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Pressemitteilung

Der IV. Gesetzgebungsausschuss des Südtiroler Landtags hat heute den Gesetzentwurf der Grünen zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung, insbesondere im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung, angenommen. Nun ist der Text bereit für die Behandlung in der Aula.

„In Südtirol wirft jede Person im Durchschnitt 27,5 kg Lebensmittel pro Jahr weg. Allein auf die Gemeinschaftsverpflegung – Schulmensen, Krankenhäuser, Betriebsrestaurants, Pflegeheime, Hotels und Restaurants – entfällt ein Fünftel der gesamten Verschwendung“, erklärten die Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler.

Um das Problem der Lebensmittelverschwendung gezielt anzugehen und die Lebensmittelabfälle zu reduzieren, hat die Grüne Fraktion einen Gesetzentwurf vorgelegt. Dieser sieht vor, die Gemeinschaftsverpflegung ausdrücklich in das entsprechende Landesgesetz aufzunehmen.

„Mit der Zustimmung des GGA kommen wir unserem Ziel näher und können peu à peu ein gerechtes, nachhaltiges und ressourcenschonendes Ernährungssystem schaffen. Wir sehen der Debatte im Plenum mit Zuversicht entgegen und sind überzeugt, dass der Landtag unsere Vision teilen wird“, so Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Gesetzentwurfs.

Mit diesem Vorschlag bekräftigt die Grüne Fraktion ihr Engagement und ruft alle beteiligten Akteure – Institutionen, Gastronomie und Bürger:innen – dazu auf, ihren Beitrag zu leisten.

Hier der Gesetzentwurf im Detail.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

Pressemitteilung

Leider landet unser Essen viel zu oft im Müll statt auf dem Teller. Nach aktuellen Schätzungen wirft jede Person in Südtirol im Durchschnitt 27,5 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg. Ein Fünftel dieser Lebensmittelabfälle entsteht im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung, darunter Schulmensen, Krankenhäuser, Betriebskantinen, Seniorenwohnheime und andere gastronomische Einrichtungen.

„Lebensmittelverschwendung zu reduzieren ist ein entscheidender Schritt, um unsere Umwelt zu schützen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sicherzustellen“, erklärten die Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler auf der heutigen Pressekonferenz.

Mit einen Gesetzentwurf möchte die Grüne Landtagsfraktion dieser Problematik entgegenzuwirken und fordert, die Gemeinschaftsverpflegung ins zuständige Landesgesetz aufzunehmen. So soll den Tonnen an weggeworfenem Essen entgegengewirkt werden.
Diese Woche werden die Vorschläge zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung in der Gesetzgebungskommission diskutiert.

„Ein konkretes Beispiel ist die Möglichkeit, in Mensen verschiedene Portionsgrößen (klein, mittel oder groß) auszuwählen, anstatt allen dieselbe Menge vorzusetzen. Aktuell erhalten Kinder der ersten Klasse dieselbe Portion wie Schüler:innen der dritten Mittelschulklasse. Ebenso könnte ein Qualitätssiegel für Einrichtungen eingeführt werden, die vorbildliche Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung umsetzen. Ein weiterer Ansatz ist die verstärkte Aufklärung über verantwortungsvollen Lebensmittelkonsum, sei es in Schulen oder in berufsbildenden Einrichtungen des Gastronomiebereichs“, erläuterte Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Gesetzentwurfs.

Mit diesem Vorstoß möchten die Grünen die öffentliche Meinung sowie die Gastronomiebranche für die Bedeutung der Reduzierung von Lebensmittelabfällen sensibilisieren und gleichzeitig innovative und nachhaltige Projekte fördern.
„Damit weniger Ressourcen, Energie und Chancen verschwendet werden ist jetzt der Zeitpunkt zu handeln – für eine nachhaltigere und zukunftsorientierte Gesellschaft“, so Brigitte Foppa abschließend.

Hier der Gesetzentwurf im Detail.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

Dieser Landeshaushalt ist ein Paradoxon, ein Widerspruch in sich, der sich nicht auflösen lässt.

Auf der einen Seite ist es ein Haushalt der Rekorde. Mit über 8 Milliarden Euro ist es der bisher üppigste Anfangshaushalt in der Geschichte unseres Landes. Wo viel Geld da ist, gehen auch dringend notwendige Ausgaben leichter, wie etwa die Erhöhung der Gehälter der öffentlichen Angestellten.

Und das ist gut so, denn Südtirol wird die Wirtschaftskrise ringsherum und die politischen Turbulenzen in einigen europäischen Staaten ebenfalls zu spüren kriegen – nicht ohne Folgen für den nächsten Landeshaushalt.

Doch trotz seiner Rekordhöhe ist dieser Haushalt auch ein Dokument des Stillstandes.

Etliche Probleme werden nicht angegangen, Lösungen dafür auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben – das gilt sogar für die eigenen Versprechen der Landesregierung, die sich weiter im Kleinklein verliert und immer noch nach einem Strang sucht, an dem sie gemeinsam ziehen könnte.

Aber halt: Stillstand gibt es nicht überall.

In bestimmten Bereichen lassen die Lobbys ihren Einfluss spüren. Dort gibt es sehr wohl Fortschritte – oder zumindest das, was diese Lobbys als Fortschritte bezeichnen würden. Doch das ist keine Politik des Allgemeinwohls, sondern eine Politik für wenige.

Eine, die an vielen Stellen denen gibt, die bereits viel haben, und jene vergisst, die dringend Unterstützung bräuchten.

Bevor ich ins Detail gehe, ist es unabdingbar, die Debatte zu diesem Haushalt mit zwei Personen beginnen zu lassen: mit Herrn Hager und Frau Meloni.

Laut Medienaussendung der Staatsanwaltschaft sollen Herr Hager und andere Unternehmer auf verschiedene Entscheidungsträger in unserem Land eingewirkt haben, gar Wahlkampagnen finanziert haben, darunter jene zum Landtag und jene in meiner Heimatstadt Meran, um Konzessionen zu erlangen bzw. die Umsetzung bestimmter Immobilien-Projekte zu erleichtern.

 

Wenn in einer Demokratie nicht mehr das beste Argument zählt, sondern Entscheidungen käuflich erwerbbar werden – wie eine Semmel fürs Sonntagsfrühstück, dann ist es eben mehr als ein Skandal im so fragilen politischen System Demokratie.

Es ist eine Erschütterung in den Grundfesten, weil unser wertvollstes Gut verloren geht: das Vertrauen. Es ist die mutwillige Demontage der Demokratie.

Derzeit laufen die Ermittlungen noch, und die Gerichtsprozesse und die Urteile darüber, was davon strafbar war, stehen noch aus.

Doch Tatsache ist: Viele Bürgerinnen und Bürger halten ein solches kriminelles System der Gefälligkeiten, in dem sich die Reichen im Land Entscheidungen oder sogar Parteien kaufen, nicht nur für möglich, sondern sogar für wahrscheinlich. Das ist es, was uns zu denken geben sollte.

Und es hängt auch damit zusammen, wie die Politik in diesem Land aussieht, welche Entscheidungen die Landesregierung und diese Mehrheit treffen – Entscheidungen, die stets im Sinne der gleichen, üblichen Verdächtigen sind. Ich werde gleich darauf zurückkommen.

Aber zunächst noch zur zweiten Person: Frau Meloni – der Ministerpräsident – hat dem Landeshauptmann hingegen mehr Autonomie für Südtirol versprochen. Im Gegenzug ist die Südtiroler Volkspartei einen – wie sie ihn selbst bezeichnet hat – „Pakt mit dem Teufel“ eingegangen.

Jetzt zeigt sich: Die Autonomiereform zieht sich in die Länge. Der bei der Regierungsbildung angekündigte Zeitplan ist längst nicht mehr einzuhalten.

Meine Kollegin Brigitte Foppa und mein Kollege Zeno Oberkofler haben in ihren Reden umfassend auf die träge Autonomiereform Bezug genommen, dazu gesprochen, wie sich in diesem ersten Jahr unser Land geändert hat, seitdem die SVP zweimal rechts abgebogen ist und was der jüngste politischen Skandal bedeutet.

Doch der rückwärtsgewandte, rechtspopulistische Einschlag dieser Landesregierung hat noch viel weitreichendere Folgen und zeigt sich vor allem daran, was alles nicht passiert ist.

Ich erlaube mir daher ins Scheinwerferlicht stellen, wie politischen Entscheidungen in diesem Jahr auf Druck der Lobbys zustande gekommen sind. Und ich werde am Bereich Klimakrise festmachen, wie sehr diese Regierung im Stillstand verharrt und damit außer Stande ist für ein sicheres Leben, eine vorwärtsgewandte Wirtschaft zu sorgen und dieses Land resilient für Krisen zu machen.

 

Eine Politik für Wenige

 

Es sind – ich habe es bereits erwähnt – stets die üblichen Verdächtigen. Der Südtiroler Bauernbund hat es in dieser Legislatur geschafft, der Politik ganz besonders nahe zu kommen.

Den bisherigen Vizedirektor der Interessensvertretung der Landwirtinnen und Landwirte hat Landesrat Walcher zu seinem Ressortdirektor im Ressort Landwirtschaft und Tourismus gemacht. Der Ressortdirektor ist Bindeglied zwischen Politik und Verwaltung. Wer dort sitzt, prägt wesentlich die Geschicke unseres Landes mit.

Und es ist ein ganz klares politisches Statement sich einen Funktionär eines Verbands nicht nur ins Vorzimmer des Landesrats, sondern direkt an seinen Schreibtisch zu holen.

Zum stellvertretende Ressortdirektor wurde der Direktor des Versuchszentrums Laimburg ernannt, der weiterhin in dieser Doppelfunktion arbeitet. Man hätte meinen können, dass die Leitung eines solchen Forschungsinstituts eigentlich ein Vollzeitjob wäre und dass gerade etwas Distanz zur Politik der Forschung eigentlich guttun würde. Vermutlich „bestellte“ Ergebnisse nährend im Wissenschaftsskepsis.

Die neu erlangte Macht des Bauernbunds hat wohl auch dazu geführt, dass der Expertenrat für agrarpolitische Fragen sang- und klanglos eingestampft wurde. Zur Einrichtung dieses Expertenrats wurde sogar ein Landesgesetz abgeändert. Und das alles, obwohl Landesrat Walcher auf unsere Anfrage mitgeteilt hat: „Die Landesregierung bewertet die bisherige Zusammenarbeit sehr positiv“. Aber: „Im Haushaltsvoranschlag 2025-2027 sind keine entsprechenden Mittel vorgesehen, weil derzeit nicht geplant ist, diesen Expertenrat neu zu ernennen“.

Warum schafft man ohne Erklärung ein Gremium ab, wenn es doch gut funktioniert? Weil es andere Perspektiven mitbringt, in denen die Landwirtschaft nicht nur aus Sicht des Bauernbunds gesehen wird, sondern – wie jeder andere Politikbereich auch – aus mehreren Perspektiven und aus Sicht des Allgemeinwohls?

Lobbys wie der Bauernbund haben dank der Schwäche dieser Landesregierung leichtes Spiel. Das wurde beim ersten Sammelgesetz der Landesregierung im Sommer deutlich.

Der frisch gebackene Landesrat für Landwirtschaft teilte uns in Beantwortung auf unsere Anfragen mit, dass es keinen Grund für eine Änderung der Bestimmungen an der Hofschlachtung gäbe.

Trotzdem hat er gleich zu Amtsantritt einen Vorschlag zur Abänderung des Gesetzes in den zuständigen Ausschuss gebracht, wo dann die „gute bäuerliche Vertretung“ mit wohlwollender Enthaltung der restlichen SVP-Abgeordneten noch eines draufgelegt und die ursprüngliche, erst wenige Monate alte Regelung gekippt hatte.

Dieser Prozess der politischen Entscheidungsfindung hat gezeigt: Die Lobbys finden unter den Abgeordneten der politischen Mehrheit nicht nur wie gewohnt Gehör, die Umsetzung ihrer Forderungen fällt angesichts der Führungsschwäche besonders leicht.

Die Lobbys bringen auch die „Bettenbremse“ – die Bezeichnung Bettenstopp trifft es nicht – ins Wanken. Und der Landesrat wankt mit.

Eine der Ausnahmen von der Bettenbremse betrifft bestehende Tourismuszonen, in denen die einst geplanten Betten noch nicht errichtet wurden.

Im September 2022 beschließt die Landesregierung, dass diese Betten innerhalb von 4 Jahren realisiert werden müssen. Anderenfalls erlöschen diese erworbene Rechte. Im September dieses Jahres lässt der Landesrat für Tourismus der Wirtschaftszeitung gegenüber wissen, „dass er nicht grundsätzlich abgeneigt und eine Verschiebung vielleicht angebracht sei“.

Wir wollten mit einer Landtagsanfrage im November wissen, wie es der Landesrat mit diesen „schlafenden Betten“ hält. Die Antwort: „Der Sachverhalt wird derzeit noch überprüft“.

Wie viele dieser Betten bereits geschaffen wurden und wie viele ohne Verlängerung der Frist dem tourismusmüden Südtirol erspart bleiben würden, kann uns der Landesrat trotz Nachfrage nicht sagen.

Führungsstärke und ein Einlenken, dass es irgendwann und nach Jahren der Rekorde im Tourismus doch genug sei, schaut anders aus. Die Bauwirtschaft und die Betten-Lobby aber wird’s freuen.

Bleiben wir beim Tourismus, bleiben wir bei den großen Interessensvertretungen und kommen wir zur Seilbahnwirtschaft.

In Südtirol gibt es insgesamt 357 Seilbahn- und Aufstiegsanlagen, davon sind nur einige wenige in öffentlicher Hand. Ein unglaublicher Fakt zwischendurch: Alle Anlagen zusammen können pro Stunde mehr Menschen transportieren als unser Land Einwohner hat. Und es werden immer mehr. Nicht mehr Einwohner, sondern mehr Kapazitäten Personen befördern können.

Die Seilbahnen haben 2022 einen Gewinn (nach Abzug von Steuern) von 94,4 Millionen Euro gemacht und damit alle Rekorde gebrochen. Der Jahresabschluss verzeichnete den höchsten Gewinn der vergangenen 30 Jahre.

Trotzdem fördert die öffentliche Hand den die Seilbahnen massiv: Zwischen 2020 und 2023 hat die Landesregierung über 80 Millionen Euro in private Aufstiegsanlagen investiert. Jetzt kommen nochmals weitere 22 Millionen dazu, die Hälfte davon für die Übernahme von 75 Prozent der Kosten der neuen Pendelbahn in Schnals.

Unser Landeshauptmann hat ein besonderes Verhältnis zu den Seilbahnen.

Bei vielen dieser Projekte bleibt die Frage, wo eigentlich das öffentliche Interesse beim Bau dieser Aufstiegsanlagen liegt.

Das gilt besonders, wenn mit großzügigen öffentlichen Beiträgen extravagante Panorama-Bahnen gebaut werden, die dann, wie etwa die Seilbahn Tiers, mit dem Südtirol-Pass nicht einmal genutzt werden können.

Was haben die Südtirolerinnen und Südtiroler von solchen Projekten?

Warum braucht es jetzt die nächste Seilbahn zwischen Monte Pana und Saltria? Warum kann sich die Landesregierung nicht einmal dazu durchringen, die Verbindung der Skigebiete Langtaufers und Kaunertal endgültig aus den Plänen zu streichen?

Einmal mehr zeigt sich die Landesregierung als Spielball der Lobbys. Die Seilbahner wird’s freuen.

 

Eine Politik fürs Klima

 

Im Widerspruch zur Rekordhöhe des Haushalts steht – ich habe es eingangs bereits erwähnt – der Stillstand in mehreren anderen Bereichen, allen voran bei der Umsetzung des Klimaplans.

Machen wir uns nichts vor: Klimaschutz ist ein langwieriger und schwieriger Prozess.

Doch mit der Natur kann man nicht verhandeln. Die Klimakrise schreitet schneller voran als die politischen Entscheidungen getroffen werden.

Fakt ist, dass Südtirol bis 2030 seine Emissionen um 55 Prozent senken muss. Da die Landesregierung diese Ziele bis jetzt nicht erreicht und die bisherige Reduktion der klimaschädlichen Gase dürftig ist, sind das gerechnet ab 1. Januar 2025, ein Minus von 11 Prozent jedes Jahr. Das Jahr 2030 ist nur der erste Meilenstein.

Der nächste und ebenfalls notwendige Schritt ist die Klimaneutralität 2040. Wir konnten in diesem Haushalt keine Maßnahmen finden, die dieser Herausforderung gerecht werden würden.

Dieser erschreckende Stillstand in der Klimapolitik bestätigt sich in den Antworten auf eine Reihe von Landtagsanfragen zu jenen Maßnahmen des Klimaplans, die als bereits umgesetzt gelten.

Viele davon haben keine klaren Ziele; sie wurden halbherzig auf den Weg gebracht und entfalten nicht ihr Potenzial, weil die Landesregierung ihnen keine Priorität beimisst.

Einige Beispiele:

  1. Das Nachhaltigkeitslabel soll dazu beitragen, dass pro Gast und pro Übernachtung 30 Prozent klimaschädliches CO2 reduziert wird. Auf unsere Frage, wie viele Betriebe innerhalb wann dieses Nachhaltigkeitslabel tragen sollen, heißt es: „Es wurden diesbezüglich noch keine quantitativen Ziele definiert“ (Anfrage zur aktuellen Fragestunde Nr. 27/10/24). Das klingt nicht sehr ehrgeizig.
  2. Im Klimaplan ist ein Holzbaufonds für öffentliche Körperschaften und einer für Private vorgesehen. Der Fonds ist mit 1,2 Millionen dotiert; Projekte erhalten einen Zuschuss von maximal 200.000 Euro. Sowohl 2023 wie auch 2024 wurde nicht einmal die Hälfte der Gelder ausgezahlt.

Und was die Unterstützung für Private betrifft, so heißt es: „Die Landesregierung ist bestrebt, die Holzbauweise, insbesondere mit heimischem Holz, weiter auszubauen und wird zu gegebener Zeit konkrete Maßnahmen setzen“ (Landtagsanfrage Nr. 409-2024).

  1. Im Jahr 2023 hat die SASA rund 22.500 Kilogramm Wasserstoff eingekauft, und zwar von einem Unternehmen aus Mantua. Dieser Wasserstoff wurde nicht nur nach Bozen gekarrt, sondern aus Energie aus fossilen Brennstoffen, nämlich aus Erdgas, hergestellt (Aktuelle Anfrage Nr. 38/April/24 bzw. 30/März/24). Dass es für diesen Wasserstoff natürlich Zertifikate gibt, also irgendwo wahrscheinlich Bäume gepflanzt wurden, ändert nichts am Greenwashing.
  2. Und dann sind da noch die Gemeinden. Der Landeshauptmann versucht heute einen Fehler aus seiner letzten Amtsperiode zu korrigieren, mit wahrscheinlich wenig erfolgsversprechenden Mitteln.

Im Sommer 2020 ist das neue Gesetz für Raum und Landschaft in Kraft getreten, womit die Gemeindeentwicklungsprogramme eingeführt werden. Doch der Klimaplan ist kein integrierter Bestandteil des Gemeindeentwicklungsprogramms.

Jetzt soll eine Arbeitsgruppe „den Gemeinden die Synergien und Verknüpfungen zwischen diesen beiden Planungsdokumenten aufzuzeigen“ (aktuellen Fragestunde Nr. 44/11/24-XVII).

Eine Korrektur dieses Versehens beim letzten Omnibus mit einer Änderung am Gesetz für Raum und Landschaft war es der Landesregierung nicht wert. Und so wird eine weitere Chance vergeben für eine effiziente Klimaschutzpolitik und für mehr Verbindlichkeit.

 

Herr Landeshauptmann, Sie haben beim Klimaschutz innerhalb Ihrer Landesregierung nun den Trainer ausgewechselt.

Landesrat Brunners Vorgänger konnte sich für dieses Thema wirklich nicht erwärmen – und statt um den Titel des Klimaschutz-Meisters mitzuspielen wurden fast alle Ziele des alten Klimaplans gerissen: Südtirol ist sozusagen abgestiegen.

Doch auch mit dem neuen Trainer ist die Klimaschutz-Revolution in diesem Jahr ausgeblieben und Südtirol spielt weiter gegen den Abstieg.

Das ganze Jahr war ein einziges Abwarten der Ergebnisse des Klimabürgerrats, so als ob Sie nicht wüssten, was zu tun sei.

Und auch für das kommende Jahr gibt es keine Anzeichen, dass sich daran etwas ändert. Das ist für uns inakzeptabel.

Wir werden Sie daher weiterhin an Ihre Verantwortung erinnern, an die notwendigen Ziele und Maßnahmen im Klimaplan.

Die Klimaneutralität 2040 kein Optional, sie ist ein Muss.

Ein Lob möchten wir trotzdem aussprechen, und zwar für die Ankündigung, dass Sie „im Jahr 2025 ein Landesplan der Retentionsräume als strategisches Planungsinstrument auf den Weg“ bringen wollen.

Wir hatten einen solchen Plan in einem unseren Beschlussanträge gefordert und die Diskussion dazu auf Ihre Bitten hin für einige Monate ausgesetzt.

In den Jahren 2020 bis 2024 wurden nur ungefähr 3 Hektar Überflutungsräume für die Flüsse geschaffen, das sind gerade einmal 0,6 Hektar im Jahr.

Wie viele Hektar diese Landesregierung nun zusätzlich schaffen will, konnten Sie uns bisher nicht sagen: „Zurzeit gibt es keine vordefinierten Flächenangaben“ (aktuellen Fragestunde 46-11-24).

Wir erwarten uns von dem neuen Landesplan daher klare Angaben zu den benötigten Flächen, einen Zeitplan mit Meilensteinen und auch entsprechendes Personal.

Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels und der Klimaschutz sind für viele Menschen hier in unserem Land nicht die größte Sorge in ihrem Alltag. Das heißt nicht, dass sie weniger wichtig sind.

Gerade die Politik hat die Aufgabe, vorausschauend zu handeln und auch jene Aufgaben anzupacken, die nicht täglich Gespräch am Küchentisch sind.

Doch auch wenn etwas die Südtirolerinnen und Südtiroler im Alltag umtreibt, ist das offensichtlich auch kein Grund für die Landesregierung, aktiv zu werden.

Was ist heute eine der größten Sorgen und Hemmschuhe für eine Entwicklung in Südtirol? Der Anteil der Kosten fürs Wohnen im Verhältnis zu den Familienausgaben beträgt inzwischen mehr als 40 Prozent.

Die Kosten fürs Heizen und den Strom mitgerechnet, müssen die Familien in unserem Land inzwischen die Hälfte ihrer Ausgaben fürs Wohnen einrechnen. Da läuft etwas ganz gewaltig falsch.

 

Wie wird Wohnen wieder leistbar?

 

Der Eindruck des Stillstands beim Klimaschutz bestätigt sich leider auch beim Wohnen. Zugegeben, die heutige Wohnungsnot ist nicht das Verschulden der aktuellen Landesregierung.

Sehr wohl aber ist es die Folge der Wohnungspolitik der Südtiroler Volkspartei in den letzten Jahrzehnten.

Im ersten Jahr dieser Landesregierung wurde immer wieder ein ganzes Gesetzespaket zum Wohnen angekündigt. Von einer „Revolution“ hat der Landeshauptmann selbst öffentlich gesprochen. Doch dann wurde einmal mehr wieder alles verschoben.

Die Regierung hat sich dabei als eine Truppe von Einzelkämpfer gezeigt. Jeder und jede mit seinen Ankündigungen und einzelnen Maßnahmen.

Und oftmals haben wir uns gefragt: Was ist die gemeinsame Vision dieser Landesregierung?

Also haben wir nachgefragt, zum Beispiel mit einer Landtagsanfrage zum Landesmietzins.

Der Landesmietzins ist mit rund 8 Euro zu hoch und erfüllt in manchen Bereichen seine Funktion nicht. Er legt die Kaltmiete pro Quadratmeter fest, aber wenn der Vermieter die Wohnung nicht saniert und durch eine geringe Dämmung viel Wärme und damit Geld verloren geht, zahlt der Mieter. Ein ähnliches Ungleichgewicht gibt es bei der Vermietung von Möbeln.

In der Landesregierung hat wahrscheinlich schon lang niemand mehr nach einer Mietwohnung gesucht, denn ansonsten würde auffallen, dass die Regelungen zum Teil absolut untauglich sind.

Immerhin hat die Landesregierung erkannt, dass sie beim Landesmietzins eingreifen muss.

Doch die Änderungen dazu sind Teil des groß angekündigten Wohnbaupakets – das wie erwähnt immer weiter nach hinten verschoben wird.

Inzwischen wundern wir uns, ob das zum Wohnbauinstitut jetzt wirklich schon alles war.

Das WOBI soll jetzt Wohnungen an den Mittelstand vergeben.

Und das Institut soll das Vorkaufsrecht bei Wohnungen mit Preisbindung in Gemeinden mit Wohnungsnot bekommen.

Beides bleiben mickrige Maßnahmen, wenn die Landesregierung dem WOBI nicht ordentlich Geld zur Verfügung stellt (Vielleicht ist nach den ganzen Seilbahnen ja noch etwas für die Wohnungen übrig.)

Dem Wohnbauinstitut fehlen die Wohnungen und der Baugrund. Die Diskrepanz zwischen eingereichten Gesuchen und zugewiesenen Wohnungen ist in den Städten Bozen, Meran, Brixen, Bruneck und Leifers am größten, obwohl es sich um die Gemeinden handelt, in welchen sich am meisten WOBI-Wohnungen befinden.

Südtirolweit hat ein Drittel der jeweils gültigen Gesuche (durchschnittlich 700-800 Gesuche) mindestens 25 Punkte und damit einen hohen Bedarf. Jedes Jahr aber werden nur rund 400 Wohnungen zugewiesen (Aktuelle Fragestunde Nr. 39/November/2024).

Trotz der hohen Nachfrage haben viele Gemeinden keinen neuen Grund zugewiesen, das Wohnbauprogramm für die nächsten Jahre ist eigentlich nichtssagend. Das Wohnbauinstitut braucht als dringend Geld und Grund, wenn es seiner Aufgabe nachkommen soll.

Doch wie das Wohnungspaket lässt auch die WOBI-Revolution auf sich warten: Einmal mehr gibt es von der Landesregierung nur Stillstand.

Inzwischen findet auf dem Wohnungsmarkt eine andere Revolution statt, mit Folgen für viele Familien und Gemeinden. Wohnungen, die vor Juli 2007 über den geförderten Wohnbau (also mit öffentlichen Investitionen) gebaut wurden, sind nur maximal für die Dauer von 20 Jahren konventioniert.

In diesen Jahren läuft die Pflicht der Konventionierung jener Wohnungen aus, die in den Jahren 2004, 2005, 2006 und im ersten Halbjahr 2007 errichtet wurden.

Um wie viele Wohnungen es sich genau handelt und welche Gemeinden besonders betroffen sind, das konnte uns die Landesregierung nicht mitteilen.

Verfällt die Pflicht zur Besetzung mit „Ansässigen“, dann kann eine Wohnung auf dem freien Markt verkauft werden, auch als Zweitwohnung.

Diese Wohnungen gewinnen damit wesentlich an ökonomischen Wert dazu; Menschen, die eine solche Wohnung erben, müssen wesentlich mehr Kapital aufwenden, um zum Beispiel ihre Geschwister auszuzahlen, was in vielen Fällen zum Verkauf der Wohnung führt; Ansässige können sich den Kauf dieser freien Wohnungen nicht leisten und ziehen in günstigere Gegenden.

Der Anteil an Zweitwohnungen nimmt in jenen Gemeinden noch weiter zu, die bereits heute bei Gästen und Investoren beliebt sind, z. B. Gröden.

Auf die Frage, ob die Landesregierung unsere Sorge über einen Boom an Zweitwohnungen teilt, sagt man uns: „Das Ende der Konventionierungspflicht bringt zweifellos diese Gefahr mit sich, wobei es nicht alle Gemeinden im gleichen Ausmaß betreffen dürfte. Die Fragestellung wird im Rahmen der Arbeiten zum anstehenden Landesgesetz zum Thema Wohnen behandelt werden“ (Landtagsanfrage Nr. 257/2024).

Also genau in dem Gesetz, auf das wir immer noch warten.

Zugleich aber wird die Spekulation weiter befeuert mit politischen Ankündigungen, in Zukunft alle neuen Wohnungen eine 100-prozentigen Pflicht der Konventionierung auferlegen zu wollen. Ob sich die Landesregierung irgendwann zu so einer Bestimmung durchringen wird, ist unklar.

Das Interesse von Investoren, Wohnungen mit auslaufender Konventionierung aufzukaufen, wird inzwischen jedenfalls zunehmen – mit all den sozialen Folgen für die jeweiligen Gemeinden und betroffenen Familien.

Stillstand also auch im Bereich Wohnen? Nicht ganz.

Was der Landesregierung in diesem ersten Jahr erfolgreich geschafft hat, ist all jene zu unterstützen, die bereits eine Wohnung haben oder ein Haus besitzen.

Da wären zum einen die Wintergärten in den Mischzonen und historischen Ortskernen. Sie dürfen zwischen 9 und 30 Quadratmeter groß sein. Die Kubatur dafür gibt’s geschenkt. Es ist wohl daher nur eine Frage der Zeit, bis die Forderung nach Wintergärten auch für Gebäude im landwirtschaftlichen Grün erhoben werden wird.

Und dann – in der Tradition der „guten bäuerlichen Vertretung“ – gibt es noch das Kubatur-Geschenk für Gebäude auf Agrarflächen.

Damit wurde auch das politische Versprechen gebrochen, das Bauen im landwirtschaftlichen Grün zu unterbinden und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen: Außerhalb des Siedlungsgebietes ist die verbaute Fläche hingegen steil angestiegen.

Mit dem neuen Gesetz für Raum und Landschaft wollte die Politik alles besser machen. Gekommen ist es anders: Bei der Verabschiedung des Gesetzes für Raum und Landschaft im Jahr 2018 sollte die maximale zulässige Baumasse für Wohngebäude auf Agrarflächen als „Gesamtbaumasse“ gelten (also oberirdische und unterirdische Kubatur zusammen).

Als Ausgleich wurde verfügt, dass Wohngebäude ab 300 m³ Baumasse im landwirtschaftlichen Grün auf bis zu 1.000 m³ erweitert werden dürfen. Eine Kompromisslösung, die es allen ein bisschen recht machen wollte.

Seitdem kommt ständig neue Kubatur für Gebäude auf Agrarflächen dazu. Das landwirtschaftliche Grün ist damit wieder definitiv zur Bauzone geworden.

Einmal mehr zeigt sich hier, man muss es so deutlich sagen, das Versagen dieser Landesregierung. Es wird Politik gemacht für einige wenige, die bereits genug haben, und es herrscht Stillstand für alle anderen.

 

Fazit:

 

Was hat Südtirol der „Pakt mit dem Teufel“ bisher gebracht?

Der Rekordhaushalt gäbe unserem Land die Möglichkeit, nicht getrieben zu sein, sondern selbst zu handeln. Nicht auf Krisen reagieren zu müssen, sondern mit Weitsicht frühzeitig zu agieren.

Doch dem Landeshauptmann und den Mitgliedern der Regierung gelingt es nicht, gemeinsam an einem Strang zu ziehen oder eine gemeinsame, mutige Vision für die Zukunft zu entwickeln.

Während wir alle auf eine Autonomiereform warten, die irgendwann vielleicht kommt oder vielleicht auch nicht, herrscht in wichtigen Bereichen Stillstand – zum Schaden für unser Land und für die Südtirolerinnen und Südtiroler.

Die Bereiche Klimaschutz und Wohnen sind nur zwei Beispiele dafür: ein Potpourri von Maßnahmen, aber kein gemeinsames Aktionsprogramm, keine klaren Ziele und keine sichtbaren Ergebnisse.

Und weil die Landesregierung schwach und führungslos wirkt und sich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen kann, kann sie sich auch nicht von den Lobbys freizuschwimmen.

Damit wird die Schere in unserem Land zwischen jenen, die haben und damit auch die Politik zu ihren Gunsten beeinflussen (seien es Verbände oder einzelne Unternehmer), und jenen, die ständig weniger haben, immer größer.

Diese Form von Stillstand zu erreichen, während zugleich ein Rekordhaushalt vorgelegt wird, ist fast schon eine Leistung.

Doch es ist keine, auf die Südtirol stolz sein sollte.

Gentili consigliere e consiglieri,
Egregio Presidente della Provincia,

desidero iniziare il mio intervento, come hanno fatto altri prima di me, facendo un breve riferimento agli eventi della scorsa settimana. I reati emersi nell’ambito delle indagini relative a Heinz Peter Hager, mano destra di René Benko, sono gravi. Si indaga sulla formazione di un’associazione criminale con l’aggravante del metodo mafioso. È emerso il sospetto che grandi progetti immobiliari siano stati favoriti da un investitore, a scapito della collettività. Si ipotizza che un’associazione criminale o, quantomeno, una rete di grandi investitori privati abbia influenzato in modo massiccio l’amministrazione pubblica e la politica per interessi esclusivamente privati.

Le indagini, di per sé, rappresentano già un danno enorme per il nostro territorio. Ma, se alcuni fatti venissero confermati, sarebbe una catastrofe per la fiducia nelle istituzioni, nell’amministrazione e nella politica. Nelle indagini sono coinvolte persone che hanno contribuito alla stesura del programma di coalizione, ex consiglieri comunali e funzionari della Südtiroler Volkspartei, un collaboratore di una consigliera della maggioranza e, al vertice di questa piramide, il consulente Heinz Peter Hager. Egregio Presidente della Provincia, Hager non avrà ricevuto un incarico ufficiale come consulente da parte Sua, ma Lei ora non può far credere ai cittadini che il signor Hager fosse un imprenditore qualsiasi con il quale ogni tanto si scambiava opinioni. La vicinanza osservata negli ultimi anni è evidente e non può essere cancellata con un post su Facebook.

Parliamo chiaro: la SVP ha ricevuto donazioni dal circolo intorno ad Heinz Peter Hager e in quest’aula sono state approvate leggi strettamente legate ai progetti del signor Hager. Mi riferisco, per esempio, alla cosiddetta Lex Benko, l’articolo 55 quinquies della vecchia legge urbanistica. È necessaria un’indagine completa e trasparente, e in particolare la SVP ha il dovere di fornire spiegazioni. Solo così sarà possibile ricostruire la fiducia nelle istituzioni, che è già stata gravemente compromessa. Mi aspetto dalla SVP una collaborazione assoluta e la massima trasparenza nell’affrontare e chiarire tutti i fatti emersi nel corso delle indagini.

 

In meiner Ersten Rede hier in diesem hohen Haus habe ich die Enttäuschung zum Ausdruck gebracht, die viele Menschen in diesem Land bei der Entscheidung des Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Svp mit den Fratelli d Italia und der Lega eine Regierung einzugehen verspührt haben. Am Anfang dieses Jahres, ist viel Vertrauen verloren gegangen. Der Glaube in einen progressiven Landeshauptmann, der seine Politische Mission darin sieht, die Bekämpfung Klimakrise, die Bewahrung unser aller Lebensgrundlage als Chance für eine gerechtere, menschlichere, solidarischere, fairere Gesellschaft zu nutzen ist zerbrochen. Ich glaube Herr Landeshauptmann es ist ihnen auch bewusst geworden, sie haben die Enttäuschung vieler Menschen auch prsönlich gespührt.

Sie haben sich zum Ziel genommen Vertrauen wieder zurückzugewinnen und neu aufzubauen. Dafür haben Sie sich die Rolle des Garanten, für die Bewahrung gesellschaftlicher Offenheit und Freiheit und einer Antifaschistischen und Antirassistischen Haltung der Landesregierung gegeben. Sie haben persönlich die Verantwortung übernommen, dafür zu sorgen, dass der Klimaplan des Landes weiterhin das zentrale Element der Landespolitik bleibt. Sie haben, die Entscheidung für diese Koalition mit der von Ihnen geplanten Autonomiereform begründet und diese mit klaren Zeitlichen Fristen und Ziele verbunden.

Auf diese Aspekte möchte ich bei der Beurteilung dieses erste Jahr der Regierung Kompatscher 3 aus Svp, Fratelli d Italia, Lega, Freiheitlichen, Civica eingehen.

Arno, Der Garant für die Nachhaltigkeit

Wie bereits erwähnt, haben Sie nach der anfänglichen Welle der Entrüstung betont, Sie seien der Garant dafür, dass Klimaschutz nicht zu kurz komme und dass der Klimaplan weiterhin das zentrale Element der Klimapolitik in Südtirol bleibe.

Ich habe mir daraufhin erwartet, dass Sie gerade deshalb viel mehr Engagement in den Klimaschutz investieren würden. Um aufzuzeigen, dass Sie zu ihren Versprechen stehen, um mit den Taten zu überzeugen, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. Die Realität ist leider, dass im Bereich Klimaschutz und Energiewende in diesen Monaten wirklich nur sehr wenig passiert ist.

Ich habe gesagt, dass ich Sie an den Taten messen werde und habe mir deshalb das Monitoring zum Klimaplan auf der Seite Klimaland des Landes angeschaut. Insbesondere habe ich mir alle Massnahmen angeschaut die das Land innerhalb 2023 und 2024 hätte umsetzten müssen. Es handelt sich bei diesen Massnahmen um eher kleine Dinge: Studien, Analysen, erarbeitung von Konzepten.

  • Beispiele

Von den 19 Maßnahmen, die 2024 oder sogar 2023 hätten umgesetzt werden sollen, wurde keine vollständig umgesetzt. Auch ein Blick auf die Beschlüsse der Landesregierung zeigt, dass die Bilanz für Klima- und Umweltschutz eher „mau“ ausläuft. Hier im Landtag ganz zu Schweigen. Gefühltermaßen haben wir in diesem ersten Jahr der Legislaturperiode mehr über das Thema Hausschlachtungen diskutiert als über die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen. Kein Gesetz kein Beschluss aus der Landesregierung im Landtag zum Klimaschutz. und wenn wir die Debatte nicht in das Plenum gebracht hätten, dann wäre das Thema komplett untergegangen. Da lobe ich mir die Kollegin Deeg, die neue Klimapolitische Sprecherin der Südtiroler Volkspartei. Sie hat mit ihrem Beschlussantrag Stiftung KlimaWirtschaft einen bahnbrechenden Erfolg für die Klimapolitik in diesem Land erzielt. Nun wurde die Landesregierung endlich beauftragt „zu prüfen, inwieweit die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung zur Begleitung und Unterstützung von Südtiroler Unternehmen bei der Transformation hin zur Klimaneutralität nach dem Vorbild der „Stiftung KlimaWirtschaft“ in Deutschland – zur Unterstützung bereits existierender Stakeholder Prozesse, wie z.B. das „Stakeholder Forum“- sinnvoll ist und gegebenenfalls die Gründung einer solchen Stiftung in die Wege zu leiten und aktiv zu unterstützen.“

Eine Episode aus diesem Jahr ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion, die wir zum Thema Klimaschutz und Energiewende an einer Oberschule geführt haben, wurde Ihnen von einer Schülerin eine entscheidende Frage gestellt: Ist es nicht wichtig, ein Klimagesetz auf den Weg zu bringen, um die Klimaziele und die Maßnahmen des Klimaplans verbindlich umzusetzen? Ihre sinngemäße Antwort lautete: Gesetze macht der Landtag, della serie „geht mich nichts an“.

Diese Aussage hat mich ehrlicherweise schockiert. Natürlich ist der Landtag das gesetzgebende Organ, aber seien wir doch ehrlich, es ist die Aufgabe einer Landesregierung auch in der Gesetzgebung Prioritäten zu setzen.

Als beträfe Sie das Thema nicht. Sie haben ihren „compitino“ gemacht. Ob daraus jetzt was wird, dafür sind sie nicht verantwortlich, oder was?

Die Realität, mit der wir uns auseinandersetzen müssen, ist die, die uns Professor Georg Kaser kürzlich im Landtag eindringlich vor Augen geführt hat. Es ist dieselbe Realität, mit der sich die Menschen in Valencia in diesem Jahr konfrontiert sahen. Die Klimakrise ist da. Wenn wir so weitermachen, wenn wir nicht entschlossen handeln und massiv in Klimaschutz sowie Klimaanpassungsmaßnahmen investieren, wird uns kein Rekordhaushalt aus der Klimakatastrophe retten können.

Sie sind der Landeshauptmann dieses Landes und tragen in dieser historischen und entscheidenden Zeit den größten politischen Hebel in der Hand. Wollen sie die Dinge, die sie für dieses Land wichtig erachten weiterbringen, oder Ausreden suchen wieso die Dinge nicht gehen und die Verantwortung immer wieder auf andere schieben?  Verstecken sie sich nicht, gehen Sie voraus, denn in dieser Zeit sind Entschlossenheit und Leadership gefragt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Klimaschutz endgültig zum Nebenschauplatz der Politik in diesem Land geworden ist.

Sie haben sich als Garant für den Stillstand in der Klimapolitik erwiesen. Die Emissionen stagnieren weiterhin in allen Sektoren – im Verkehrsbereich steigen sie sogar noch an. Die versprochene soziale Unterstützung und Abfederung von Klimaschutzmaßnahmen bleiben ebenfalls aus, wie wir zum Beispiel bei der Wärmewende sehen.

Ohne ein Klimaschutzgesetz bleibt Klimaschutz ein leeres Versprechen. Das habe ich Ihnen bereits im Frühjahr gesagt, und genau das hat sich in diesem ersten Jahr bestätigt.

 

 

Der Garant für die Autonomie?

Lei ha giustificato questa coalizione con la necessità di una riforma dell’autonomia e definito un chiaro tempo di marcia a riguardo. Ricordo ancora che all’inizio della legislatura era stato garantito che il procedimento parlamentare sarebbe iniziato già in estate. Era stato promesso ai cittadini che, se il calendario non fosse stato rispettato, si sarebbe immediatamente tirato il freno di emergenza.

 

Tuttavia, ciò che abbiamo potuto osservare è stato un continuo rinvio delle scadenze e i tempi si sono, chiaramente, dilatati. Ora siamo a dicembre e non c’è nessun pacchetto autonomia che ci aspetta sotto l’albero di Natale. Conseguenze, finora, non ce ne sono state: continua a governare come se nulla fosse. Anche le promesse fatte ai cittadini – cioè che avrebbe messo in discussione la coalizione se il tempo di marcia per l’autonomia non fosse stato rispettato – si sono rivelate vuote.

 

Da ciò posso trarre solo due spiegazioni plausibili: o il tema dell’autonomia è stato usato come pretesto per giustificare la collaborazione con partner di coalizione bendisposti, come aveva già fatto nella scorsa legislatura con la Lega; oppure ha sopravvalutato ancora una volta le Sue possibilità e ora non può permettersi, per motivi di immagine, di fallire di nuovo. Spero che quest’ultima ipotesi non si avveri.

 

Autonomiereform zu welchem Preis?

In der letzten Landtagswoche haben Sie im Zusammenhang mit der Autonomiereform erklärt, dass Meloni eine Zusage zur Autonomie „ohne Bedingungen gemacht habe“. Sorry wenn ich hier so direkt bin, aber falscher Kann diese Aussage nicht sein.

Meloni hat im italienischen Parlament am Tag ihres Amtsantritts öffentlich das Versprechen abgegeben, die Autonomie wiederherzustellen. Ja, Sie hat diese Zusage gemacht. Als aufrichtige Politikerin würde sie zu ihrem Versprechen stehen – und zwar ohne ein Jahr später Bedingungen zu stellen.

Die erste Bedingung die sie gestellt hat war diese Koalition. Sie, Herr Landeshauptmann, haben ja selber diese Koalition damit begründet. Tja und dann kam eine Bedingung nach der anderen. Zum Beispiel die, dass Landesrat Bianchi auf der Regierungsbank sitzt und nicht der Kollege Angelo Gennaccaro der der Meistgewählte Italiener innerhalb der Mehrheit -> Bedingung von Calderoli.

Dann die Bedingung, dass auch der Präsident der 6er Kommission am Tisch der Autonomie sitzen muss (der größte Feind der Autonomie sitzt jetzt am Tisch zur Autonomiereform), Herr Urzi. Und dann hat es erst richtig angefangen: man interpretiere den Begriff der „herstellung der autonomie“ anders, man wolle eigene Forderungen in die Autonomiereform miteinfließen lassen. Spätestens an diesem Punkt hätte klar sein müssen, mit wem man es hier zu tun hat und dass FdI nicht zu trauen ist.

Meloni sitz am längeren Hebel, das Autonomiestatut wird im Parlament in Rom reformiert und dort hat die Rechte Koalition die absolute Mehrheit. Meloni kann die Reform bis ins unendliche Hinauszögern und das wird sie auch tun. Den solange die Reform der Autonomie nicht abgeschlossen sein wird, solange wird die Svp an Melonis Lippen hängen. Spätestens nach diesem Jahr sollte Meloni verstanden haben, dass sie keinerlei Konsequenzen aus Südtirol zu fürchten hat.

Die Autonomiereform ist zum Druckmittel der Regierung Meloni gegenüber Südtirol geworden. Meloni nutzt die Autonomiereform aus, die Svp aus, um sich auf internationaler Bühne als Moderat und Bürgerlich darzustellen. Die Autonomie ist ihr relativ wurscht, Sie weiß aber dass sie sich mit Südtirol auf internationaler Bühne Schmücken kann. Sie kann doch keine Extremiistin sein wenn sie sich sogar für die Autonomie in Südtirol einsetzt. Natürlich sollte sie Teil der neuen Mehrheit in Europa werden und gemeinsam mit den Christdemokraten regieren, das macht sie ja in Südtirol schließlich auch.

Sie nutzt die Svp aus, um ihre Machtposition in Südtirol zu zementieren, um eine zentralistische Politik, mit dem Segen der Autonomen Provinz Südtirol durchzusetzen. (wir haben es gesehen bei der Diskussion zur Verfassungsreform zu Premierato)

Sie nutzt die Svp aus, um rechtsextreme Positionen Salonfähig zu machen und den Gesellschaftlichen Diskurs zu verschieben. Genau diese schleichende Normalisierung des Rechtsextremismus in der Gesellschaft ist vielleicht der höchste Preis den wir für diese Autonomiereform zahlen. Das Macht Meloni natürlich nicht nur hier. Wir sind jetzt nicht die Ursache von allem Übel klar, aber wir sind Teil dieser Strategie von Meloni geworden und helfen ihr dabei.

Der Garant für den Antifaschismus?

Dalla sua elezione nell’ottobre 2022, il governo Meloni ha messo in atto una serie di misure e iniziative che delineano un quadro preoccupante sui diritti civili e la libertà di stampa:

  1. Riduzione dei fondi per la prevenzione della violenza contro le donne:
    Una decisione allarmante è stata la drastica riduzione del 70% dei fondi destinati alla prevenzione della violenza contro le donne. Nello specifico, i fondi stanziati dal governo Draghi per il 2023, pari a 17 milioni di euro, sono stati ridotti a soli 5 milioni di euro.
  2. Inasprimento legislativo contro i diritti delle donne:
    Nell’aprile 2024 è stato approvato un emendamento di Fratelli d’Italia che consente agli anti-abortisti di avvicinare le donne nelle cliniche. Testimonianze di donne coinvolte raccontano di episodi in cui sono state costrette ad ascoltare il battito del feto.
  3. Rifiuto di supportare i diritti della comunità LGBTQI+:
    Il governo Meloni si è rifiutato di sottoscrivere la dichiarazione per promuovere politiche europee a favore delle comunità LGBTQI+.
  4. Controllo dei media statali e limitazione della libertà di stampa:
    Dall’inizio del mandato Meloni, si osserva un crescente controllo sui media statali. Il programma Insider di Roberto Saviano è stato eliminato dal palinsesto, così come il monologo di Saviano previsto per il 25 aprile nel programma Rai Che sarà. Gli emendamenti proposti dalla commissione di vigilanza Rai, presentati da FdI e Lega, minano le regole della cosiddetta par condicio.

Queste misure hanno portato giornaliste e giornalisti a protestare contro il “soffocante controllo” del governo. Nel rapporto annuale di Reporter Senza Frontiere, l’Italia è scesa al 46° posto per la libertà di stampa, avvicinandosi più all’Ungheria che a Paesi come Germania, Francia o Regno Unito.

Chi espone opinioni scomode viene intimidito. Lo vediamo anche qui da noi.

Die Normalisierung extrem rechter Gedankengänge und politischer Strategien ist dabei ein gezielter Prozess. Es entstehen zunehmend Strukturen und Maßnahmen, die es ermöglichen, rechtsextreme Politik ohne wirkbaren gesellschaftlichen Widerstand zu etablieren. Der Preis für die Autonomie und die aktuell verfolgte Strategie ist somit nicht nur politisch, sondern gesellschaftlich und demokratisch bedrohlich.

Mein Faziz zur Autonomie: Mehr als der Garant für die Autonomie, sind Sie zum Feigenblatt für die rechte Gesinnung dieser italienischen Regierung geworden.

 

Ja, dieser Haushalt ist solide: keine Schulden, niedrige Steuern. Doch zu welchem Preis?

Die Lebenshaltungskosten sind in Südtirol zwischen 2008 und 2023 um 40% gestiegen. Das muss man sich mal vorstellen. Auch die Angekündigten Inflationsanpassungen werden nicht reichen. Es geht hier aber nicht nur darum Gerechtigkeit zu schaffen und den Menschen endlich einen fairen und gerechten Lohn zu zahlen. Es geht um die Zukunft des öffentlichen Dienstes. Wenn wir in Zukunft noch einen öffentlichen Dienst haben wollen, dann reichen die Maßnahmen dieser Landesregierung nicht aus. Die Situation ist nicht einfach, ich erkenne das an. Italien ist das Land in Europa wo die Lohnentwicklung am meisten zurückgeblieben ist. Der Fachkräftemangel wird zur Dauerbelastung aller Bereiche. Sei es bei der Bildung, der Pflege, den lokalen Unternehmen.

Wir spüren die Direkte Konkurrenz von Nachbar Regionen wo viel mehr bezahlt wird, Österreich, Deutschland oder die Schweiz.

Aber dennoch wir dürfen es uns nicht leisten einen starken öffentlichen Dienst zu verlieren. Das wäre das teuerste was uns passieren würde. Gute Löhne heute, sind ein starker öffentlicher Dienst von morgen.

Die meisten Südtiroler:innen studieren dann im Ausland, was ja super ist. Bleiben dann aber oft dort. Dort verdienen sie einfach besser und haben eine hohe lebensqualität, und erleben dort vielleicht auch eine etwas offenere Gesellschaft. Die Berge retten und ein bisschen, die schöne Natur ist dann doch für viele ein Grund, schlechter bezahlt zu werden aber trotzdem zurück zu kommen. Aber darauf können wir doch nicht unsere Wirtschafts und Arbeitspolitik aufbauen. Wir müssen für junge Menschen attraktiv werden. Ohne Jugend keine Zukunft.

Wir erleben eine Zeitenwende. Die Herausforderungen sind enorm und wir können nicht weitermachen wie bisher. Die Bemühungen sind erkennbar, aber sie reichen nicht aus.

Es braucht eine umfagreiche neuaufstellung der Haushaltes. Mit Lohnerhöhungen die ihren Namen verdienen im öffentlichen Dienst und mit großen Investitionen in öffentlichen Wohnraum, Infrastruktur und Klimaschutz. Und ich sag es ganz klar und ganz offen: auch Schuldenfinanziert. Wir müssen aus dieser Neoliberalen Haushaltspolitik herauskommen, wo der wirtschaftliche Erfolg den Menschen nicht zugute kommt. Wo die Menschen die hier leben den Preis für den Wirtschaftlichen Erfolg durch Inflation und unmögliche Lebenshaltungskosten zahlen müssen. Wir müssen uns neu orientieren und den jungen Menschen in diesem Land eine Zukunft geben. Dafür braucht es jetzt mutige Entscheidungen.

Dieses Land braucht Führung – eine klare Richtung, die wir einschlagen wollen. Doch stattdessen verharrt die Regierung in ihrer Trägheit. Wenn wir nicht bald handeln, wird uns die Realität überrollen.

Die Landesregierung rudert und rudert – aber sie kommt nicht vom Fleck.

Jetzt wäre die Zeit für Grundsatzentscheidungen, für Reformen, für neue Antworten auf die Herausforderungen, die vor uns liegen. Gerade bei einem Rekordhaushalt wäre das notwendig. Nach diesem ersten Jahr der Regierung Kompatscher 3 hat man nicht den Eindruck, dass dies passieren wird. Wir erleben eine politische Leere in der Mehrheit die von Streitereien überschattet wird und ich wünsche mir für unser Land, das sich das ändert. So wie es ist, kann es nicht bleiben.

 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Rede zum Landeshaushalt 2025, Brigitte Foppa

Wir stehen auf Treibsand

In diesem Augenblick gleicht dieser Landtag, die politische Führung des Landes und seine Wirtschaftselite, Teile von Medien und Verwaltung, einem Gebäude, das auf Treibsand steht. Es gibt, soviel wird bei der Lektüre der Ermittlungsschriften in der Causa Benko/Hager klar, für bestimmte Menschen und Unternehmen keine ethische Gewissheit, zum Teil auch keinen Stolz und keine ehrliche Grundgesinnung. Machtstrukturen im Land scheinen nicht auf Verantwortung und Allgemeininteresse zu fußen, sondern auf Käuflichkeit, Bedrohung, Unterwerfung und Zynismus. Ein grauenhaftes Sittenbild kommt zutage.

Unsere Demokratie hat in jeder Hinsicht an Würde verloren. Das ist mein Fazit nach dieser letzten Woche im Dezember 2024, den letzten Monaten in diesem Haus, nach einem Jahr Regierung Kompatscher-ter.

Vor einem Jahr war dieser Landtag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Es fanden die ersten Bewegungen statt, um eine neue Landesregierung zu bilden. Bereits beim Dreierlandtag in Riva del Garda am 15. Juni 2023, spätestens da, war uns klar geworden, dass Arno Kompatscher eine Regierung mit den in Rom regierenden Rechtsparteien anstreben würde.

Im Wahlkampf hat er das nie gesagt.

Er hat nie abgefragt, ob die Bevölkerung Südtirols eine Autonomiereform zum Preis einer Regierung mit Postfaschisten und Ultrarechten wünscht. Kompatscher, 2013 als Mann der Partizipation gestartet, hat sein Projekt allein beschlossen, und es auch in der gesamten Vor- und Nachwahlzeit geheim gehalten oder zumindest ungesagt gelassen.

Er spielte ein doppeltes Spiel, und ich glaube, es ist heute die Zeit und hier der Ort, dies auch in aller Klarheit zu sagen.

Denn wir befinden uns jetzt in einer Legislaturperiode, deren nicht angekündigtes und nicht von den Menschen gewähltes Ziel eine Autonomiereform ist. Gegen die kann man nicht sein. Wiederherstellung, Klärung, Benennung der Kompetenzen, Einvernehmensprinzip – wer wird das beanstanden?

Der Preis aber, der dafür bezahlt wird, der hätte abgestimmt werden müssen. Die Menschen, die Arno Kompatscher 2023 gewählt haben, wählten, ohne es zu wissen, ein Projekt.

Das Projekt heißt “Arnos Autonomiereform mit Giorgia Meloni, Roberto Calderoli, Alessandro Urzì und Marco Galateo”. Das Ziel bestimmen nicht nur der Weg, sondern auch die Weggefährten.

Ein Jahr später sehen wir, was der Preis war.

Verlust an demokratischer Reife

Nach den Wahlen 2023 haben wir folgende Situation:

  1. Es gibt nun Rechtspopulisten im Landtag. Das haben die Wähler:innen entschieden.
  2. Es gibt nun Rechtsnationalisten in der Landesregierung. Das hat die SVP (die Südtiroler Volkspartei, Sammelpartei der deutschen und ladinischen Südtiroler:innen) entschieden.

Zu Punkt 1) hat die SVP natürlich eine große Verantwortung: zuerst die Lega Salvini in die Südtiroler Landesregierung geholt zu haben (2018), und damit den Weg frei gemacht zu haben für die unverhohlene, brutale Ausländerfeindlichkeit, die den Wahlkampf 2023 gekennzeichnet hat. Das war die Ernte.

Una ciliegia tira l’altra ist ein beliebter italienischer Sommerspruch.

Un partito di destra tira l’altro, so würde ich es in die Politik übersetzen.

Regierungsbeteiligung als Entzauberungskonzept funktioniert nicht. Das hat Silvio Berlusconi eindrucksvoll bewiesen. Das Ergebnis von Berlusconi ist Giorgia Meloni.

Südtirols Mehrheitspartei hat einen gewagten Schritt gemacht, als sie die Lega in die Regierung genommen hat. Sie hat sich überschätzt. Denn sie hat zwar die Lega entmannt, dabei aber Fratelli d’Italia herangeziehgelt.

Aber es ist nicht alles. Anstatt es nur blind zu stigmatisieren, müssen wir uns die Frage stellen: Was treibt ein Wohlstandsland wie Südtirol (aber wir können auch von Deutschland oder Frankreich, von Österreich, Sachsen, Thüringen etc. sprechen) zu Rechtspopulisten? Da müssen Fehler passiert sein.

Ängste wurden nicht gesehen, oder klein geredet. Es sind insbesondere Verlustängste, Statusverlustängste, Wohlstandsverlustängste, Machtverlustängste, die Menschen (Männer besonders, aber nicht nur) in die Arme der Rechten treiben. Corona hat als Katalysator das seine beigetragen.

Wir haben gut daran getan, liebe Kolleginnen und Kollegen, im Frühjahr eine rote Linie zu ziehen, um auf die Grenzen des Sagbaren hinzuweisen.

Denn diese Grenze hat sich in den letzten Jahren, im letzten zumal, verschoben.

Würdeverlust

Am Ende des ersten Jahres dieser Legislaturperiode ist es der Kern meines Anliegens, zu verstehen, was sich in unserer Demokratie verändert hat. Wir sind hier, um Demokratie zu machen. Das ist unser Auftrag als Abgeordnete dieses Landes. Wir sind also die Akteur:innen der Demokratie, aber auch ihr Seismograph.

Wir haben in diesem Landtag im letzten Jahr Sätze gehört, die belegen, dass nicht alle Abgeordneten dieses Hauses finden, dass das Gesetz für alle gleich ist. Es wurde von „Durchfüttern“ der Menschen gesprochen, die aus anderen Ländern nach Südtirol kommen. Die Rede von „Sozialschmarotzertum“ ist wieder aula- und damit salonfähig.

Der Diskurs hat sich radikalisiert.

Es gibt Remigrationsphantasien und sogar unverhohlene Anklänge an den Nationalsozialismus.

Es gibt Parteien, die festlegen, was, und wer!, „normal“ ist.

Es gibt Abgeordnete und Parteien, die stolz verkünden, dass sie nicht parlamentarisch zu arbeiten gedenken. Dass die parlamentarische Auseinandersetzung überflüssig ist, ja, verlorene Zeit.

Sie machen auch keine Gesetzesvorlagen. Ich wurde, wie andere in diesem Haus, verlacht und verhöhnt, weil ich mir die Regierungserklärung durchstudiert und dazu eine Stellungnahme erarbeitet hatte.

Das, was wir hier in unserer kleinen lokalen Dimension erleben, erniedrigt die Demokratie.

Rechtspopulist:innen und Rechtsnationalist:innen verballhornen den Parlamentarismus.

Sie lachen ihn aus.

Sie haben keinen Respekt vor der Institution.

Und da gibt es, liebe Kolleg:innen, die wir gemeinsam die rote Linie gezogen haben, keinen Unterschied zwischen jenen, die an der Regierung sind, und jenen, die es nicht sind. Die rote Linie habt ihr letztlich auch gegenüber den eigenen Mehrheitsmitgliedern gezogen. Denn Achtung, Rechtspopulismus und, ja, auch Faschismus beginnt immer am selben Ort, nämlich an der Geringschätzung der Institutionen.

Ich habe in den letzten 10 Jahren in diesem Haus doch einige Rechtspolitiker:innen erlebt, viele davon mit einem ausgeprägten Sinn für die demokratische Institution. Es gibt Rechtspolitiker:innen, die in der Sache hart argumentieren, die aber den Respekt vor dem Landtag niemals verlieren.

Eine andere Ebene wird erreicht, wenn die Institution verhöhnt oder nicht mehr ernst genommen wird. Wir erleben diesen Niedergang mit. Abgeordnete halten sich nicht an die Regeln, es gibt Schreiduelle und Sketches als Videovorlage. Sie sind wichtiger als die parlamentarische Debatte.

Wir haben nun einen Vizelandeshauptmann, der sich als Influencer gebärdet – er macht Werbung für Eisdielen, für Yoghurt, für den Speck sowieso. Er ist während der Landtagssitzung mit einer Speckplatte in die Aula gekommen und hat während der Aktuellen Fragestunde eine Speckverkostung abgehalten – und anschließend hier großspurig erklärt, wer diktatorisch ist und wer der Demokrat. Jetzt delektiert er uns sogar mit einer Letterina a Babbo Natale e al Christkind, dalle stanze di Thun. È vero che la letterina, che Lei ha scritto “a nome di tutti i bambini delle scuole italiane”, è stata mandata alle famiglie attraverso il registro elettronico? Sarebbe davvero grave.

Il vicepresidente del Consiglio Provinciale invece ci spiega come fare i biscotti….

Dieser fehlende Sinn für die Institution ist in dieser Form neu.

Auch früher gab es Sammelentschuldigungen für dauerhaft abwesende Landesräte. Aber das Nachsitzen, das haben wir glatt neu einführen müssen, nachdem LR Alfreider sich gar nicht mehr blicken ließ.

Wir haben noch nie wie jetzt freche Antworten auf unsere Anfragen erhalten („studieren Sie sich die IMonitraf!-Daten selber durch!“ oder: „Wir laden Sie ein, unsere Migrationspolitik mitzutragen“ oder ganz einfach nur: „Davon ist nichts bekannt“).

Wir haben noch nie wie jetzt Spielchen, Tricksereien und Dehnungen der Geschäftsordnung, vor allem im Regionalrat, seitens der Volkspartei erlebt. Mehr als einmal musste sie glatt kontrollieren, ob die Mitglieder der Mehrheit sich an die internen Vorgaben halten.

Wie mies ist das alles, Kolleginnen und Kollegen? Wie tief soll der Landtag noch sinken?

Kompetenzverlust

Im Landtag ist auch die Debattenkultur zurückgegangen. Man sitzt die Dinge aus. Arroganz wird nicht einmal mehr inszeniert, sondern stillschweigend ausgeübt. Man trickst herum. In den Gesetzgebungsausschüssen wird nicht mehr argumentiert, sondern einfach ein vorgegebenes Abstimmungsscript abgearbeitet. Mit hat es sehr zu denken gegeben, dass in unserem Haushaltsausschuss ein kleiner sprachlicher Korrektur-bzw. Präzisierungsvorschlag schon zu viel war. Man hat gemeint, das müsse man prüfen lassen, ich solle es nochmal in der Aula vorlegen.
Kolleginnen und Kollegen der Mehrheit, bitte wacht auf!

So kann das doch nicht weitergehen. Wir haben noch einen großen Teil unserer Legislaturperiode vor uns, und es ist unser Auftrag, das Land, mit verteilten Rollen in Mehrheit und Minderheit zu führen.
Ihr vertretet einen Teil der Bevölkerung! Ihr habt einen Auftrag! Ihr könnt nicht einfach hier sitzen und warten, dass die Landtagswoche am Donnerstag vorbei ist. Dass der Kelch vorüber geht, und ihr wieder auf einem Kirchtag oder einer Hauptversammlung Präsenzpolitik machen könnt.

Wir sind hier, um das Wohl des Landes auszustreiten. Wir sind hier für den Wettstreit der Ideen. Wir sind NICHT hier, um zu warten, dass jemand anderer am Landtag vorbei verwaltet oder entscheidet.

Polarisierung und Populismus

Die Landesregierung hat die Corona-Aufarbeitung in Auftrag gegeben.

Nun wissen wir wohl alle, dass wir weiterhin in Spaltungen verhangen sind. Die Pandemie hat ihre Spuren mehr in den Systemen hinterlassen als in den Körpern der Menschen. Unüberbrückbar scheinen manche Konflikte, unberührbar bestimmte Haltungen.

Es liegt an uns, wie wir damit umgehen. Es gibt Kräfte im Land, die aus der Polarisierung Kapital geschlagen haben und schlagen.

Populismus lebt von Polarisierung. Und Polarisierung nährt sich von Populismus. Die beiden stehen in engster Verbindung.

In den letzten Jahren erleben wir eine Hochzeit des Populismus.

Dass der Landtag gerade in dieser Legislatur so intensiv sich mit Anhörungen befasst, ist ein guter Gegentrend. Anhören, in Dialog treten, zulassen, dass die eigene Meinung Brüche hat und vielleicht von einem anderen Argument widerlegt oder korrigiert werden könnte, das ist eine der wenigen Medizinen gegen Populismus.

Erst kürzlich gab es hierzu ein gutes Beispiel. Im 3. GGA hatten wir die Anhörung zum Tourismus. Es war ein erhebender Moment des Zusammentragens von Informationen und Meinungen. Vertretungen unterschiedlicher Positionen saßen gemeinsam hier in dieser Aula und hörten das erste Mal in direktem Austausch die gegensätzlichen Ansichten. Man tauschte sich anschließend die Telefonnummern aus.

Die Landesregierung ließ sich nur kurz blicken, LR Walcher und LH Kompatscher hatten zu tun. Wenige Tage später waren die beiden dann bei der Jahresversammlung des Köcheverbandes anwesend. LH Kompatscher zündete ein/zwei Populismusleuchtraketen, man konnte nur staunen („Es heißt immer wieder, es ist zuviel Tourismus! Es ist zuviel, mit dem Gejammere über zuviel Tourismus!“) – und prompt musste LR Walcher sofort nachlegen, um sich ja nicht populistisch überholen zu lassen. Wenige Tage später gab es dann bei der Präsentation des Klimabürgerrats nachdenklich gesenkte Köpfe, als die Daten zu Verkehr und Energieverbrauch vorgestellt wurden.

Soviel zum doppelten Spiel.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, bitte passen wir auf. Populismus ist nicht ein Entgegenkommen gegenüber der Volksmeinung. Populismus ist eine Lenkung der Volksmeinung. Und, das Wichtigste, vor allem für jene, die meinen, es gebe auch einen „linken“ oder „liberalen“ Populismus: Nein, Populismus führt immer nach Rechts. Es ist eine unwiderlegbare Regel, die jeder wissen muss, der meint, man müsse nur den „richtigen“ Populismus finden. Bis jetzt hat noch jeder Populismus in der Geschichte am Ende eine rechte Gesellschaft hinterlassen. Das ist vielleicht für viele erstrebenswert. Ich richte mich an jene in diesem Haus, ich glaube es sind doch einige, für die es das nicht ist. Wir fragen uns immer, wo die Anfänge liegen. Ecco, die Anfänge von rechten Bewegungen liegen im Populismus.

Vertrauensverlust

Das alles hat dazu geführt, dass das Vertrauen in die Volksvertretung geschwunden ist. Wir alle spüren diesen Vertrauensverlust.

Die letzten Geschehnisse rund um Hager und Benko geben dem verbliebenen Restvertrauen in die Politik den Todesstoß. „Freunde im Edelweiß“, das war noch wie in ein Schlüsselloch schauen und sich mit Entsetzen wieder abwenden, von dem, was man gesehen hat. Die Hager/Benko-Geschichte zeigt auf, dass „die andere Seite“ der SVP zurückschlägt. Man fragt sich, ob das nicht ein richtiger Bandenkrieg ist.

Der Landeshauptmann bestreitet das Nahverhältnis zu Hager, mit dem er in einem Chat zum Weihnachtsessen ist.

Darüber hinaus hatte er mit Hager zumindest in den Monaten, in denen das damalige Kaufhaus Bozen, später Waltherpark aufgesetzt wurde, täglich Kontakt. Ich habe Hager jedenfalls mit eigenen Augen von unseren Landtagsbüros aus im Palais Widmann ein- und ausgehen sehen, und ich glaube nicht, dass es ihm da um Weihnachtsmenüs ging. LR Walcher ist nicht belangt, weil in Italien der Strafbestand des Amtsmissbrauchs aufgehoben wurde.

Lorenzo Barzon, der trotz seiner Jugend mehrere Generationen von italienischen Mehrheitsmitgliedern betreut hat, rollte mit seinem Elektroroller direkt aus den Räumlichkeiten des Landtags in die Kanzlei Hager. Eine Putzkraft im Hause hat mir einmal geraten, abends unsere Büros abzusperren, sie habe Barzon aus unseren Räumlichkeiten gehen sehen.

Medienvertreter, die uns mit Druck dazu bewegen wollten, Untersuchungsausschüsse im Landtag einzusetzen, oder den Landesrat Widmann aus dem Amt zu jagen, scheinen in den Ermittlungen als Handlanger Hagers auf. Kolleginnen und Kollegen, werter Landeshauptmann – diese Geschichte betrifft unser Haus aus nächster Nähe. Als wir hier letzte Woche eine Klärung verlangten, haben wir darum kämpfen müssen, dass der LH Stellung nimmt. Dabei war es wichtig, dass die ersten Aussagen dazu genau hier im Landtag widerhallten.

Das ist das Haus der Volksvertretung!

Wenn wir diesen Anspruch nicht mehr haben, können wir zusperren.

Selbstverteidigung und Visionslosigkeit

Das ist eine sehr lange Analyse der politischen Ebene, vielleicht auch ein bisschen viel Beschäftigung mit uns selbst. Nach einem Jahr Rechts-Rechts-Regierung hat das seine Berechtigung.

Bei seiner Haushaltsrede hat LH Kompatscher 2 Stunden lang Totalverteidigung betrieben. Er hatte auch schon in den vergangenen Haushaltsreden etwaige Kritiken vorweg genommen und im Vorhinein darauf geantwortet. Aber meistens hatten seine Reden auch etwas Programmatisches. Ich erinnere mich an das Proklam der Nachhaltigkeit, mit dem der Klimakompatscher eingeläutet wurde. Vorher war einmal eine Haushaltsrede der Sicherheit gewidmet, damals war das der Versuch einer Antwort in unsicheren Zeiten.

Bei der Haushaltsrede 2025 sind wir in einem Meer von Worten ertrunken, von denen kaum etwas übrig geblieben ist. Ich bin gespannt, ob jemand von der Mehrheit noch etwas herausarbeiten wird, ob doch noch eine Vision ableitbar ist.

Mir ist nur ein Satz in Erinnerung geblieben, er lautete: „Der Wirtschaft geht es gut.“

Der Wirtschaft geht es gut.

Laut dem liberalen Credo bedeutet das, wenn es also der Wirtschaft gut geht, es auch der Gesellschaft gut geht.

So ist es aber nicht. Die Gesellschaft Südtirols ist nach einem Jahr Kompatscher-Rechts-Rechts-Regierung erschöpfter denn je. Die Polarisierung und Verhärtung und Verkantung, die wir hier im Landtag spüren, ist nichts anderes als jene, die die Gesellschaft prägt. Gerade deshalb wäre es wichtig, hier Reife und Verantwortungsbewusstsein zu zeigen, Orientierung zu geben. Sie werden den Kommentar in der swz gelesen haben, der uns daran erinnert, dass es große Probleme zu lösen gäbe.

Viele dieser Probleme wurden viel zu lange vor sich hergeschoben, auch schon in der Vorgängerära.

Das Wachstumsmodell Südtirol schien, über Jahrzehnte!, keine Korrekturen nötig zu haben, so sehen wir es in aller Klarheit nun im Nachhinein.

Wie vieles wurde verabsäumt! Wie viele Grundprobleme nicht erkannt oder bei Aufzeigen geleugnet!

So erleben wir nun eine müde, ausgezehrte, überlastete und durch all das reizbare Gesellschaft.

Ich zeige die Auswirkungen dieser Versäumnisse an einigen Beispielen.

Die Familienmodelle haben sich verändert, aber die Rahmenbedingungen sind nicht bereit und halten auch nicht Schritt. Die langjährigen Versäumnisse in Sachen Betreuung und Pflege werden jetzt bitter bezahlt, vor allem von Frauen, die neben Beruf, Familie, Pflege und Betreuung inzwischen oft noch einer zweiten Arbeit nachgehen müssen, um über die Runden zu kommen.

Wie lange hat man es verabsäumt, bei den Löhnen nachzubessern? Nun ist der Lohnrückstand dramatisch geworden, bei vielen reicht es hinten und vorn nicht mehr. Was das alles für die jungen Menschen und für die alten Menschen bedeutet, für die niemand mehr Zeit hat, das ist noch gar nicht genau erfasst – die Folgen aber werden sich in aller Dramatik bald zeigen.

Sozialneid macht sich breit.

Wenn es knapp wird, wird umso argwöhnischer auf die anderen geschaut. An der Diskussion um die Gästekarte („das verhassteste Wort im Land“, wie es Gewerkschafterin Cristina Masera bei der Tourismus-Anhörung auf den Punkt brachte) spitzt sich die ebenfalls lange vor sich hergeschobene Overtourism-Diskussion zu. Den Zeitpunkt, die Diskussion sachlich zu führen, hat man auch hier verpasst. Noch in der letzten Legislatur wurde in diesem Saal die Tatsache des Overtourism vehement geleugnet, die älteren Kollegen werden sich erinnern. Es gebe nur Overmobility, hieß es aus den Reihen der Mehrheit. Was hat LR Schuler mitgemacht, als er die Bettenbremse einführen wollte! Wie haben da alle um Ausnahmeregelungen gerungen, um ja nicht einen Gang herunter zu fahren!

Und jetzt ist es so weit, dass die Menschen auf die Barrikaden gehen. Sie fühlen sich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, sie fühlen sich insgesamt benachteiligt. Immer mehr fürchten sie um die Landschaft, um das echte Naturerbe. Die Aussichten sind auch in diesem Landeshaushalt düster im Hinblick auf Naturerhaltung, Wachstumsbremse, dem Einhaltgebieten von Infrastrukturausbau. Klimaschutz hatte nur ein paar viel zu schnell vergangene Jahre lang Konjunktur. Jetzt sind wir wieder da, wo wir vorher waren.

Und bitte nicht jammern!

Verpasst hat man auch die Anpassung von Bildung und Verwaltung an die aktuellen Entwicklungen. Ein Heer von erschöpften Lehrer:innen und Schulführungskräften, die sich unterbezahlt, unterbewertet und überbelastet fühlen, erlebt tagtäglich den Wandel der Gesellschaft an vorderster Front, ausgesetzt und mit viel zu wenig Ressourcen ausgestattet. Die italienische Schule hat in den urbanen Kontexten die Erfahrung als erste gemacht, etwa im Bereich der Kinder mit Migrationshintergrund. (die italienische Schule trägt immer noch mit 17 bis 28% den Hauptteil, in den deutschsprachigen Bildungseinrichtungen sind es 6 bis 11%) Da hat sich viel verändert. Die Systeme halten nur durch das Zähnezusammenbeißen der Menschen in ihnen stand – aber auf Dauer kann das nicht funktionieren.

Die Ausbeutung der Menschen in Bildung und Verwaltung, und auch in der Privatwirtschaft (denken wir nur an die Parasubordinati, an die Leihzeitverträge, an die hundsmiserablen Stundenlöhne in den Subunternehmen), sie ist unseres reichen Landes nicht würdig.

Viel zu lange hat man auch damit zugewartet, die Alterung der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit anzugehen. Die Boomergeneration schreitet unaufhörlich auf das Altwerden/Altsein zu, vorbereitet ist unser Sozialsystem nicht. Wir sehen das an den übereilten, weil verspäteten Maßnahmen im Ausbildungsbereich. Wer hier immer noch meint, das alles ginge ohne Hilfe ausländischer Arbeitskräfte, der möge bitte ein Gegenmodell liefern.

Wo sicher dringender Handlungsbedarf besteht, ist die Inklusion von Menschen aus anderen Ländern. Wer laut schreit gegen Ausländer im Wahlkampf und im politischen Alltag, und damit leicht Stimmen und Konsens holt, sollte in so manches Wohnhaus in den riesigen Kondominien in Bozen oder Brixen gehen. Es muss uns bewusst sein, dass wir in unserem Land tickende Zeitbomben haben.

Und nein, es sind nicht die von manchen Kollegen illegal genannten Menschen auf der Flucht das Problem. Sie werden bald, wenn er so weiter macht, vom eifrigen Quästor Sartori in die Abschiebezentren gebracht worden und damit von der Bildfläche verschwunden sein.

Nein, das Problem ist vielmehr in einer gerade erwachsen werdenden Generation von Kindern der Einwanderung zu orten, die sich nicht beheimatet fühlen, die aus vielerlei Gründen in echten und abgedrängten Parallelwelten aufgewachsen sind. Hier gibt es riesigen Handlungsbedarf, der hinter der Lawine populistischer Parolen und Losungen von (viel zu wenigen) engagierten Menschen wahrgenommen wird – aber immer leiser werden ihre Stimmen vor dem immer lauteren rassistischen Gedröhne.

An diesen Beispielen sehen wir: Es ist immer das gleiche Schema: Während die Politik sich lange Streitphasen und Glaubenskriege erlaubt (außerfamiliäre Kinderbetreuung ja oder nein, overtourism ja oder nein, Migration ja oder nein etc), entwickelt sich die Gesellschaft rasant weiter und alles, was ungesteuert bleibt, rächt sich in der Folge.

In vielen Bereichen sind wir nun genau dort angekommen, wo sich die Untätigkeit und Visionslosigkeit eines monolithischen politischen Systems, das sich nie wirklich hinterfragen oder an einem echten, gleichwertigen Koalitionspartner messen muss, in aller Breite und Tiefe niederschlägt. Zu späte Reaktionen sind dann meist nur Symptombekämpfungsmaßnahmen, an die Ursachen kommt man meist gar nicht mehr heran.

Am brutalsten zeigt sich das an DER Frage unserer Zeit, der Wohnfrage. Nach 50 Jahren Wohnpolitik in Südtirol sind wir am Punkt angelangt, wo das Wohnen nicht nur nicht ein Grundrecht ist (das wurde als Änderungsantrag auch abgelehnt), sondern wo es regelrecht unbezahlbar geworden ist. 42% des Familienbudgets geht mittlerweile durchschnittlich ins Wohnen, Quadratmeterpreise von 6-8.000 Euro sind normal. 62 Jahre muss ein junger Mensch veranschlagen, um das Darlehen für eine Wohnung in Südtirol abzuzahlen. Wir haben einen völlig komprimierten Mietmarkt, in den niemand mehr hinein findet.

Die Wohnbaupolitik in Südtirol hat sehr einseitig auf das Eigenheim gesetzt. Das hat seine positiven Seiten, aber es ist auch eine massive öffentliche Investition in privates Eigentum, das muss man dazusagen. Es hat vielen mittelständischen Familien ein Eigenheim ermöglicht. Vielen anderen bleibt auch gerade dadurch die Mietwohnung verwehrt.

Die Reformen der letzten Jahre ändern daran nichts. Das neue Wohnen mit Preisbindung noch weniger, denn es ist praktisch gänzlich auf das Kaufen ausgerichtet, und wenn man da nicht ein zwingendes Element einfügt, dann wird das neue Modell weiterhin auf das Eigenheim ausgerichtet bleiben, und womöglich auch den geförderten Wohnbau verdrängen.

Den Markt wird das nicht besänftigen, den Mietmarkt zumal.

Dieser Haushalt

Dieser Haushalt versucht erstmals seit langer Zeit, wir sagten es schon im Minderheitenbericht, in die Gerechtigkeitsebene einzugreifen, und verwendet dazu auch eine ganze Reihe von Interventionen: IRAP, regionale IRPEF-Zuschlag, GIS, KFZ-Steuer, Studiengebühren an der unibz, Intervention zur Altersarmut, Kollektivverträge. Das ist sehr gut, wir haben das auch positiv hervorgehoben. Ich bin mir sicher, dass diese Offensive, inhaltlich löblich und unterstützenswert, aus dem Bedürfnis heraus kommt, dem Land und dem Landtag (noch mehr vielleicht) zu beweisen, dass die Landesregierung sozial ist, und nicht WIRKLICH rechts. Die Maßnahmen sind unterstützenswert, egal aus welcher sie Motivation sie entstammen. Nur wollen wir festhalten, welchem Geist sie geschuldet sein dürften.

Denn es bleibt dabei: LH Kompatscher hat diesem Land eine Regierung aus SVP, Freiheitlichen, Lega, Fratelli d’Italia und Lista Civica gegeben. Damit hat er eine geschichtliche Verantwortung, die weit über einzelne Sozialmaßnahmen hinausgeht. Den Weg für Rechtsnationale freimachen, sie salonfähig machen, in Südtirol und vor Europa, das ist eine große, eine immense Verantwortung.

Der Wirtschaft mag es gut gehen, in Südtirol. Vielleicht glauben wir sogar selbst, manchmal, gern, an das Südtirol-Image, das die SMG früher und die IDM heute der Welt vorspielt.

Hinter der glänzenden Fassade aber bröckelt es auf allen Seiten.

Die Gegenwart ist gekennzeichnet von Erschöpfung, Müdigkeit, Perspektivenverlust. Zorn und Ärger. Kaufkraftverlust und Sozialneid. Die Touristen sind verhasst. Der erste, der kommt und sagt, Ausländer raus, hat schon gewonnen. Ganze Sektoren sind unter Vollstress. Wohnen ist in Not. Die Politik hat ihren Status und ihre Glaubwürdigkeit weitgehend verloren.

Fazit

Durch meine Überlegungen, mi rendo conto, zieht sich das Wort Verlust.

Verlust von Demokratie, Verlust an Würde, Verlust an Sicherheit und Wohlstandserwartung.

Verlustangst ist die Grundlage der Verhinderung von Entwicklung, Erneuerung, Innovation. Verlustangst ist der Motor von rechtem Gedankengut.

Wir sind ein reiches Land.

Wir haben einen Rekordhaushalt.

Wir haben die meisten Autos pro 1.000 Einwohner:innen.

Wir sind die Region Italiens, in denen die Menschen die höchsten Kreditraten zahlen, wir haben exorbitante Wohnkosten. Jeden Tag verlassen 3 junge kluge Köpfe unser Land, um wahrscheinlich nicht zurückzukehren.

Der Druck, der auf den Menschen lastet, ist mit jedem Tag der Ära Kompatscher gestiegen. Wir sind ein reiches Land, mit vielen armen und/oder gestressten Menschen. Etwas geht grundlegend schief.

Das, geehrte Landesregierung mit 11 Mitgliedern, ist das, was es heute zu sagen gilt.

Da braucht es schon mehr als einen Brief ans Christkind.

Vielen Dank.

Pressemitteilung

Wohnen hat sich in Südtirol zu einem akuten sozialen Problem entwickelt. Obwohl es mehr Wohnungen als Haushalte gibt, sind die Preise am hiesigen Immobilienmarkt für viele unleistbar. Allzu oft geht nahezu die Hälfte des Einkommens eines Haushalts fürs Wohnen drauf.
„Die Wohnsituation ist prekär. Wir wollen sicherstellen, dass ein gewisser Anteil der Wohnungen zu einem erschwinglichen Mietpreis angeboten wird, um das Grundrecht auf Wohnen zu gewährleisten. Denn das Recht auf Wohnen darf nicht einfach dem Markt überlassen werden“, betonen die Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben die Grünen einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Schaffung von mehr leistbarem Mietwohnraum vorsieht und diesen Vorschlag im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Das Ziel ist, einen großen Teil der neuen Wohnungen im öffentlichen und privaten Wohnungsbau für Mietwohnungen einzuplanen. Morgen wird der Gesetzentwurf im zuständigen Gesetzgebungsausschuss behandelt.

Konkret sieht der Vorschlag vor, dass in den sogenannten „Gemeinden mit Wohnungsnot“, darunter z.B. Meran, 25 % der neu errichteten Wohnungen für den geförderten Wohnbau oder die Vermietung zu einem vom Land festgelegten Mietzins reserviert werden. Angesichts der hohen Nachfrage nach Mietwohnungen in Bozen wird dieser Anteil für die Landeshauptstadt auf 50 % erhöht.

Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Gesetzentwurfs, unterstreicht, wie wichtig eine innovative Wohnungspolitik für Südtirol ist: „In vielen europäischen Städten lebt ein großer Teil der Bevölkerung in erschwinglichen Mietwohnungen, was sowohl Flexibilität als auch Sicherheit bietet. Es ist an der Zeit, auch in Südtirol den Mietmarkt zu stärken, um den Bedürfnissen der Menschen gerechter zu werden.“

Darüber hinaus schlägt der Gesetzentwurf vor, dass private Bauträger verpflichtet werden, ein Viertel der im Rahmen urbanistischer Vereinbarungen realisierten Wohnungen in Gemeinden mit Wohnungsnot für die Vermietung zu einem vom Land festgelegten Mietzins bereitzustellen. Damit soll den Bewohnerinnen und Bewohnern, insbesondere der jungen Generation, ein besserer Zugang zum Mietmarkt ermöglicht werden. Viele von ihnen sehen sich derzeit gezwungen, das Land auf der Suche nach erschwinglichem Wohnraum zu verlassen.

Mit diesem Vorstoß will die Grüne Fraktion das Schlagwort „leistbares Wohnen“ Realität werden lassen und neue Perspektiven für einen wirklich inklusiven und nachhaltigen Wohnungsmarkt schaffen.
„Das Recht auf Wohnen darf kein Privileg für Wenige sein“, so Brigitte Foppa abschließend.

Hier geht’s zu unserem Gesetzentwurf.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

Pressemitteilung

Dass es in der Politik geboten ist, immer auf Distanz zu den Interessensvertretungen, Medien- und Wirtschaftsmächten zu bleiben, zeigt sich im aktuellen Fall der Antimafia-Ermittlungen rund um René Benko, Heinz Peter Hager etc. „Der Fall lässt tief blicken und zeigt uns in aller Deutlichkeit, dass es leicht möglich ist, ein eingefleischtes und mächtiges politisches System zu durchdringen,“ so die Grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Zeno Oberkofler und Madeleine Rohrer in einer ersten Stellungnahme, nachdem die Ermittlungen und Hausarreste bekannt geworden sind.

„Wir haben sofort in der Aula des Landtages Klärung und Stellungnahme des Landeshauptmanns zu den Fakten verlangt, mit Mühe konnte dies erlangt werden. Dabei war es schon einmal wichtig, in einer ersten Sofortaufnahme die Aussagen des Landeshauptmanns zu fixieren. Später im Laufe der Ermittlungen wird sich zeigen, was stimmt und was nicht. Schließlich haben wir Hager aus dem Palais Widmann jahrelang ein- und ausgehen sehen, zu den Zeiten des Benko-Deals im Stadtzentrum Bozen beinahe täglich. Lorenzo Barzon war Assistent diverser Mitglieder der Regierungsmehrheit, auch gegenwärtig,“ erinnert Brigitte Foppa.

Auch die Spenden an die Svp von Unternehmen die mit Hager in Verbindung stehen müssen mit einem kritischen Auge betrachtet werden. „Es liegt nahe, dass in den vergangenen Jahren auch Gesetze so gemacht wurden, dass sie den großen Interessen zupass kamen. Wir erinnern dabei an die sogenannte Lex Benko – Artikel 55-quinquies im alten Urbanistikgesetz – die die Operation Waltherpark erst möglich gemacht hat. Die mögliche Verstrickung zwischen Heinz Peter Hager und lokaler Politik muss nun lückenlos aufgeklärt werden.“ so Zeno Oberkofler.

„Wie leicht es ist, ausgedehnt die eigenen Interessen voranzutreiben, und dabei die Gesetze zu überschreiten, als wären sie Linien im Sand, das ist schon sehr befremdlich. Noch befremdlicher ist es, wie in unserem Land mit dem öffentlichen Interesse umgegangen wurde. Gegen ein „kleines“ Entgelt oder Entgegenkommen machten Beamt:innen und Politiker:innen alles möglich. Landeshauptmann Kompatscher sagt, Hager sei nicht sein Berater gewesen, sondern jener von Alt-Landeshauptmann Durnwalder zur Causa Sel. Die Ermittlung Hager zeigt, dass Südtirol nie aus der Ära Sel herausgekommen ist,“ ist das bittere Resümee der grünen Landtagsabgeordneten Foppa, Oberkofler und Rohrer.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler
Madeleine Rohrer

Pressemitteilung

Heute, am 4. Dezember, hat der Klimabürgerrat gemeinsam mit dem Stakeholder Forum Klima seinen Bericht dem Südtiroler Landtag präsentiert.

Brigitte Foppa erinnert daran, dass Bürgerräte in Südtirol mit dem Landesgesetz zur direkten Demokratie 2018 eingeführt wurden: „Es ist ein Zeichen der Zeit, dass der erste Bürgerrat auf Landesebene dem Thema Klimawandel gewidmet ist. Gesellschaftlicher Wandel erfordert gesellschaftliche Beteiligung. Der Klimabürgerrat zeigt dies auf eindrucksvolle Weise“, so Foppa.

„Wir freuen uns, dass die Bürgerinnen und Bürger Südtirols über diesen Rat aktiv zur Entwicklung inklusiver und realistischer Klimapolitik beitragen können“, erklären die Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler. „Diese Beteiligung ist entscheidend, um das Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schärfen und den demokratischen Prozess in Südtirol zu stärken.“ Ein wichtiger Schritt hin zu einem inklusiveren und nachhaltigeren Südtirol.

Die Vorstellung im Landtag wurde durch einen Beschlussantrag der Grünen Fraktion ermöglicht, erstunterzeichnet von der Abgeordneten Madeleine Rohrer. Ziel war es, dass die Ergebnisse nicht nur der Landesregierung, sondern auch dem Landtag vorgelegt werden. Dadurch sollte die öffentliche Aufmerksamkeit auf Klimafragen erhöht und den Vorschlägen des Klimabürgerrats mehr politisches Gewicht verliehen werden.

„Die direkte Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsprozesse ist essenziell, um die Klimakrise effektiv anzugehen. Auch der Landtag sollte sich stärker in diesen Prozess einbringen. Diese Gelegenheit zum Austausch ist ein Anstoß für gerechtere, gemeinsam erarbeitete und umsetzbare Lösungen. Wir hoffen, dass dieses Modell von Bürgerräten künftig auch in anderen Bereichen Anwendung findet“, so Madeleine Rohrer, die diese Überzeugung bereits in der Vergangenheit mehrmals betont hatte.

Landtagsabgeordnete
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler
Brigitte Foppa