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Sommer im Hoch, Wintertourismus gibt nach

Tourismuspolitik muss darauf reagieren.
SommertourismusDas Sommerhalbjahr 2015 hat nach jüngster ASTAT- Statistik mit einem Rekord abgeschlossen: Mit 18,3 Mio. Nächtigungen ist dies der stärkste Sommer in der Tourismusentwicklung Südtirols, die warme Saison erzielt rund 64% der Jahresnächtigungen von ca. 29 Mio. Sorgenkind bleibt der Süden Südtirols; dessen seit Jahren geschwächte Tourismusentwicklung sogar im Rekordsommer 2015 weiter abgesunken ist.
Damit ist neuerdings klar, dass das wärmere Halbjahr gegenüber dem Winter anhaltend auf der Überholspur ist. Für den Erfolg gibt es drei Motive:
Zwei Gründe für die Steigerung liegen im Jahrhundertsommer 2015 und in der wirtschaftlichen Erholung Norditaliens, die vor allem dem Puster- und Gadertal, Gröden und der Seiser Alm zugute kommt.
Die Bedeutung des Winters schrumpft stetig: Das veränderte Klima und die Vorlieben der Gäste schwächen die Bedeutung des Wintertourismus zugunsten des Sommers.
Politik, Gemeinden und Tourismusbranche müssen auf den Boom des Sommers reagieren: Bei Sommergästen genießen möglichst unberührte Landschaft und intakte Natur hohe Priorität, während die winterliche Hochrüstung und die Übererschließung durch Aufstiegsanlagen eine starke touristische Minderheit anspricht. Die Klimaveränderung tut ein Weiteres: Das auch im Sommer relativ temperierte Südtirol wird in der heißen Jahreszeit zunehmend stärker frequentiert werden. Die Devise lautet: Landschaft und Natur sind mehr denn je zu erhalten, zu schonen und zu pflegen; Übererschließung und Lärm schaden ihnen und dem Tourismus!
Fazit: Der Sommertourismus behauptet sich gegenüber dem Winter zunehmend als attraktivere Saison, dementsprechend genießen die Erhaltung von Natur- und Kulturlandschaft mehr denn je Priorität.
Bozen, 1. Dezember 2015
Hans Heiss
Riccardo Dello Sbarba
Brigitte Foppa

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