HomeDemokratieFür Menschen planen: Genderplanning und öffentlicher Raum

Für Menschen planen: Genderplanning und öffentlicher Raum

PRESSEMITTEILUNG.

Wie können wir den Lebensraum an die Bedürfnisse der Menschen anpassen, die in ihm leben? Zu diesem Thema gab Gabu Heindl, Architektin, Stadtforscherin, Aktivistin, Autorin der Publikation „Stadtkonflikte, Radikale Demokratie in Architektur und Stadtplanung, Wien 2020“ auf Einladung der Grünen Frauen in einer Veranstaltung am 8. Juni viele Impulse.

Gender Planning bedeutet Aspekte wie Geschlecht, Alter, Mobilität, sozioökonomische Hintergründe und soziale Rollen dürfen bei der Raumplanung, sozialem Wohnbau, beim Bau von Straßen, öffentlichen Plätzen und Parks keine marginale Rolle einnehmen.

Teilhabe und Teilnahme am gemeinsamen Planen ist Voraussetzung für dafür, so viele Aspekte wie möglich und nötig, mitzudenken. Aber Teilhabe, auch an Beteiligungsprozessen, muss auch erst ermöglicht werden, damit gerade die mitdenken und mitsprechen, die in unserer Gesellschaft leicht untergehen, weil sie nicht mächtig sind und ohne Lobby. Veränderte Uhrzeiten, Kinderbetreuung, Quoten für die Teilnehmenden sind nur einige der Möglichkeiten, um Beteiligung zu fördern.

Druck herausnehmen aus Planungsprozessen ist wichtig, Druck ist ein Machtmittel, aber für Teilhabe und Aushandlungsprozesse brauchen wir Zeit.

Das Kleine tun (in Wien gibt es z.B. Parkplätze, die zu Grätzl-Oasen werden, eigengestaltete Baumscheibenbegrünung), und dabei das Große nicht aus den Augen verlieren: Gemeinwohl ist der ureigene Sinn der Demokratie. Das ist die Aufgabe der Demokratie und Politik, das ist nicht das Hauptziel der Investoren. Deshalb brauchen wir in Städten und Gemeinden mehr Selbstbewusstsein, was uns unser Raum wert ist und dass er uns allen gehört und selbst Eigentum nicht abseits von Gemeinschaft existiert.

Die zahlreiche Teilnahme und Beteiligung am Gespräch zeigte, wie aktuell das Thema ist, besonders für Gemeinderät*innen, die in den kommenden Monaten an den Gemeindeentwicklungsprogrammen  arbeiten werden.

Wir bleiben am Thema dran!

Grüne Frauen – Donne verdi 

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Author: Heidi

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