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Pressemitteilung

Anlässlich des Welt-AIDS-Tages betont die Grüne Fraktion im Landtag die Wichtigkeit von sexueller Gesundheit und Prävention. Vor Kurzem hat die Fraktion eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, um aktuelle Informationen über sexuell übertragbare Krankheiten (STIs) zu erhalten, deren Zahl – insbesondere nach der Pandemie – besorgniserregend steigt.
„Wir wollen das Thema im Blick behalten und ein Tabu brechen, über das noch viel zu wenig gesprochen wird“, erklärt Landtagsabgeordneter Zeno Oberkofler. „Uns interessiert, wie viele Menschen jährlich einen HIV-Test machen und wie die Menschen über diese Möglichkeit informiert werden. Zudem wollen wir wissen, wie die Verbreitung von STIs überwacht wird und ob es eine gezielte Präventionsstrategie gibt.“

„Vorsicht ist besser als Nachsicht“, betont Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa. „Letzten Monat haben wir einen Antrag eingereicht, der unter anderem vorsieht, für bestimmte Altersgruppen kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln zu gewähren, die Präventionsmaßnahmen gegen sexuell übertragbare Krankheiten zu intensivieren und Verhütungsmittel für alle Altersgruppen leichter zugänglich zu machen.“

„Das ist jedoch nur eine von vielen Initiativen, die wir im vergangenen Jahr vorangetrieben haben“, ergänzen die Abgeordneten Foppa, Oberkofler und Madeleine Rohrer. „Von kostenfreiem Zugang zur HIV-Prophylaxe PrEP über die Förderung kostenloser Verhütungsmittel bis hin zur emotionalen und sexuellen Bildung in Schulen arbeiten wir umfassend an den Themen Sexualität, Prävention und Aufklärung.“

Bereits zu Jahresbeginn konnte die Grüne Fraktion einen Erfolg verbuchen: Der Landtag verabschiedete einen von ihr eingebrachten Beschlussantrag zur Förderung einer altersgerechten emotionalen und sexuellen Bildung – auch für ältere Menschen. „Wir dürfen die Bedeutung von Bildung nicht unterschätzen, wenn es um die Prävention von Krankheiten und geschlechtsspezifischer Gewalt geht“, betont Madeleine Rohrer.

„Sexuelle Gesundheit und Prävention betreffen alle Lebensphasen und jeden von uns“, fassen die Abgeordneten der Grünen Fraktion zusammen.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

Pressemitteilung

Am heutigen 27. November hat der Landtag mit großer Mehrheit den von der Grünen Fraktion gemeinsam mit dem Team K eingebrachten Beschlussantrag zur Aufwertung der Sozialberufe angenommen.

Der Antrag zielt darauf ab, die wichtige Rolle von Sozialbetreuer:innen, Kinderbetreuer:innen, Pflegehelfer:innen und weiteren in Sozialberufen tätigen Fachkräften zu stärken. Die Grünen forderten darin ein strukturiertes Vorgehen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Vergütung sowie der Karriereaussichten in diesem Sektor. Zudem sollen dem Landesverband der Sozialberufe zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt und eine Sensibilisierungskampagne zur Stärkung und Anerkennung dieser Berufe gestartet werden.

Die Landtagsabgeordneten der Grünen Fraktion, Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler, zeigten sich erfreut über das Ergebnis: „Die nahezu einstimmige Genehmigung einiger zentraler Punkte zeigt ein wachsendes Bewusstsein für die Notwendigkeit, die Bedingungen in den Sozialberufen zu verbessern. Das ist ein starkes Signal und gibt uns Zuversicht für die Zukunft“.

Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Antrags, betonte zudem: „Endlich wird anerkannt, dass sich die Arbeit in den Sozialberufen sich nicht „von alleine“ erledigt. Diese Fachkräfte verdienen Respekt, eine angemessene Bezahlung und Perspektiven, die den enormen Wert ihres Beitrags für die Gesellschaft widerspiegeln.“

Diese Zustimmung stellt einen wichtigen ersten Schritt dar. „Doch dies ist erst der Anfang. Jetzt ist die Landesregierung am Zug, die beschlossenen Maßnahmen umzusetzen und echten Wandel einzuleiten“, schließt Foppa.

Hier geht’s zum Beschlussantrag.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

Pressemitteilung

Die am gestrigen 26. November von Landesrätin Pamer im Landtag gegebene Antwort auf die Grüne Anfrage bezüglich Kältenotstand wirft weitere Fragen auf. Während die Temperaturen weiter sinken und dringende Maßnahmen getroffen werden müssen, verkauft die Landesregierung bereits bestehende Dienste als „neue“ Maßnahmen. Dringend nötig wären hingegen, Schritte zu setzen, die jetzt Abhilfe schaffen sollen.

Im Oktober dieses Jahres war ein Antrag der Grünen Landtagsfraktion genehmigt worden, der die Einrichtung eines rund um die Uhr verfügbaren, so genannten „Kältetelefons“ vorsah. Bürger:innen sollen so Situationen melden können, in denen Menschen im Freien Gefahr laufen zu erfrieren. Auf diese Weise können unverzüglich Notfallmaßnahmen wie die Bereitstellung von Schlafplätzen, Schlafsäcken oder warmen Mahlzeiten eingeleitet werden. Vorbild ist die österreichische Caritas.

Auf die jüngste Grüne Anfrage, wie weit man bei der Umsetzung des Kältetelefons sowie bei der dazugehörigen Sensibilisierungskampagne vorangeschritten sei, verwies Landesrätin Pamer jedoch lediglich auf den bereits seit Jahren bestehenden Dienst von Volontarius. Ein Notfalltelefon, das jedoch nicht rund um die Uhr besetzt und deshalb nicht mit einem Kältetelefon vergleichbar ist. Will heißen, dass die Umsetzung des von den Grünen geforderten Kältetelefons noch in ferner Zukunft liegt.

„Die Landesregierung ignoriert auf diese Wiese nicht nur die dringende Notwendigkeit, die Hilfsangebote für Obdachlose zu verbessern und auszubauen, sondern zeigt auch eine besorgniserregende Untätigkeit. Initiativen, die teilweise Jahre her sind werden als Umsetzung von aktuellen Forderungen verkauft. Auf diese Weise wird die Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt“, kritisiert die grüne Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa.

„Wir fragen uns: Wozu dienen Beschlussanträge, wenn auch Monate später keine konkreten Fortschritte sichtbar sind? Die Landesregierung ist verpflichtet, Verantwortung zu übernehmen und die Ergebnisse ihres Handelns zu präsentieren. Die verletzlichsten Menschen unserer Gesellschaft können nicht warten“, schließen die Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

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Berufe wie Pflegehelfer:innen, Sozialbetreuer:innen oder Kinderbetreuer:innen sind unverzichtbar, um Menschen in den verletzlichsten Phasen ihres Lebens zu unterstützen – sei es im Alter, bei Behinderung, Krankheit oder Abhängigkeit. Trotz ihrer zentralen Bedeutung werden diese Berufe oft weder finanziell noch in Bezug auf Karriereperspektiven angemessen wertgeschätzt.

Die Grüne Landtagsfraktion hat gemeinsam mit dem Team K einen Beschlussantrag im Südtiroler Landtag eingebracht, der die Anerkennung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Sozialberufen fordert. Dieser wird Ende November im Landtag diskutiert und wurde am Montag, den 25. November von Brigitte Foppa, Maria Elisabeth Rieder und Marta von Wohlgemuth vom Landesverband der Sozialberufe bei einer Pressekonferenz vorgestellt.

Die Unterzeichner:innen betonen, dass die gesellschaftliche Wertschätzung dieser Berufe dringend erhöht werden muss. Denn Sozialberufe – überwiegend von Frauen besetzt –werden vielfach als Tätigkeiten angesehen, die sich mit ein wenig Liebe und Hingabe „von selbst“ erledigen. Tatsächlich erfordern diese Berufe jedoch spezialisierte Kompetenzen und eine hohe Qualifikation.

Der Beschlussantrag fordert die Landesregierung auf, konkrete Maßnahmen in folgenden Bereichen zu ergreifen:

  • Anhebung der Gehälter und Einführung eines verpflichtenden Mindeststundenlohn
  • klare Definition von Berufsprofilen und Ausbildungswegen
  • Karriereperspektiven im sozialen Bereich
  • Stärkung des Landesverbands der Sozialberufe
  • Sensibilisierungskampagnen, um die Bedeutung dieser Berufe hervorzuheben.

„Die aktuelle Situation macht es für viele Beschäftigte in diesem Bereich unmöglich, ein eigenständiges Leben in Südtirol zu führen. Bei Nettogehältern von 1.300 Euro und Mieten ab 700 Euro ist ein unabhängiges Leben schlichtweg nicht leistbar“, erklärt Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Beschlussantrags.

Maria Elisabeth Rieder ergänzt: „Die Arbeit in den Sozialberufen ist essenziell, wird aber oft übersehen. Es ist höchste Zeit, dass unsere Gesellschaft diesen Berufen den Wert zugesteht, den sie verdienen – sowohl durch angemessene Entlohnung als auch durch eine gesellschaftliche Anerkennung, die ihre Bedeutung widerspiegelt.“

Auch Marta von Wohlgemuth vom Landesverband der Sozialberufe unterstützt die Forderungen: „Im Sozialwesen fehlt es an einer klaren Struktur, eine Orientierung dafür könnte der Südtiroler Sanitätsbetrieb sein: Generaldirektion- Sanitätsdirektion- Pflegedirektion und Verwaltungsdirektion. Die Sozialberufe brauchen eine starke Vertretung, im Sozialwesen selbst und im Landesverband der Sozialberufe. In unserer Gesellschaft spielen Sozialberufe eine tragende Rolle, denn durch sie werden Menschen in allen Lebenslagen unterstützt, aus diesem Grund darf der Sozialberuf nicht unterschiedlich bewertet werden.“

Eine bessere Anerkennung und Aufwertung der Sozialberufe verbessern nicht nur die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten, sondern stärken das gesamte soziale System in Südtirol. Das Ziel ist eine solidarischere und gerechtere Gesellschaft.
„Irgendwann im Leben wird jede und jeder von uns auf Unterstützung und Pflege angewiesen sein“, erinnern Brigitte Foppa, Maria Elisabeth Rieder und Marta von Wohlgemuth abschließend.

Hier geht’s zum Beschlussantrag.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen erinnern die Grünen Frauen Brigitte Foppa, Elide Mussner, Madeleine Rohrer und Sabine Giunta an die „kleinen“ Zeichen, mit denen Gewalt anfängt – um oft bei Körperverletzung, psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt bis hin zum Femizid zu enden.

„Wenn wir von Gewalt an Frauen sprechen, denken wir meistens an sexuelle Gewalt, an Körperverletzung, leider auch an Femizide. In den letzten Jahren hat es dazu eine zunehmende gesellschaftliche Aufmerksamkeit gegeben. Es wurden Protokolle eingerichtet, um Frauen in Gewaltsituationen zu helfen. Gewalt an Frauen wird immer öfter gesellschaftlich geächtet. Das hat ein Bewusstwerden erwirkt, das dringend notwendig war“, so Brigitte Foppa, Grüne Fraktionssprecherin im Landtag, Elide Mussner, Co-Vorsitzende, Madeleine Rohrer, Landtagsabgeordnete und Sabine Giunta, Vertreterin der Grünen Frauen im Beirat für Chancengleichheit. Sie erinnern daran, dass es neben der Hilfe im Notfall und der Bewusstseinsarbeit auch um die Sichtbarmachung der verschiedenen Formen von Gewalt geht. „Auch emotionale Gewalt, etwa durch Gaslighting, oder finanzielle Unterdrückung sind viel weiter verbreitet als man denkt. Beziehungen, vor allem wenn sie asymmetrisch sind (z.B. wenn nur der Mann das Geld verdient oder in einer höheren gesellschaftlichen Stellung ist), bergen Anlässe für Gewalt, die auch chronisch werden kann“, so Mussner, Rohrer, Giunta und Foppa in einer Aussendung zum 25. November. „Wir haben uns in den letzten Jahren auf allen Ebenen eingesetzt, um Gewalt an Frauen sichtbar zu machen und unser aller Bewusstsein, das Auffangen und die Prävention von Gewalt zu erweitern,“ sagen Rohrer, Giunta, Foppa und Mussner.

Zum heurigen Tag gegen Gewalt an Frauen stellen die Grünen Frauen die Anfänge der Gewalt in den Vordergrund ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Mit einem Video, bei dem auch viele grüne Männer mitgemacht haben, gehen sie der Frage nach, wo Gewalt beginnt: „Bei einem nicht gewollten Kuss, mit einem dummen Witz, mit einem Nachpfeifen auf der Straße, mit der Verniedlichung von Frauen und ihren Leistungen, mit dem Reduzieren der Frauen auf Körperlichkeit und Sexualität, mit dem Nichterstnehmen von Frauen…. In all dem liegt der Funke von Ungleichheit, durch den sich die Spirale der Gewalt irgendwann entzünden kann,“ resümieren Giunta, Foppa, Mussner und Rohrer. Darauf wollen die Grünen Frauen heuer besonders hinweisen und zum Nachdenken anregen.

Es gilt, den Anfängen zu wehren. Gewalt an Frauen darf nicht Teil unserer Gesellschaft sein.

In der jüngsten Abstimmung der Arbeitsgruppe zur geplanten Liftverbindung zwischen Saltria und Monte Pana stimmten acht Mitglieder dafür, sieben dagegen – ein knapper Ausgang, der von einer breiten Akzeptanz weit entfernt ist. Die von den Gemeinden Kastelruth und St. Christina initiierte Arbeitsgruppe sollte ursprünglich ein partizipatives Format bieten. Tatsächlich wurde sie jedoch von Vertretern der Liftgesellschaften und Tourismusverbände dominiert. Von einem echten Partizipationsprozess kann daher keine Rede sein.

Seit über vierzig Jahren kämpfen Menschen in Gröden gegen den Ausbau der Infrastruktur im ökologisch sensiblen Gebiet am Fuße des Langkofels. Die Lift-Lobby gibt jedoch nicht auf, und die Politik scheint wenig gewillt, sich für den Schutz dieses Gebiets einzusetzen. Eine Erweiterung des Naturparks Salten-Schlern sollte her und ein absoluter Baustopp für weitere Lifte. Dazu hat man den Mut nicht: man will die Liftelobby nicht enttäuschen. Es wird mit der vermeintlichen „Nachhaltigkeit“ einer Liftanlage gegenüber zwei Bussen argumentiert, doch die „grauen Emissionen“ und die langfristigen Folgen dieser Bauprojekte werden ausgeblendet. Die Stimmen der lokalen Bevölkerung werden dabei übergangen.

Elide Mussner, Co-Vorsitzende der Grünen, warnt: „In Südtirol sehen wir immer wieder, wie Entscheidungen im Interesse von wenigen getroffen werden – auf Kosten des Gemeinwohls. Das Grödnertal ist gespalten, der Unmut wächst. Die Sorge, dass noch mehr Tagestourist*innen die Region überfluten und eine der letzten unberührten Ruhezonen rund um den Langkofel zerstört wird, ist tief. Hinzu kommt die Gefahr, dass dieser Eingriff die Wasserquelle für St. Ulrich gefährden könnte. Diese Ängste müssen ernst genommen werden, statt sie einfach zu ignorieren.“

Auch die Gemeinden Wolkenstein und St. Ulrich sowie Teile der Landesregierung, einschließlich des Landeshauptmanns, sprechen sich gegen die Seilbahnverbindung aus. Madeleine Rohrer, Landtagsabgeordnete der Grünen, warnt vor den Auswirkungen: „Wenn wir unsere Grenzen nicht kennen, wird aus dieser wunderbaren Natur ein Disneyland für den Massentourismus. Genau das droht, sollte die Seilbahn zwischen Saltria in der Gemeinde Kastelruth und Monte Pana in der Gemeinde St. Christina tatsächlich gebaut werden. Heute fährt auf dieser Strecke für ein paar Monate im Winter ein Bus. Mit einer Bahn wollen private Investoren in Zukunft das ganze Jahr über bis zu 1.600 Menschen pro Stunde befördern – das sind so viele Menschen in einer Stunde, wie der Bus an einem ganzen Tag bringt.“

Wir Grüne Verdi Vërc fordern hier ein ernstzunehmendes Referendum und eine klare politische Entscheidung, im Interesse des ökologischen und sozialen Wohlstands und letztlich auch im Sinne eines nachhaltigen, hochwertigen Tourismus in Gröden.

Pressemitteilung

Die Landesregierung will mit dem Begleitgesetz zum Haushalt 2025 eine grundlegende Bestimmung im Umweltschutz aushebeln und damit vor allem die Landschaftsplanung schwächen. Grund für diese hastige Änderung im Sammelgesetz dürften die negativen Gutachten der Dienststellenkonferenz zu einigen Olympiabauten gewesen sein, so Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler.

Landeshauptmann Arno Kompatscher bringt am kommenden Montag das Begleitgesetz zum Haushaltsentwurf 2025 in den Gesetzgebungsausschuss des Landtags und damit auch Artikel 14: Die bisherigen Bestimmungen zur Umweltprüfung für Pläne, Programme und Projekte sollen abgeändert werden. „Mussten bisher alle Gutachten der Dienststellenkonferenz positiv sein, sollen zukünftig nur mehr die Mehrheit der Umweltgesetze eingehalten werden“, so die drei grünen Landtagsabgeordneten. „Anstoß für diese hastige und überzogene Änderung dürften wohl die Straßenbauten für die Olympischen Spiele im Pustertal sein. Das Amt für Landschaftsplanung hatte kürzlich erst den Bau der Bahnüberführung in Innichen negativ bewertet und damit die zahlreichen Menschen in ihrer Kritik und Ablehnung bestärkt“, so Rohrer, Foppa und Oberkofler.

Heute gilt: Projekte, die mehrere Bereiche betreffen (z. B. Gewässer, Boden oder Natur- und Landschaft) werden in der Dienstellenkonferenz behandelt, also in einer Sitzung der Landesbeamten, die jeweils ihren Fachbereich vertreten. Damit müssen Gemeinden oder private Antragsteller nicht bei jedem einzelnen Amt ein Gutachten einholen, sondern es gibt zur Vereinfachung eine Sammelgenehmigung. Jeder Fachbereich bewertet das Projekt allerdings für sich. Kommt ein Amt zum Schluss, dass das Projekt für seinen Bereich negative Auswirkungen hat und mit dem Gesetz nicht vereinbar ist, wird es nicht genehmigt. Mit anderen Worten und mit einem Beispiel: Ein Vorhaben ohne Folgen für Gewässer, Fische und Natur, das aber die Landschaft verschandelt, kann nicht genehmigt werden.

Die Landesregierung will jetzt, dass die Dienststellenkonferenz bei einem oder mehreren negativen Gutachten das Projekt dennoch gutheißen kann, wenn es ein nicht näher definiertes öffentliches Interesse gibt. „Die Landesregierung muss sich dann nicht mehr in der Öffentlichkeit mit unliebsamen negativen Gutachten herumschlagen, so wie jüngst bei den Olympischen Straßenprojekten“, so Madeleine Rohrer.
Brigitte Foppa kündigt an: „Im Gesetzgebungsausschuss am Montag beantragen wir daher die Streichung dieses Artikels“.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

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Tageshöchstgrenze für Mitnahme von Hunden im öffentlichen Nahverkehr im Landtag angenommen.

Die Grüne Fraktion im Südtiroler Landtag arbeitet an einem Maßnahmenpaket zur Förderung der nachhaltigen Mobilität in Südtirol. Mobilität garantiert Freiheit, Unabhängigkeit und soziale Teilhabe. Personen mit begrenztem Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und ohne Möglichkeit, ein Auto zu nutzen sind in ihrer sozialen Teilhabe und Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Die alternde Bevölkerung und die steigenden Lebenshaltungskosten erfordern Lösungen, die den öffentlichen Verkehr günstiger und zugänglicher machen, um zu verhindern, dass Mobilität zu einem Luxusgut wird. Durch verschiedene Anträge haben die Grünen Abgeordneten eine Reihe von Vorschlägen eingebracht, damit alle Menschen in Südtirol mobil sein können.

„Unsere Vision ist eine einfache, nachhaltige und für alle zugängliche Mobilität, unabhängig von Alter, Einkommen oder Wohnort. Wir wollen den öffentlichen Nahverkehr attraktiver und unkomplizierter gestalten, damit immer mehr Menschen sich dafür entscheiden, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen,“ erklären die Grünen Abgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler.

Zu den verschiedenen im Landtag vorgelegten Anträgen gehörte unter anderem der „Klima-Pass“ (nach dem deutschen und österreichischen Vorbild des Klimatickets), ein preisgünstiges Jahresticket für den gesamten öffentlichen Nahverkehr. Ebenso wurde eine Senkung der Kosten für die ersten beiden Tarifstufen des „Südtirol Pass“ und der Umsetzung der Überetscher Bahn vorgeschlagen, die gestern (6. November) im Landtag genehmigt wurde.

Heute, am 7. November, hat der Landtag den Grünen Beschlussantrag zur Einführung einer Tageshöchstgrenze von 3,50 Euro für den Transport von Hunden im öffentlichen Nahverkehr für Südtirol-Pass-Nutzer:innen genehmigt. „Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist, soll gegenüber der Nutzung des eigenen Autos nicht benachteiligt sein – im Gegenteil. Auch wer mit seinem Vierbeiner unterwegs ist, soll dies entspannt und bezahlbar tun können,“ erklärt die Erstunterzeichnerin Madeleine Rohrer.

Ein weiterer konkreter Schritt zur Schaffung eines umfassenden „Mobilitätspakets“ der Grünen Fraktion im Südtiroler Landtag!

Landtagsabgeordnete
Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler

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Erste Schritte in die richtige Richtung für die Überetscher Bahn

Am heutigen 6. November hat der Südtiroler Landtag den Beschlussantrag der Grünen Fraktion zur Überetscher Bahn angenommen. In Absprache mit der Mehrheit im Landtag wurden die beschließenden Punkte dabei angepasst.

„Um das Verkehrsproblem in Südtirol zu entschärfen, muss die öffentliche Mobilität endlich zur obersten Priorität werden. Mit einer geschätzten Dauer von rund 20 Jahren für die Fertigstellung des Überetscher-Bahn-Projekts ist es essenziell, sofort zu handeln, um den öffentlichen Verkehr attraktiver zu gestalten und die Lebensqualität zu steigern“, erklären die Grünen Landtagsabgeordneten Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer.

Der Antrag fordert die Gemeinden dazu auf, ihre Vorschläge für die Trassenführung der Überetscher Bahn dem Land zu übermitteln, damit gemeinsam mit der konkreten Planung des Projekts begonnen werden kann. Darüber hinaus wird die Landesregierung aufgefordert, sich um staatliche und europäische Fördermittel zu bemühen.

„Das Thema Überetscher Bahn wird nun schon zu lange diskutiert. Mit der Zustimmung unseres Antrags eröffnet sich eine neue Perspektive für dieses strategische Mobilitätsprojekt für Südtirol. Eine bedeutende Chance für das Überetsch und Bozen, die unbedingt genutzt und in die Tat umgesetzt werden muss“, so Erstunterzeichner Oberkofler abschließend.

Landtagsabgeordnete
Zeno Oberkofler
Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa

Donald Trump wird der 47. Präsident der USA, die Republikaner gewinnen, die Demokraten verlieren. Noch nie war eine Kampagne so zermürbend, so spaltend und vor allem mit so vielen öffentlich ausgesprochenen Lügen von Seiten des republikanischen Kandidaten, besetzt. In seiner Amtszeit als Präsident wurden bei Donald Trump 30.000 von diesen öffentlich ausgesprochenen Lügen registriert. Nun ist er erneut Präsident. In seinem Wahlprogramm, das Project 2025, hat Trump festgelegt, wie er die demokratischen Institutionen schwächen will, wie er diskriminierend gegen Menschen mit Migrationshintergrund umgehen wird, wie er der Bildung die Finanzierungen streichen wird, wenn sie nicht gewisse ideologische Werte verfolgen. Das Recht auf Abtreibung steht mit ihm und den Republikanern schon lange in Gefahr. In der Wirtschaft wird er aller Voraussetzungen nach, mit aggressiven Maßnahmen, gegen jeglichen Konkurrenten aus dem Ausland, angehen und somit das internationale wirtschaftliche Gleichgewicht noch einmal schwächen.

Als Grüne Verdi Vërc sind wir zutiefst besorgt über diesen Wahlausgang, das auf globaler Ebene große Erschütterungen in geopolitischen und wirtschaftlichen Fragen, mit sich bringen wird. Jetzt mehr denn je, brauchen wir ein vereintes Europa, ein Europa, das zusammenhält und noch stärker seine demokratischen und solidarischen Werten vertritt.

Elide Mussner & Luca Bertolini
Co-Vorsitzende