HomeNatur und UmweltStopp! Das Unterland sagt Nein zur Müllvergasungsanlage in Kurtatsch

Stopp! Das Unterland sagt Nein zur Müllvergasungsanlage in Kurtatsch

Das Unterland darf nicht Opfer des Mülltourismus werden. Schon rein rechnerisch geht sich das Vorhaben des Unternehmers Santini nicht aus. Südtirols Unternehmen produzieren keine 95.000 Tonnen an nicht wiederverwertbaren Müll, der benötigt wird, um die geplante Müllvergasungsanlage in Kurtatsch auszulasten, auch nicht in nächster Zukunft. Ein Import dieser Müllmengen bedeutet abermals eine Zunahme der LKW Bewegungen auf der A22 von mindestens 100 LKW täglich. Viel wichtiger wäre es, das Verursacherprinzip im Auge zu behalten, und den Müll dort der geeigneten Verwendung (wie der Wiederverwertung) zuzuführen, wo er produziert wird.

Während der öffentlichen Anhörung am Freitag, 4. Mai 2018, am Sitz des Unternehmens zur Projektvorstellung, kamen einige Ungereimtheiten ans Licht. Die Endprodukte Strom und Wärme der Müllvergasung machen nur einen kleinen Teil aus. Der Großteil sind Gase, die in die Atmosphäre geleitet werden und abermals den Klimawandel befeuern. Ein anderer Teil ist unnutzbare Wärme von 30 bis 35 ° C, die entgegen den Aussagen der Techniker sehr wohl Auswirkungen auf das Mikroklima haben wird. Das Thema der Wasserverschmutzung wurde gar nicht angegangen, dafür wurde ein Gewächshaus empfohlen (!). Die Bauhöhe wurde geschönt dargestellt. Nicht 28 Meter hoch wird das Gebäude werden, nein, der höchste Punkt wird 45 Meter hoch. Ein Hohn für das Unterland? Ein Physiker bezeichnete die Anlage als Reaktor, der bei genug Druck Müll in Gase umwandelt. Ein Ingenieur versuchte nachzurechnen, wie der benötigte Einsatz von Energie das Endprodukt rechtfertigt. Für ihn ging auch diese Rechnung nicht auf.

Noch gefährlicher sind die Produkte, die während des komplexen Prozesses in der ersten Phase der Müllvergasung entstehen. Störfälle und Zwischenfälle der Anlage hätten katastrophale Auswirkungen auf das Unterland.

 

Wir fordern Stopp dem Mülltourismus. Südtirol und allen voran das Unterland haben sich nicht verdient, der Mülleimer anderer Regionen zu werden!

 

Kaltern, 08.05.2018

Marlene Pernstich, Bezirkssprecherin Überetsch Unterland  der Grüne Verdi Vërc

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