HomeDeutschOhne Obdach in der Kälte: Das Notfalltelefon wird ausgebaut

Ohne Obdach in der Kälte: Das Notfalltelefon wird ausgebaut

Pressemitteilung

Im Landtag wurde die Grüne Tagesordnung bezüglich Kältetelefon für Obdachlose in wesentlichen Punkten genehmigt. Der Antrag zum Japankäfer fand hingegen keine Mehrheit.

Am heutigen 10. Oktober hat der Südtiroler Landtag zwei wesentliche Punkte der Tagesordnung zum Haushaltsgesetz (29/24), eingebracht von der Grünen Fraktion, verabschiedet. Diese Maßnahmen sollen dem Obdachlosen-Notstand effektiver begegnen.

„Mit der heutigen Verabschiedung der Kernpunkte unseres Antrags machen wir einen wichtigen Schritt zum Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft“, erklärten die Grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer. „Die Optimierung des so genannten ‚Kältetelefons‘, das zu einer 24-Stunden-Notrufnummer ausgebaut werden soll, ermöglicht es jeder Person, Obdachlose in Not zu melden und damit schnelle Hilfe zu gewährleisten. Eine begleitende Informationskampagne soll die Bevölkerung sensibilisieren und zeigen, wie man mit dieser einfachen Maßnahme Leben retten kann“.

Das „Kältetelefon“, das nach dem Vorbild der österreichischen Caritas eingerichtet wurde, ermöglicht es den Bürger:innen, auf Menschen aufmerksam zu machen, die der Kälte ausgesetzt sind. Sofort können Notfallmaßnahmen eingeleitet werden, wie die Bereitstellung von Schlafplätzen, Schlafsäcken oder warmen Mahlzeiten. Neben der Verbesserung dieses Dienstes wurde auch eine zielgerichtete Informationskampagne verabschiedet, um den Südtiroler:innen diese Hilfsmöglichkeit näherzubringen und zu einem aktiveren Engagement zu motivieren.
„Mit diesen Maßnahmen können wir weitere Tragödien verhindern. Es ist unsere Pflicht als Gemeinschaft, jene zu schützen, die den Gefahren der Kälte besonders ausgesetzt sind. Schon eine einfache Meldung kann einen entscheidenden Unterschied machen“, so Foppa. Weitere Punkte der Tagesordnung wurden zurückgezogen.

Ein zweiter Antrag, der sich mit Maßnahmen gegen den Japankäfer befasste, wurde im Plenum hingegen abgelehnt. „Der Klimawandel bringt viele Folgen mit sich, auf die wir vorbereitet sein müssen – darunter auch invasive Insekten. Die Schäden durch den Japankäfer belaufen sich in Europa auf nahezu 8 Milliarden Euro jährlich. Um die Verbreitung dieses Schädlings zu verhindern, haben wir eine Informationskampagne vorgeschlagen”, erklärte Rohrer.

Im Landtag wurde die Grüne Fraktion vom Landesrat für Landwirtschaft kritisiert, der ihnen vorwarf, die Mehrheit würde mit solchen Themen „Energien verlieren“, während sie sich lieber beim Großraubwild „befleißen“ wolle. Die beiden Grünen Abgeordneten zeigten sich überrascht, da ähnliche Worte vor wenigen Jahren auch zum Thema Wolf gefallen waren. „Mehr Weitblick heute hätte uns allen morgen geholfen“, so Rohrer abschließend.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

Author: Serena

Kommunikationsbeauftragte der Grüne Fraktion.

Der Japankäfer ist
System Tourismusabga
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