HomeDeutschGegen Bildungsarmut: Chancengleichheit beginnt in den ersten Lebensjahren

Gegen Bildungsarmut: Chancengleichheit beginnt in den ersten Lebensjahren

Die Grünen verlangen mehr Unterstützung für Familien in schwierigen finanziellen Situationen, einen größeren Fokus auf Bildung in den ersten Lebensjahren, sprachliche Unterstützung und leichten Zugang zu außerschulischen Aktivitäten.

Bildung darf nicht abhängig von der finanziellen Situation der eigenen Familie sein. Doch die Realität sieht leider anders aus: Armut beeinträchtigt auch in Südtirol das Wohlbefinden, den Bildungsweg und die Zukunftsperspektiven von Kindern und Jugendlichen. Mit einem Beschlussantrag im Landtag fordern Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler konkrete Maßnahmen, um Bildungsarmut von frühester Kindheit an entgegenzuwirken.

Die vom Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit und Sozialpolitik der Freien Universität Bozen vorgestellte Studie zur Kinderarmut in Südtirol zeigt den Zusammenhang zwischen familiärer Benachteiligung, Wohlbefinden und Bildungschancen auf. Die Schwierigkeiten betreffen dabei nicht nur das Einkommen, sondern auch den Zugang zu Bildung, Wohnraum, Gesundheitsversorgung und gesellschaftlicher Teilhabe.

„Bildungsarmut zeigt sich nicht allein in den schulischen Leistungen. Sie bedeutet auch, weniger Möglichkeiten zu haben, Neues zu lernen, die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und am Leben der Gemeinschaft teilzunehmen. Deshalb ist es entscheidend, frühzeitig einzugreifen und auch jene Familien zu erreichen, die auf besonders große Hürden stoßen“, betont Brigitte Foppa.

Der Antrag der Grünen fordert, die Bildungs- und Entwicklungsangebote für Kinder von null bis sechs Jahren auszubauen, sprachliche Förderangebote auszubauen und die schulischen Ganztags- und Betreuungsangebote weiterzuentwickeln. Darüber hinaus soll allen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu Sport-, Kultur-, Freizeit- und Bildungsangeboten gewährleistet werden. Dazu soll die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Sozial- und Gesundheitsdiensten, Gemeinden und Organisationen vor Ort verbessert werden.

„Bildungsarmut zu bekämpfen bedeutet, eine Gesellschaft zu schaffen, in der jedes Kind sein Potenzial entfalten kann“, erklären Foppa, Rohrer und Oberkofler abschließend.

Weitere Informationen: https://www.landtag-bz.org/de/politische-akte/819195

 

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler

Author: Serena

Kommunikationsbeauftragte der Grüne Fraktion.

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