HomeDeutschDer Dritte Sektor braucht Stabilität und Anerkennung: Grüne bringen Änderungsanträge zum Landesgesetzentwurf zum Ehrenamt ein

Der Dritte Sektor braucht Stabilität und Anerkennung: Grüne bringen Änderungsanträge zum Landesgesetzentwurf zum Ehrenamt ein

Pressemitteilung

Am Freitag wird in der IV. Gesetzgebungskommission der Landesgesetzentwurf Nr. 46/25-XVII zum Dritten Sektor behandelt. Die Grüne Fraktion hat dazu eine Reihe von Änderungsanträgen eingebracht, mit dem Ziel, den Gesetzestext zu verbessern und die Unterstützung für jene, die sich täglich im Dritten Sektor engagieren, wirksamer zu gestalten.

Zu den wichtigsten Vorschlägen zählt die Möglichkeit, mehrjährige Beiträge an Organisationen des Dritten Sektors auszuzahlen, die seit mindestens fünf Jahren im Landesverzeichnis eingetragen sind. Diese Maßnahme soll Kontinuität, administrative Verlässlichkeit und die gesellschaftliche Relevanz der geleisteten Arbeit belohnen, indem sie den Organisationen eine mittelfristige Planung ermöglicht und die bürokratische Last verringert.

„Dem Dritten Sektor Stabilität zu geben bedeutet, die Arbeit dieser Einrichtungen für unsere Gemeinschaft anzuerkennen – oft unter Einsatz begrenzter Ressourcen. Mit den mehrjährigen Beiträgen wollen wir die Bürokratie abbauen, finanzielle Sicherheit schaffen und den Vereinen, ehrenamtlichen Organisationen und Sozialgenossenschaften auf unserem Gebiet Planungssicherheit geben“, so Zeno Oberkofler, Erstunterzeichner der Anträge.

Neben den mehrjährigen Beiträgen schlagen die Grünen weitere gezielte Maßnahmen zur Stärkung des für Südtirol unverzichtbaren Dritten Sektors vor:

  • Ausweitung des Versicherungsschutzes für Präsident:innen von ehrenamtlichen Vereinen: Die zivilrechtliche Haftpflichtversicherung bei leichter Fahrlässigkeit, wie sie bereits für öffentlich Bedienstete gilt, soll auch für Vorsitzende der im Landesverzeichnis eingetragenen Körperschaften des Dritten Sektors gelten.
  • Außerordentlicher Garantiefonds: Es soll ein Garantiefonds eingerichtet werden, der Körperschaften des Dritten Sektors unterstützt, die sich aufgrund nicht selbst verschuldeter Umstände in vorübergehenden finanziellen Schwierigkeiten befinden. Ziel ist es, die Kontinuität der angebotenen Dienste sicherzustellen und Krisensituationen zu bewältigen.
  • Schutz der Arbeitsverhältnisse bei der Co-Projektierung: Organisationen, die bei der Co-Projektierung beteiligt sind, sollen bei der Vergabe von Aufträgen nationale oder territoriale Kollektivverträge anwenden, um faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.
  • Kompetenzanerkennung für Präsident:innen von ehrenamtlichen Vereinen: Programme zur formellen Anerkennung der Kompetenzen fördern, die durch mindestens dreijährige Tätigkeit als Präsident:in einer Körperschaft des Dritten Sektors erworben wurden – im Einklang mit dem Europäischen Qualifikationsrahmen. Dies soll das gesammelte Know-how aufwerten und die ehrenamtliche Arbeit auch im beruflichen Werdegang sichtbar machen.

„Mit diesem Maßnahmenpaket wollen wir den Dritten Sektor nicht nur finanziell stärken, sondern auch den Wert der geleisteten Arbeit, der erworbenen Kompetenzen und der übernommenen Verantwortung anerkennen. Unser Einsatz gilt einem starken und anerkannten Ehrenamt“, so Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer von der Grünen Fraktion abschließend.

Landtagsabgeordnete
Zeno Oberkofler
Brigitte Foppa
Madeleine Rohrer

Author: Serena

Kommunikationsbeauftragte der Grüne Fraktion.

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