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Neue Terna-Trasse in Barbian

ANFRAGE ZUR SCHRIFTLICHEN BEANTWORTUNG.

In data odierna a diversi consiglieri e consigliere provinciali, compreso il primo firmatario di questa interrogazione, è stata recapitata questa e-mail da un cittadino di Barbiano, il signor Harald Gasser, agricoltore molto noto in Sudtirolo e anche in diversi paesi europei, per il suo lavoro pionieristico nel campo dell’agricoltura ecologica e della biodiversità. La mail contiene il seguente testo:

Da: Harald Gasser <[email protected]>
Inviato: domenica 10 gennaio 2021 21:00
A: Hochgruber Kuenzer, Maria – Provinz <[email protected]>; Noggler, Josef <[email protected]>; Locher, Franz Thomas <[email protected]>; Vallazza, Manfred <[email protected]>; Faistnauer, Peter <[email protected]>; Dello Sbarba, Riccardo <[email protected]>
Oggetto: Informazionen für die kommende Landtagswoche

Guten Abend

ich möchte ihnen nochmals einige Informationen zukommen lassen und erläutern, welche zur heutigen, komplexen Situation hinsichtlich Verlauf der neuen TERNA-Trasse in der Gemeinde Barbian geführt hat.

Gerne können Sie diese Schilderung weiterleiten,  damit alle ein umfassendes Bild erhalten, BEVOR Entscheidungen getroffen werden. Es ist richtig, dass die SUP und der Beschluss der Landesregierung nur ein Schritt in einem längeren und komplexeren Verfahren darstellt; dennoch ist DIES der Zeitpunkt und der Ort, um wesentliche Weichen für dieses Jahrhundertprojekt mit Sach- und Ortskenntnis und unmittelbarer Nähe zu landschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und auch politischen Gegebenheiten vor Ort zu stellen.

Wie erwähnt, waren die Vorstellungen der geplanten Trasse in unserem Dorf für die Neuverlegung der Hochspannungsleitung im Sommer und Herbst 2019.

Verschiedene Recherchen haben (leider erst später) ergeben, dass schon im November 2018 den betroffenen Gemeinden die von den Projektanten der Terna vorgeschlagenen Varianten präsentiert worden waren.

Bis im Sommer 2019 glaubte ich, dass die Leitungen in unbewohntes Gebiet verlegt würden. Jedoch habe ich dann zu meinem Erstaunen feststellen müssen, dass sie durch ein Herzstück der Barbianer Kulturlandschaft und in der Nähe unseres Hofe und unsere Anbauflächen geplant wurden.

Durch Erkunden und Fragen wurde mir auch gesagt, dass eine „Doppelterna“ (Zweifachleitung) entstehen soll….Mastenhöhe ca 40m und mehr!

Gespräche mit dem Bürgermeister von Barbian, um eine alternative Trassenverlegung zu erreichen, ergaben für mich und auch andere Betroffene keine wesentlichen Schritte. Seine Antworten waren stets: technisch nicht möglich…!

Jegliche Initiativen zu einer möglichen Verbesserung durch mich und Bürgern der Gemeinde Barbian, welche ein Komitee gründeten und über 800 Unterschriften sammeln konnten, wurden von unserem Bürgermeister als nicht zielführend bzw. kontraproduktiv abgeschmettert. Anstelle einer konstruktiven Auseinandersetzung zum Wohle der Allgemeinheit und insbesondere der GESAMTEN Bürgerschaft von Barbian gab es Vorwürfe und Schmähworte.

Ich habe dann, als ich keinen Ausweg mehr gesehen habe, um unseren Bedenkungen und Zweifeln Verhör zu verschaffen, den namhaften Techniker Herr Ing. Robert Carminati zu Rate gezogen, welche mir sofort bestätigt hat, dass der aktuelle Trassenverlauf, der unter anderem unsere Flächen und unser Gebiet im Landschaftsbild massiv beeinträchtigen  würde, sicherlich nicht die erste Wahl der Projektanten von TERNA gewesen sein kann, denn sie entspricht einigen Grundsätzen der Projektierung, welche der Machbarkeitsstudie der TERNA vorangestellt sind, NICHT (siehe Anlage:HB-ST-001 RELAZIONE TECNICA).

Ich habe Ing. Carminati also den Auftrag gegeben, eine Studie für einen besseren Trassenverlauf anzufertigen. Der Auftrag war dabei nicht, die Trasse von unserem Gebiet zu entfernen, sondern eine objektiv bessere und (für die Landschaft und die Bevölkerung) verträglichere Trassenführung -ergebnisoffen- zu erarbeiten.
Alle Überlegungen von Ing. Carminati sind technisch-objektiver Natur und können von ihm (wie bereits teilweise erfolgt) jederzeit erläutert und argumentiert werden.
Ing. Carminati ist zu sehr abgeklärt, Profi und Techniker, um sich vor den einen oder anderen Karren spannen zu lassen.

Die Ergebnisse der Studie von Ing. Carminati sind Ihnen bekannt und wurden von mir mit einer begleitenden Stellungnahme im SUP-Verfahren eingereicht.

Dabei habe ich mit Gewissheit erfahren, dass die „Variante Carminati“ sehr nah an dem Trassenverlauf liegt, welchen die Projektanten zuallererst vorgeschlagen hatten, und auch sie als bessere Variante gesehen hatten (Anlage:HB-ST-002 ORTOFOTO VARIANTE PROPOSTA LINEA AEREA):

Und zwar aus folgenden Gründen:

1.     die vorgeschlagene Trasse deckt sich nahezu mit jener der bestehenden Freileitung T 002 ex EDISON, welche demoliert wird; somit ist keine neue Trasse notwendig;

2.     Die Einsehbarkeit der Freileitung gemäß der „Variante Carminati“ und der ursprünglichen TERNA-Variante ist eindeutig geringer, da die Trasse in Hanglage verläuft und nicht die eher flachen Wiesen unterhalb von Saubach beansprucht;

3.     die Trasse ist außerdem um einiges kürzer;

4.     der Trassenvorschlag benötigt mindestens 2 Stk. Gittermasten weniger;

5.     die Kulturlandschaft unterhalb von Saubach wird mit einem einzigen Spannfeld überflogen; der Standort der Gittermasten dieses Spannfeldes befindet sich am Rande der Kulturflächen, während der Standort der zusätzlichen 2 Gittermasten laut letzter Terna-Variante freistehend und weit sichtbar in den Wiesen vorgesehen ist

6.     Nähe zu den Höfen: der Abstand der Leiterseile ist bei der vorgeschlagenen Variante immer größer als 20 m; damit ist sichergestellt, dass der Wert der magnetischen Induktion kleiner als 3 µT (Mikrotesla) ist, entsprechend dem sogenannten „valore di qualità“  des DPCM 8 luglio 2008.

Dass diese jetzt vorgeschlagene Variante („Variante Carminati“) dem ursprünglichen TERNA-Trassenvorschlag entspricht, ist uns erst im Nachhinein klar geworden, verleiht ihr aber zusätzliche technische Autorität und Objektivität.
Von allen Beteiligten ist außerdem unbestritten, dass die Variante technisch ebenso (wenn nicht besser) möglich ist, wie der letzte von TERNA präsentierte Trassenverlauf. Dazu kommen aber noch die substantiellen Vorteile und Verbesserungen, wie oben genannt.

Der ursprüngliche TERNA-Trassenvorschlag (und somit der Trassenverlauf entsprechend der „Variante Carminati“) wurde der Bevölkerung von Anfang an vorenthalten, wurde bei keiner Vorstellung besprochen; keiner der Bürger, nur wenige Eingeweihte, wissen bis heute von dieser Variante Bescheid.

Es gibt offensichtlich KEINE objektiven Gründe, dass dieser Trassenverlauf nicht zur Sprache gekommen ist; möglicherweise gibt oder gar es dafür einige NICHT-objektive Gründe, die wir nicht kennen, die aber bei Entscheidung solcher Tragweite („Jahrhundertprojekt“) keine Rolle spielen dürfen.

Möglicherweise ist dies auch nicht das Einzige, von dem die Bürger von Barbian NICHT wissen.

Laut eines Journalisten, welcher heute den Bürgermeister interviewt hat, wurde genau dies vom Bürgermeister beanstandet: dass ich, Gasser Harald, die Leitung nur den Nachbarn zuschieben will.

Aber wie schon mehrfach erwähnt, möchte ich nicht jemanden benachteiligen, sondern eine bessere Lösung. Genau aus diesem Grund habe ich Ing. Carminati beauftragt, um eine für uns ALLE beste Lösung zu finden.

Die ALLERBESTE Lösung hat er auch gefunden, nämlich einen teilweisen unterirdischen Verlauf (siehe Anlage:HB-ST-004 ORTOFOTO VARIANTE PROPOSTA LINEA IN CAVO); auch diese Variante ist von allen Beteiligten(auch die Projektanten der Terna) als technisch machbar bestätigt worden.

Außerdem hat er die beste Überland-Trasse erarbeitet, wie sie weiter oben beschrieben ist.

Mir gefallen diese Vorwürfe des Bürgermeisters von Barbian nicht; vor allem aber zeigen sie mir, dass er sich einer sachlichen, objektiven Diskussion weiterhin verschließen möchte.

Auf den Vorwurf des Bürgermeister muss ich der Vollständigkeit halber aber dennoch antworten: Wer von Anfang an die Leitungstrasse verschoben hat, war offensichtlich der Bürgermeister selbst, ohne die Bürgerschaft von Barbian mit einzubeziehen. Und dieses Verhalten ist schon der Auslöser um im Dorf böses Blut in der Nachbarschaft zu produziere.

Ich bedanke für Ihr Interesse und Ihren Einsatz für die Sache. Es ist schon viel Zeit vergangen und erst jetzt haben wir wesentliche, faktische und technische Informationen zusammentragen können, um eine sachliche, objektive Bewertung der Sachlage zu ermöglichen.

Aufgrund der Tatsache, dass der Bürgermeister von Barbian immer noch auf seine Variante fest hält, die unterirdische Variante als Sinnlos und zu teuer vom Tisch wischt

( ff-interview vom 7.1.2021) wende ich mich mit voller Hoffnung an Sie, da sie die bäuerlichen Vertreter im Landtag sind, bzw. das Landschaftsbild , Umwelt und natürlich die verbundene Landwirtschaft in eine gerechte und sachliche Art und Weise vertreten. Der Bauernbund -Ortsobmann Helmuth Ploner hat mir die volle Unterstützung von Seiten des Südtiroler Bauernbundes zugesichert, da auch Sie von der unterirdischen Variante überzeugt sind. Und auch deswegen mich aufgefordert Sie, als Vertreter, zu kontaktieren!

Bei dem letzten Versuch mit Hilfe des Technikers Ing. Carminati die verschiedenen involvierten Ämter (…) zu überzeugen, konnten wir mit allen unseren Argumenten diese von der Korrektheit und Objektivität Überzeugen, jedoch gaben sie uns keinen Spielraum mehr daran etwas zu ändern (Termin war am 22.12.2020, Beschluss der Landesregierung am 26.12.2020).

Wie am Telefon erwähnt werde ich meine Tätigkeit, des naturbelassenen Anbaus im Falle des Baues dieses Jahrhundertprojektes oberhalb von mir, sofort einstellen. Auch alle verbundenen Projekte mit aspinger.raritaeten wie Manna.organic, oder auch die Expo in Dubai. Sicherlich werde ich zudem meinen Kopf für keine jegliche Werbung für und um Südtirol mehr zur Verfügung stellen!

Vielen Dank!

Tutto ciò letto e considerato,

  • valutando l’impegno messo dal signor Gasser per trovare una soluzione che – nelle intenzioni dichiarate – migliorasse per tutti (e non solo per lui) la situazione,
  • constatando che non si tratta di una proposta generica, ma di un progetto predisposto da un professionista con lunga esperienza nel settore, tecnicamente fondato ed argomentato, che tra l’altro non si discosta dal tracciato proposto in un primo momento da Terna,
  • preso atto che secondo il signor Gasser il tracciato deciso per il nuovo elettrodotto lo costringerebbe a chiudere o comunque a ridimensionare fortemente una attività produttiva agricola d’avanguardia nel campo della biodiversità e della coltivazione biologica (vedi: http://www.aspinger.com/de/), che si è fatta apprezzare non solo in Alto Adige, ma anche in Italia e in Europa con ampia eco mediatica che ha giovato anche all’immagine della nostra provincia come territorio della sostenibilità,

 

Si chiede alla Giunta provinciale:

  1. Nel processo di valutazione del miglior tracciato per le nuove linee Terna in val d’Isarco, e in particolare nel comune di Barbiano, è stata considerata la citata “Variante Carminati” nella sua ultima e definitiva versione (con tratto sotterraneo) dai diversi organi preposti, innanzitutto il comitato ambientale? Se sì, da quali organi in particolare è stata concretamente valutata, quando e in quale fase del procedimento?
  2. La società Terna è stata informata della esistenza della “Variante Carminati” e, se sì, ha avuto modo di valutarla e ha dato un suo parere su detta variante? Se sì, quando, in quale fase del procedimento l’ha fatto e qual è stato il parere di Terna?
  3. Il comune di Barbiano e il sindaco erano informati della esistenza della “Variante Carminati” e, se sì, hanno espresso un proprio parere su detta variante? Se sì, quando e in quale fase del procedimento e qual è stato il parere del Comune di Barbiano, sostenuto da quali ragioni?
  4. Qual è stato il parere del Comitato ambientale sulla “Variante Carminati” e come è stata valutata in confronto alle altre varianti prospettate?
  5. Nel parere del comitato ambientale sono stati valutati i 6 punti citati dalla e-mail in premessa, secondo i quali la “Variante Carminati” sarebbe la migliore di quelle prospettate? Se i sei punti sono stati presi in considerazione, per quali motivi non sono stati in tutto o in parte accolti, o non sono stati sufficienti a sceglierla come la “miglior variante”?
  6. La Giunta provinciale è stata informata della esistenza della “Variante Carminati” e, se sì, ha avuto modo di valutarla? Se sì, quando e in quale fase del procedimento è avvenuto e qual è stato il parere della Giunta?
  7. Con quali argomentazioni il Comitato ambientale e/o la Giunta provinciale hanno giudicato migliore la variante scelta alla fine per il comune di Barbiano?
  8. Le decisioni fin qui prese per quanto riguarda il tracciato per le nuove linee Terna nel comune di Barbiano sono definitive ed esecutive, o ci sono ancora passaggi decisionali in cui è possibile modificare le decisioni prese e in cui potrebbe tornare ad essere presa in considerazione la “Variante Carminati”? Se sì, quali potranno essere questi passaggi, in quali tempi essi si svolgeranno? I proponenti di detta variante hanno ancora diritti o doveri nei futuri passaggi della procedura e, se sì, quali??

 

Bolzano, 11 gennaio 2021

Cons. prov.

Riccardo Dello Sbarba

Brigitte Foppa

Hanspeter Staffler

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Author: Heidi

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Gemeindekommissionen
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