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Was passiert mit dem Elisabethinum?

ANFRAGE ZUR SCHRIFTLICHEN BEANTWORTUNG.

Das Wohnheim „Elisabethinum“ in Bozen soll angeblich ab dem Herbst 2020 nicht mehr den Studierenden der Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ als Wohnmöglichkeit zur Verfügung stehen. Den Studierenden wurde mitgeteilt, dass die Universität Bozen – der ursprünglich vorgesehene Nutzer des Gebäudes – Anspruch auf dieses stellt. Auch die Studierenden der Universität Bozen haben ein großes Wohn-Problem, denn Heimplätze sind rar. Deshalb ist es verständlich, dass die UniBz das „Elisabethinum“ für ihre Studierenden nutzen möchte.
Aber es ist auch bedenklich, dass hier zwei Bildungseinrichtungen gegeneinander ausgespielt werden. Dabei ist ein Unterschied, ob Universitätsstudierende von auswärts eine Wohnmöglichkeit in Bozen suchen oder ob dies SchülerInnen bzw. Studierende der einzigen Landesfachschule für Soziales in Südtirol sind. Die Universitätsstudierenden, die sich entscheiden, ihr Studium weiter weg von zu Hause zu absolvieren, tun dies auf freiwilliger Basis. Sie könnten auch andere Universitäten besuchen, haben sich aber für Bozen entschieden. Bei der „Hannah Arendt“ handelt es sich um die einzige Sozialfachschule im Land. Wer in Südtirol im Sozialdienst arbeiten möchte, muss die „Hannah Arendt“ besuchen. Wer hier seine Ausbildung beginnt, hat nur diese eine Wahl und muss folglich nach Bozen. Wohnortnähere Ausbildungsmöglichkeiten für die Personen, die die sozialen Professionen in unserem Land ausüben werden, stehen nicht zur Wahl.
Aus diesem Grund sieht die Grüne Fraktion das Land hier besonders in der Pflicht, für adäquaten und kostengünstigen Wohnraum für die Studierenden der „Hannah Arendt“ zu sorgen und ihnen eventuell einen gleichwertigen Ersatz für das „Elisabethinum“ zur Verfügung zu stellen.
Auch vor dem Hintergrund, dass die Landesfachschule für Soziales das „Elisabethinum“ zu einem besonders gestalteten pädagogischen Wohnkonzept gemacht hat, dass es in dieser Form nur einmal in Südtirol gibt.

Daher richten wir folgende Fragen an die Landesregierung:

  1. Stimmt es, dass das „Elisabethinum“ ab Herbst 2020 nicht mehr der Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“, sondern der UniBz zur Verfügung stehen soll?
  2. Falls das „Elisabethinum“ tatsächlich nicht mehr von der Landesfachschule genutzt werden sollte, wird der „Hannah Arendt“ eine gleichwertige Ersatzstruktur zur Verfügung gestellt?
    a. Wenn ja, ab wann steht der „Hannah Arendt“ diese Struktur zur Verfügung und welche Kapazität weist sie auf?
    b. Wenn nein, warum nicht?

Bozen, 17.02.2020

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba
Hanspeter Staffler

Hier kann die Antwort der Landesregierung heruntergeladen werden.

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