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Brennerbasistunnel: Inbetriebnahme erneut verschoben!

Die Gesundheit der Bevölkerung kann nicht auf den “Jahrhunderttunnel” warten: Es braucht Sofortmaßnahmen, um den Schwerverkehr zu reduzieren und auf die Schiene zu verlagern.

Erneute Verschiebung der Inbetriebnahme, das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen Fraktion hervor. „Der im Jahr 2019  festgelegte Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist überholt“, schreibt Landeshauptmann Kompatscher und bestätigt damit die aus Österreich stammenden Gerüchte.

Wir erinnern daran, dass die Inbetriebnahme des Tunnels für 2030/31 geplant war. Bis zur Fertigstellung des BBT – der ursprünglich 2015 hätte fertiggestellt werden sollen – wird also noch einiges an Zeit vergehen!

Der Grund für diese weitere Verschiebung liegt in Österreich, wo das Los Pfons-Brenner neu ausgeschrieben werden muss, nachdem der Vertrag mit der bisherigen Firma gekündigt wurde. Der neue Auftrag kann frühestens im Herbst 2021 vergeben werden. Diese weitere Verspätung führt zu höheren Kosten, zu denen sich BBT-SE und die Landesregierung allerdings noch nicht geäußert haben.

Angesichts dieser ständigen Verschiebung des Projekts bestätigt sich das Anliegen der Grünen Fraktion: Wir können nicht auf die Fertigstellung des Megatunnels (ganz zu schweigen von den Zufahrten nach Süden und Norden) warten, um die Brennerachse vom erdrückenden Schwerverkehr zu erlösen. Sofortige Maßnahmen sind erforderlich!

Wie diese Maßnahmen ausschauen müssen, wissen wir ebenso wie die Landesregierung und die Regierungen in Rom und Wien. Die Kosten der verschiedenen Alpenübergänge müssen endlich angeglichen werden (für den Brenner durch Anhebung der italienischen Mautgebühren und der österreichischen Dieselpreise – beide gehören zu den niedrigsten in den Alpen), um dem “umgeleiteten Verkehr” (mindestens ein Drittel des Gesamtverkehrs) ein Ende zu bereiten. Denn so ehrlich müssen wir sein: Die Brennerroute wird gewählt, nicht weil sie die kürzeste, sondern die billigste Strecke ist. Die Verlegung auf die Schiene des Güterverkehrs (die Zugstrecke ist derzeit weitgehend untergenutzt), ein Tempolimit sowie ein Nachtfahrverbot für schwere Lkw sind längst überfällig.

Diese Maßnahmen würden sofort greifen und kosten dabei nichts. Auch würden wir dafür  keine Tonnen von Zement, sondern lediglich einen starken politischen Willen benötigen.

Die Gesundheit der Bevölkerung kann sich nicht an das unendliche Zeitmanagement des BBT anpassen!

Hier die Anfrage und Antwort.

 

Landtagsabgeordnete

Riccardo Dello Sbarba

Brigitte Foppa

Hanspeter Staffler

 

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Author: Heidi

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