HomeDeutschTourismusdruck in der Euregio: Grüne fordern gemeinsame Strategie für die Alpenregion

Tourismusdruck in der Euregio: Grüne fordern gemeinsame Strategie für die Alpenregion

Pressemitteilung

Wir leben vom Tourismus – dieser Satz stellt sich oft wie ein Schutzschild vor den Sektor. Und er kommt nicht von ungefähr: In der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino macht der Tourismus zwischen zehn und vierzehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus: 14,3 % in Tirol, 11 % in Südtirol und 10 % im Trentino. Mit jährlich über 100 Millionen Übernachtungen – das entspricht rund 56 pro Einwohner*in – zählt die Euregio zu den meistbesuchten Regionen des gesamten Alpenraums. Doch der Erfolg hat Schattenseiten: Overtourism, Umweltbelastungen, soziale Spannungen, Druck auf Landschaft und Bevölkerung nehmen zu.

„Der Tourismus ist eine der zentralen wirtschaftlichen Kräfte unserer Alpenregion, aber auch eine ihrer größten Herausforderungen“, erklären die Südtiroler Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler sowie ihre Kollegin aus dem Trentino, Lucia Coppola. In Meran, beim diesjährigen Dreierlandtag – der gemeinsamen Sitzung der Landtage von Tirol, Südtirol und Trentino – bringen sie eine entsprechenden Beschlussantrag ein.

Der Titel: „Achtung auf die Alpen – Tourismusstrategie auf Ebene der Europaregion “. Ziel ist ein nachhaltiger, ausgewogener Tourismus im Einklang mit den Klimazielen von Südtirol, dem Trentino und Tirol. Zentraler Punkt: die Abkehr von einseitiger Werbung für ohnehin überlastete Hotspots. Stattdessen sollen alternative Regionen und Saisonzeiten stärker in den Fokus rücken.
Auch die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln soll verbessert werden – gerade für weniger bekannte Ziele. Digitale Instrumente zur Steuerung der Besucherströme sollen ebenfalls gemeinsam entwickelt und eingesetzt werden.

„Tourismus muss nicht zwangsläufig ein Problem sein“, so die Grünen-Abgeordneten. „Er kann wieder zu einer echten Ressource werden – wenn wir ihn fair, klimabewusst und nachhaltig gestalten. Aber das gelingt nur gemeinsam: als Euregio, mit gemeinsamer Strategie und klarem Blick auf das Ganze.“

Die Botschaft ist unmissverständlich: Die Alpen stoßen an ihre Belastungsgrenze. Ein Kurswechsel ist dringend nötig.

Landtagsabgeordnete
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer
Zeno Oberkofler
Lucia Coppola

Author: Serena

Kommunikationsbeauftragte der Grüne Fraktion.

Grüner Beschlussant
Der Dritte Sektor br
KEINE KOMMENTARE

KOMMENTAR SCHREIBEN