. Was waren die Gesamtkosten des Massenscreenings vom 20.-22. November 2020? Wir bitten um Auflistung aller Kostenpunkte (Tests, Freiwilliges Sanitätspersonal, Verpflegung, Werbekosten, wissenschaftliche Begleitung, etc.).
  9. Gibt es eine gezielte Teststrategie, um die symptomfreien Infektionen in der Altersgruppe von 15/20 bis 40 Jahren festzustellen, da bekannterweise diese das Virus häufig verbreiten?
  10. Welches Budget steht der Folgeaktion „Südtirol Monitoring“ zur Verfügung? Welche Kostenfaktoren ergeben sich aus der Folgeaktion und mit welchen veranschlagten Kosten?

 

BZ, 08.12.2020

 

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa

Riccardo Dello Sbarba

Hanspeter Staffler

 

 

 

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Author: Heidi

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