HomeDeutschGedenktag für die Opfer des Holocaust 2026

Gedenktag für die Opfer des Holocaust 2026

Anlässlich des Internationalen Gedenktages für die Opfer des Holocaust halten wir fest, dass Erinnern kein formales Ritual, sondern eine dauerhafte gesellschaftliche und politische Aufgabe ist. Es hilft, Hass, Intoleranz und Ängsten entgegenzutreten, die auch heute wieder in unserer Gesellschaft sichtbar werden. Der 27. Januar ist nicht nur ein Datum im Kalender, sondern eine Mahnung, wachsam zu bleiben.

In Bozen werden Kränze an Denkmälern niedergelegt, die an die Opfer der Konzentrationslager, an die Deportierten und an die während des Nationalsozialismus verfolgten Sinti erinnern. Diese Orte des Gedenkens, wie die Tafel „Gegen das Vergessen“ in der Reschenstraße an der Mauer des ehemaligen Lagers sowie die Denkmäler für die Deportierten und die Deportation, sind mehr als bloße Symbole. Sie sind Orte des Erinnerns und machen deutlich, wie gefährdet Demokratie ist, wenn Hass Raum gewinnt.

„Erinnerung ist politisches Engagement. Es reicht nicht, einmal im Jahr zu gedenken. Wir müssen die Erinnerung zu einer Orientierung für unser tägliches politisches und gesellschaftliches Handeln machen, um jede Form von Diskriminierung, die Angst vor dem Anderen und einen Populismus zu bekämpfen, der Gefühle anspricht statt Vernunft und Solidarität.“ So Luca Bertolini, Co Sprecher der Grünen Südtirol.

Heute, mehr als achtzig Jahre nach der Befreiung der Lager, heißt Erinnern auch anzuerkennen, dass der Einsatz gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Ausgrenzung weiterhin notwendig ist. Es bedeutet, an einer gerechteren, offeneren und solidarischen Gesellschaft zu arbeiten, in der die Menschenrechte geachtet und geschützt werden. Erinnerung darf nicht zur leeren Formel werden. Sie muss sich in Verantwortung, politischem Engagement und täglichem Handeln zeigen, auch hier in Südtirol.

Author: Verena

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