Der Landtag hat heute zwei Tagesordnungen der Grünen Landtagsfraktion im Rahmen der Haushaltsdebatte angenommen: einer zum Ausbau und zur Anpassung des Betreuungspfades „Rund um die Geburt“, der andere zur Mobilität rund um die neuen Krankenhhausstrukturen in Meran. Abgelehnt wurde der Antrag zur Anpassung der Fixpreisabos für junge Menschen.
Ausbau und Anpassung des Betreuungspfades „Rund um die Geburt“
Der Betreuungspfad „Rund um die Geburt“ ist ein zentraler Bestandteil des Gesundheitswesens. Er gewährleistet Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Nachbetreuung eine sichere und kontinuierliche Versorgung und schützt gleichzeitig die Gesundheit der Neugeborenen im ersten Lebensjahr. In Südtirol ist seine Umsetzung jedoch uneinheitlich: Nur der Gesundheitsbezirk Bozen hat den Großteil der in der Beschlussvorlage von den 2018 vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt. In den anderen Gesundheitsbezirken bestehen Verzögerungen, Personalmangel und ein seit 2021 inaktiver Koordinierungsausschuss.
„Dank unseres Vorschlags wird der Betreuungspfad Rund um die Geburt nun endlich vollständig umgesetzt, ebenso wie die diagnostisch-therapeutischen Betreuungspfade in allen Bezirken, und das notwendige Personal dazu eingestellt. Außerdem wird die berufsübergreifende Steuerungsgruppe auf Landesebene wieder eingerichtet“, erklärt Zeno Oberkofler, Erstunterzeichner des Antrags. Der Beschluss von 2018 wird aktualisiert, sodass sie mit den staatlichen Vorgaben und den WHO-Empfehlungen übereinstimmt und unterschiedliche Betreuungspfade für Schwangerschaften mit verschiedenen Risikostufen definiert.
„Ein qualitativ hochwertiger Betreuungspfad Rund um die Geburt schützt die Rechte der Frauen, der Kinder und der Familien. Dafür muss die Arbeit der Hebammen in allen Gesundheitsbezirken des Landes aufgewertet werden“, betont Oberkofler.
Krankenhausstrukturen (noch nicht) in Bewegung
„In Meran ist die Verkehrssituation rund um das Krankenhaus komplex, und es fehlt an Koordination und Planung. Auch die geplante Erhöhung der Anzahl der Parkplätze wird die Probleme kaum lösen, wenn sie nicht von einem echten Konzept für integrierte Mobilität begleitet wird“, so Madeleine Rohrer, Erstunterzeichnerin des im Landtag angenommenen Antrags. Der Beschlussantrag zum Haushaltsgesetz verpflichtet die Landesregierung, einen detaillierten Mobilitätsplan für das Krankenhaus, das neue Seniorenheim und das neue Gemeinschaftshaus zu erstellen – in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Meran und der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt.
„Gute Gesundheitsversorgung betrifft nicht nur Abteilungen und Personal, sondern auch, wie Menschen dorthin gelangen können. Wir wollen die Schwierigkeiten für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Beschäftigte abbauen“, so Rohrer.
Anpassung der Fixpreisabos für junge Menschen
Abgelehnt wurde hingegen der Vorschlag, junge Menschen durch günstige Öffi-Tickets finanziell zu entlasten. „Unsere Forderung beruhte auf der Feststellung, dass heute viele junge Menschen länger für ihr Studium benötigen, viele müssen arbeiten oder sich um Familienangehörige kümmern“, betont Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Antrags. In einer Tagesordnung forderte sie, die Altersgrenze für den südtirolmobil U26 Pass für Universitätsstudierende auf 28 Jahre und jene für das Euregio Ticket Students auf 30 Jahre anzuheben.
„Wir hätten den Studierenden gerne eine konkrete Unterstützung geboten, da die Kosten während des Studiums immer weiter steigen. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, damit das Recht auf Bildung nicht vom Einkommen der Eltern abhängt“, schließt Foppa.
Weitere Informationen:
- Ausbau und Anpassung des Betreuungspfades „Rund um die Geburt“
- Krankenhausstrukturen (noch nicht) in Bewegung
- Anpassung der Fixpreisabos für junge Menschen
Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler