Mehr Geld für die Instandhaltung des übergemeindlichen Radwegenetzes. Das fordern die Grünen, damit sicheres Fahrradfahren auch im Winter garantiert ist und alle Südtiroler:innen unbesorgt auch auf weiteren Strecken mit dem Rad unterwegs sein können.
In Südtirol gibt es mehr als 550 Kilometer Radwege, die im Winter gewissermaßen von der Landkarte „verschwinden“. Denn Schnee und Eis machen ihre Nutzung unmöglich. Daher werden sie häufig von den von den für die Wartung zuständigen Bezirksgemeinschaften gesperrt. Damit die Radwege auch im Winter instandgehalten und genutzt werden können, möchte die Grüne Fraktion die jährlichen Mittel für Instandhaltung und Winterdienst von derzeit 500.000 Euro auf eine Million Euro verdoppeln.
„Radwege dürfen nicht ausschließlich der Freizeitgestaltung und dem Sommertourismus dienen. Zahlreiche Menschen nutzen das E-Bike, um zur Arbeit oder zur Schule zu fahren, und dies auch über Gemeindegrenzen hinweg. Wenn wir den Alltagsverkehr mit dem Fahrrad wirklich fördern wollen, müssen wir sichere und ganzjährig befahrbare Wege gewährleisten“, erklären die Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler.
Der Beschlussantrag sieht außerdem vor, die Sicherheit jener Radfahrerinnen und Radfahrer zu verbessern, die auf Radwegen zwischen den Gemeinden unterwegs sind. Dies soll durch besser sichtbare Beschilderungen und Straßenmarkierungen erreicht werden.
Schließlich fordern die Grünen, bis Ende 2027 zu überprüfen, inwieweit die im Landesplan für die Fahrradmobilität vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt worden sind.
„Ein ganzjährig nutzbares Radwegenetz ist für alle von Vorteil: Es ermöglicht, nachhaltige Alternativen zum Auto zu wählen, reduziert den Verkehr und erleichtert die Fortbewegung auch in den Wintermonaten. Wir müssen mehr in den Radverkehr investieren“, betont Erstunterzeichnerin Rohrer abschließend.
Weitere Informationen: https://www.landtag-bz.org/de/politische-akte/821412
Landtagsabgeordnete
Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler