Gewalt ist eine Sache der sozialen Umstände, nicht der Nationalität.
Aufforderung zu einer sachlichen Debatte anstelle pauschaler Ausländerhetze.
Ausgehend von einer Gewaltepisode in Bozen ist in Südtirol eine öffentliche Diskussion über Gewalt entbrannt. Dies hätte zu einer tiefer gehenden Auseinandersetzung mit diesem komplexen Thema führen können, was auch sehr begrüßenswert gewesen wäre. Indessen erleben wir eine einseitige Radikalisierung der Debatte und eine Zuspitzung auf das Migrationsthema.
Dies wird dem Problem nicht gerecht, da dieses weit vielschichtiger gelagert ist und einer differenzierten Behandlung bedarf.
Ich halte fest:
- Gewaltepisoden treten in Bozen (aber nicht nur in Bozen) auf, insbesondere in der Nacht und oft in Zusammenhang mit Drogen und Alkohol.
- Gewalt ist in jeder Form abzulehnen und zu ahnden. Dafür stehen Rechtsmittel zur Verfügung.
- Das einzig langfristig wirksame Mittel gegen Gewalt ist effektive Präventionsarbeit.
- Im Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen braucht es kompetente Profis. Manches Mal entsteht Gewalt gerade durch
- Ausgrenzungsmechanismen und latenten Rassismus.
- Losgetretene Kampagnen müssen sich bewusst sein, was sie hervorrufen. Im derzeitigen Fall sind wir ein weiteres Mal bei banaler und generalisierter Ausländerhetze gelandet, wie auf Blogs und anderen Online-Medien nachzulesen ist. Dies fördert das Unsicherheitsgefühl der Menschen und zugleich die Gewaltbereitschaft Einzelner.
Ich fordere daher zu sachlicher Diskussion und Vermeidung von Pauschalisierungen auf. Meist ist Gewalt eine Sache der sozialen Umstände, nicht der Nationalität. Das zeigt auf, woran es zu arbeiten gilt.
Brigitte Foppa

Er läuft auf Hochtouren, der Prozess zu den “Vorwahlen 2.0”: hierbei entscheiden die Bürgerinnen und Bürger, welche 6 Personen die Liste der Verdi Grüne Vërc bei den Landtagswahlen im Herbst 2013 anführen. Die Webseite www.offenevorwahlen.bz.it, auf welcher alle Informationen rund um diese Initiative der demokratischen Beteiligung zu finden sind, hat schon viele Besucherinnen und Besucher verzeichnet.