HomeDeutschOlympia und Drogenprävention: „Grüne“ Themen im Jänner

Olympia und Drogenprävention: „Grüne“ Themen im Jänner

In der Januarsitzung des Südtiroler Landtags bringt die Grüne Fraktion zwei Beschlussanträge ein: eine zur Stärkung der Gesundheits- und Drogenprävention und eine zur Analyse der langfristigen Auswirkungen der Olympischen Winterspiele 2026.

 

Drug Checking: Risiken senken, Leben schützen

Mit einem Beschlussantrag greift die Grüne Fraktion eine zunehmend dringliche gesundheitspolitische Herausforderung auf: den wachsenden Konsum synthetischer Drogen und die damit verbundenen schwer kalkulierbaren Risiken. Auch in Südtirol ist die Zahl der Menschen, die von den Suchthilfediensten betreut werden, in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, während neue Substanzen den Konsum gefährlicher machen.

Die Grünen fordern daher die Einführung eines strukturierten Drug-Checking-Angebots in Südtirol. Konsumierende sollen die Möglichkeit erhalten, Substanzen anonym analysieren zu lassen und gleichzeitig fachlich fundierte Beratung über Zusammensetzung, Dosierung und Risiken zu erhalten. Ziel ist es, gesundheitliche Schäden zu vermeiden, Überdosierungen vorzubeugen und frühzeitig vor besonders gefährlichen Stoffen zu warnen.

Ein solches Angebot würde auch wertvolle Daten liefern, um problematische Entwicklungen rasch zu erkennen und gezielt darauf reagieren zu können, etwa durch ein Frühwarnsystem für besonders riskante Substanzen. Internationale Erfahrungen zeigen, dass Drug Checking den Konsum nicht erhöht, sondern die Risikokompetenz stärkt und Menschen besser erreicht, die sonst keinen Kontakt zu Hilfsangeboten haben.

„Wir dürfen nicht wegschauen: wir haben in Südtirol ein Problem mit Drogenkonsum. Das Drug Checking ist eine Möglichkeit Risiken zu reduzieren und kann im Zweifel Leben retten. Ein wichtiger Baustein für eine landesweite Präventionsstrategie.” sagt Zeno Oberkofler, Erstunterzeichner des Beschlussantrag. Voraussetzung sei eine enge Anbindung an bestehende Suchthilfe- und Präventionsstrukturen sowie eine kontinuierliche fachliche Begleitung.

 

Olympische Spiele 2026: Blick über das Event hinaus

Mit einem zweiten Beschlussantrag richten die Grünen den Fokus auf die Zeit nach den in Südtirol erstmals stattfindenden Olympischen Winterspielen. Angesichts der enormen Investitionen in Infrastruktur und Sportanlagen fordern sie eine umfassende Bewertung der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen des Großevents.

Konkret soll erhoben werden, wie sich die Spiele auf Wohnungspreise und Tourismus im ganzen Land auswirken, um bei künftigen Großveranstaltungen ein weiteres Steigen der Kosten für den Lebensunterhalt und einen überbordenden Tourismus zu unterbinden. Zudem verlangen die Grünen eine umfassende Klimabilanz für Bau der Infrastrukturen und Durchführung der Spiele. Schließlich soll eine landesweite Sportstrategie entwickelt werden, die insbesondere Kinder, Menschen mit Behinderungen und Personen mit Migrationshintergrund stärker in den Breitensport einbindet.

“Diese Olympischen Spiele wurden als die nachhaltigsten aller Zeiten angekündigt. Dafür wurde nachhaltig viel Beton, Asphalt und Stahl verbaut. Jetzt muss endlich in die Software investiert werden: eine Grenze für Wohnungspreise und Tourismus, eine inklusivere Gesellschaft und ein besseres Klima”, erklärt Madeleine Rohrer, Erstunterzeichnerin des Beschlussantrags. Die Olympischen Spiele enden nicht mit dem Erlöschen der Flamme.

 

Weitere Informationen:

 

Landtagsabgeordnete

Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler
Brigitte Foppa

Author: Serena

Kommunikationsbeauftragte der Grüne Fraktion.

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