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Gebären in der Pampa

Anfrage zur aktuellen Fragestunde

In diesen Tagen wird wieder einmal über die Möglichkeit der Schließung der Geburtenabteilungen in den peripheren Krankenhäusern Südtirols diskutiert. Dabei steht als Kriterium immer wieder eine einzige Zahl im Vordergrund, nämlich die Mindestgeburtenzahl pro Jahr, wie anscheinend von staatlicher Gesetzgebung vorgesehen. Aus struktureller Sicht nachvollziehbar, ist dies doch aus Sicht der Frauengesundheit ziemlich nebensächlich. Der Moment der Geburt ist einer der absoluten Ausnahmemomente im Leben einer Frau, auch in gesundheitlicher Hinsicht. Qualitativ gute Begleitung bei der Entbindung (aber auch vorher und nachher) in medizinischer, psychologischer, sozialer Hinsicht ist ebenso wichtig wie die Entfernung zum Heimatort. Bekanntlich gehen Geburten manchmal schnell – „Anreisen“ von 50 km sind da nicht nur nicht zumutbar, sondern eine Gefährdung für Mutter und Kind. Schließlich ist die Entfernung auch in der Vor- und Nachbetreuung ein wichtiges Kriterium für die Vereinbarkeit von Alltag und Familie.

Wir fragen in dieser Angelegenheit die Südtiroler Landesregierung:

  1. Welche Zielrichtung und Vision hat die Landesregierung zum Thema Geburtenabteilungen in Südtirols Krankenhäusern?
  2. Welche Zahlen zu den Geburten der letzten Jahre in Südtirols Krankenhäusern und Kliniken sowie Hausgeburten liegen vor?
  3. Wie hat sich die Rate der Kaiserschnitte in den letzten Jahren entwickelt?
  4. Welche Prozentsätze von „Risikogeburten“ gibt es in den einzelnen Krankenhäusern?
  5. Wie hoch sind die Kosten für die einzelnen Geburtsabteilungen im Lande?
  6. Wie wird die Zufriedenheit der Gebärenden erhoben und welche Daten liegen hierzu aus den einzelnen Krankenhäusern vor?

Brigitte Foppa
Hans Heiss

Bozen, 01.08.2014

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