Der Senat hat die Senatswahlkreise neu zugeschnitten: Bozen und Leifers werden zu einem mehrheitlich italienischsprachigen Wahlkreis, das Unterland kommt zu Meran.
Kathrin Werth und Zeno Oberkofler, Co-Sprecher der Grünen: „Selten haben die Parteien der Landesregierung, vor allem SVP und Fratelli d’Italia, so viel Einigkeit bewiesen, wie im Falle der Neueinteilung der Senatswahlkreise. Gemeinsam haben sie dafür gesorgt, dass ihre jeweiligen Parteiinteressen in der Wahlreform zum Tragen kommen; Fratelli d’Italia indem sie sich einen Senatswahlkreis maßgeschneidert haben und die SVP indem sie sich einen dritten Kammersitz für ihre Partei sichert. Offenbar war das wichtiger als die Interessen von Überetsch und Unterland, und damit eines nicht ungewichtigen Teils der eigenen Wählerschaft, die in schlechtester Manier übergangen wurde.“
Werth: „Die Südtiroler Bevölkerung verdient es, sowohl für Senat wie auch für die Kammer, eine wirkliche Wahl zu haben, wer sie in Rom vertreten soll. Aktuell hat man eher das Gefühl, es wird an ein System gebastelt, in dem es nur mehr darum geht, die von den Regierungsparteien präsentierten Kandidatinnen und Kandidaten abzunicken. So verkommt das Recht auf Stimmabgabe zu einem symbolischen Akt, was einer Demokratie nicht würdig ist.“