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Photovoltaik-Lärmschutzwände

Ordine del giorno al Disegno di legge regionale n. 47/2021

Visto quanto previsto dal Disegno di legge regionale n. 47 “Bilancio di previsione delle Regione autonoma Trentino-Alto Adige-Südtirol” per gli esercizi finanziari 2022-2024 e dalla nota di aggiornamento al documento di economia e finanza regionale (DEFR) 2021:

Bei Durchsicht des Klimaplans für Südtirol zeigt sich, dass beispielsweise im Bereich Photovoltaik noch Luft nach oben besteht. So sah ebenjener Klimaplan vor, den Ausbau von Photovoltaik bis zum Jahr 2020 auf die Leistung von 300 Megawatt anzuheben. Dieses Ziel wurde jedoch um ein Viertel unterschritten. In der überarbeiteten Version des Klimaplans, die allerdings bislang nur ein Entwurf ist, sind bislang keine neuen Ziele für den weiteren Verlauf des Ausbaus auf diesem Gebiet gesteckt worden. Allerdings war im Jahr 2010 – immer im Klimaplan – davon die Rede, dass man bis 2050 auf 600 Megawatt Leistung durch Photovoltaik (PV) kommen wolle.

Klimaneutralität ist ein großes Ziel für unsere Region, einiges an Arbeit liegt vor uns. Trentino-Südtirol hat bereits vorgelebt, wie es auf innovative Weise möglich ist, Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. Dafür ist es nicht notwendig, zusätzliche Flächen zu versiegeln. Vielmehr kann und soll auf bereits Bestehendes zurückgegriffen werden.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Verkehrsinfrastruktur: Bereits heute gibt es entlang der Brennerautobahn im Trentino eine Lärmschutzwand, die ungefähr einen Kilometer lang- und die bei ihrer Errichtung als PV-Anlagen konzipiert worden ist. Eine solche Herangehensweise schlägt drei Fliegen mit einer Klappe, weil sie nicht nur den Autobahnlärm in Schach hält und erneuerbare Energie gewinnt, sondern dafür auf bereits verbaute Stellen zurückgreift. Zurzeit sind jedoch für die Brennerautobahn keine weiteren derartigen oder ähnlichen Projekte geplant.

Österreich geht sogar noch einen Schritt weiter: Weil die aktuelle Bundesregierung in ihrem Regierungsprogramm vorsieht, die Kapazität von Photovoltaik-Anlagen stark zu erhöhen, arbeitet man im Nachbarland intensiv an der konkreten Umsetzung. Ein Pilotprojekt befindet sich bereits in Betrieb („Die Autobahn als Sonnenkraftwerk“: https://www.ioeb-innovationsplattform.at/challenges/detail/die-autobahn-als-sonnenkraftwerk-mit-der-laermschutzwand-strom-produzieren/) und weitere werden folgen.

Ziel dieses Pilotprojektes ist es, die bereits vorhandene Lärmschutzwandinfrastruktur durch die modulare Anbringung von PV-Elementen zu „tunen“, um sie auch für die Stromgewinnung einsetzen zu können. Im Idealfall könnten in einem zweiten Moment Lärmschutzwände – wie im Trentino bereits geschehen – a priori als kleine Sonnenkraftwerke konzipiert werden. Andere Nachbarregionen wie Bayern beschreiten bereits ähnliche Wege.

Wie eingangs erwähnt liegt der entscheidende Vorteil in einer solchen Herangehensweise daran, dass man „auf bereits bebauter Fläche baut“. Dies ist ein Grundpfeiler von Umwelt- und Klimaschutz, der bei jedweder Maßnahme stets mitbedacht werden will.

Daher beauftragt der Regionalrat die Regionalregierung:

  1. Entlang der Brennerautobahn sowie entlang von Schnellstraßen der Region neue Lärmschutzwände – wo technisch und wirtschaftlich sinnvoll – prinzipiell als „Photovoltaik-Lärmschutzwand“ zu konzipieren.
  2. Zu prüfen, inwieweit bereits bestehende Lärmschutzwände entlang der Brennerautobahn mit der Zusatzfunktion Photovoltaik zur Energiegewinnung versehen werden können.
  3. Das Ergebnis der Prüfung von Punkt zwei dem Regionalrat innerhalb 12 Monaten nach Genehmigung dieses Beschlussantrags vorzustellen.

 

Bozen, 07.12.2021

Regionalratsabgeordnete

Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba
Lucia Coppola
Hanspeter Staffler
Paolo Zanella

 

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Author: Serena

Kommunikationsbeauftragte der Grüne Fraktion.

No alla Valdastico
No a nuove autostrad
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