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Menopause und Bettenstopp

Es ist wieder so weit, der 8. März und somit der Internationale Tag der Frau steht vor der Tür. Auch heuer ergreifen die Grünen Abgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler wieder diese Gelegenheit, um im Landtag über ein frauenspezifisches Thema zu sprechen. In der Märzsitzung des Landtages, die am 10. März beginnt, soll es heuer um eine Lebensphase gehen, die eher ein öffentliches Randdasein fristet. Nämlich die Menopause.

Von “öffentlichem Randdasein” kann beim Bettenstopp hingegen kaum die Rede sein. Er steht im Mittelpunkt aktueller Debatten. Die Grünen heben ihn nun im März auf die Landtagsbühne.

Vorab stellten die Grünen die beiden Anträge am heutigen 5. März bei einer Pressekonferenz vor.

Menopause: Tabus brechen, Rechte sichern

„Die Menopause ist eine natürliche Lebensphase, die alle Frauen betrifft, wird jedoch bis heute wenig thematisiert und oft bagatellisiert oder stigmatisiert, besonders in der Arbeitswelt. Es ist kein privates Problem, sondern eine Frage der öffentlichen Gesundheit und der Rechte“, erklärt Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Antrags. „Wir wollen das Schweigen brechen, Stereotype bekämpfen und gerechtere, informierte Arbeits- und Pflegebedingungen schaffen. Im Monat der Frauenrechte ist das ein wichtiges politisches Signal.“

Der Antrag zielt darauf ab:

  • eine Studie zur Situation von Frauen in der Menopause in Südtirol in Auftrag zu geben, mit besonderem Augenmerk auf Gesundheit und Arbeitsbedingungen;
  • eine Anlaufstelle im öffentlichen Gesundheitssystem für spezifische Beratung und Behandlungen einzurichten;
  • eine Expertinnenkommission zu ernennen, die Leitlinien für Arbeitsplätze erarbeitet;
  • eine Informationskampagne zur Überwindung von Tabus und Diskriminierung zu fördern;
  • die Ausbildung des Gesundheitspersonals zu diesem Thema zu stärken.

Bettenstopp: klare Regeln für den Tourismus

Der zweite Antrag betrifft die Obergrenze für touristische Betten. „Der Tourismus bringt uns viel, aber er hat auch seine Schattenseiten. 2022 hat der Landtag deshalb einen Bettenstopp beschlossen, den jetzt die Landesregierung aufweichen will – ohne den Landtag einzubeziehen! Der Tourismus ist zu wichtig, um hinter verschlossenen Türen entschieden zu werden. Deswegen bringen wir einen Antrag in den Landtag ein. Wir fordern, den Bettenstopp vollständig beizubehalten “, so Madeleine Rohrer, Erstunterzeichnerin des zweiten Beschlussantrags. Da die SVP bereits beschlossen hat, die Bettenobergrenze zu lockern, gibt es Vorschläge, um Schäden zu begrenzen:

  • Einbeziehung der zuständigen Gesetzgebungsausschüsse für Raumordnung und Tourismus, bevor entschieden wird, welche Gemeinden von der Obergrenze ausgenommen werden;
  • Festlegung der Obergrenze auf 150 Betten pro Zone und nicht pro Betrieb, um Tricksereien vorzubeugen;
  • eine transparente, öffentlich zugängliche Datenbank und eine unabhängige Kontrolle der tatsächlichen Einhaltung der Bettenobergrenze zu kreieren. Denn welche Gemeinde verhängt schon gerne Strafen gegen “eigene” Betriebe?

„Wir wollen einen Tourismus, der für alle funktioniert: für Gäste, für Betriebe und für die Einheimischen”, so Madeleine Rohrer, “dafür brauchen wir eine Politik, die sich nicht von Lobbys treiben lässt, sondern ein gutes Gleichgewicht herstellt”.

 

„Die beiden Anträge betreffen unterschiedliche Bereiche, haben aber einen gemeinsamen Nenner: Lebensqualität und politische Verantwortung“, betonen Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler. „Einerseits fordern wir, dass die Gesundheit von Frauen endlich ernst genommen wird, andererseits, dass die touristische Entwicklung klare und gemeinsam getragene Grenzen respektiert. In beiden Fällen geht es um Fairness, Transparenz und Respekt gegenüber den Menschen.“

 

Weitere Informationen

Author: Serena

Kommunikationsbeauftragte der Grüne Fraktion.

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