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Tobias Planer und Brigitte Foppa vertraten die Grünen bei den Sondierungsgesprächen mit Arno Kompatscher und Philipp Achammer. Das Gesprächsklima war offen, entspannt und freundschaftlich. Wir haben auf den besonderen historischen Augenblick hingewiesen, der die SVP erstmals vor eine politische Richtungsentscheidung stellt und unsere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, bekräftigt. Wir haben mit Riccardo Dello Sbarba den meistwählten Italiener des Landtags in unserer Fraktion und bei der italienischen Wählerschaft zugelegt. Die SVP-Vertretung hat dies anerkannt, ebenso wie unser Alleinstellungsmerkmal als interethnische Kraft. Basis für eine eventuelle Zusammenarbeit sind die Werte der Autonomie, der Zugehörigkeit zu Europa und des Zusammenlebens der Sprachgruppen. Wie schon bei den Sondierungsgesprächen vor 5 Jahren wurde klar, dass eine programmatische Übereinkunft durchaus möglich wäre. Bei Themen wie Raumordnung oder Schule besteht allerdings Klärungsbedarf. Wichtig ist uns aber zu betonen, dass wir von vielen BürgerInnen, weit über unsere Wählerschaft hinaus, als konkrete Alternative zu einer Regierung mit der Lega gesehen werden und in diesem Sinne für einen weitergehenden Programmabgleich zur Verfügung stehen.

Ein letzter Punkt des Gesprächs war die erste Landtagssitzung am 14. November und der Vorschlag der SVP, die Präsidentschaft des Landtags und das Präsidium provisorisch zu besetzen, um ausreichend Zeit für die Mehrheitsbildung zu haben. Unser Vorschlag war daraufhin die Besetzung des Landtagspräsidiums mit den wichtigsten fünf politischen Vertretungen, nach Absprache mit den Fraktionsvorsitzenden. Ein kleines Beispiel dafür, wie sich der politische Umgang nun ganz neu gestalten wird.

Bozen/Bolzano, 03.11.2018

Brigitte Foppa und Tobias Planer, Co-Landesvorsitzende/co-portavoce Verdi Grüne Vërc

Am Tag nach der knapp vermiedenen Hochwasserkatastrophe zeigen sich weite Teile Südtirols hart geprüft. Dankbarkeit gilt vor allem den Feuerwehren, dem Zivilschutz, den Einsatzleitern und dem Wetterdienst wie zahlreichen HelferInnen, die allesamt schier Unglaubliches geleistet haben, um Schlimmeres zu verhindern. Die Feuerwehren des Landes haben überragende Leistungsbereitschaft bewiesen, bis hin zu persönlichen Opfern. Der tragische Tod von Giovanni Costa liegt als Schatten über dem so wirkungsvollen Eingreifen der Wehrmänner und –frauen. Dem Verstorbenen gebührt dankbare Erinnerung, seiner Familie jegliche Unterstützung.

Der insgesamt glimpfliche Ausgang verweist mit Nachdruck auf die auch in den Alpen spürbare Klimaveränderung. Das Auftreten solch starker Niederschlagsmassen ist nicht allein „höhere Gewalt“, sondern auch der Kollateraleffekt eines sich dramatisch zuspitzenden Umbruchs gewohnter klimatischer Voraussetzungen. Auch unser Land, wir selbst müssen diesem Umbruch Rechnung tragen und neben dem wirksamen Bevölkerungs- und Zivilschutz auf Prävention setzen. Energiepolitik, Mobilität, Raumordnung und Konsum müssen sich einschneidend ändern und die Klimaziele Südtirols redefiniert werden. Es wird eine der ersten Aufgaben des neuen Landtags sein, die Klimasituation umfassend zu bewerten, um Südtirol in dieser Hinsicht zukunftsfest zu machen.

Bozen, 31. 10. 2018

Hans Heiss

Riccardo dello Sbarba

Brigitte Foppa

Hanspeter Staffler

Die Jungen Grünen ziehen eine Bilanz des Wahlkampfs und blicken in die Zukunft. Ein starker junger Beitrag zu Wahlkampf und Ergebnis. Ein Dank an die WählerInnen und die Parteispitze für die Unterstützung.

Noch nie in der Geschichte der Verdi Grüne Vërc wurden so viele junge KandidatInnen direkt in die Top 15 der grünen Partei gewählt. Von den zehn JungkandidatInnen erlangten gleich vier die Plätze zehn bis vierzehn.

Tobias Planer – Kandidat des Spitzenteams – und wichtigster Ansprechpartner der young greens southtyrol hebt hervor, was für eine große Herausforderung der heurige Wahlkampf gewesen sei. Er finde es großartig, mit welchem Enthusiasmus und welchem Einsatz die young greens dabei gewesen sind. Ein besonderer Dank der young greens geht vor allem an ihn, für seine unermüdliche Unterstützung und an Brigitte Foppa, der es ein Herzensanliegen war, den young greens Sichtbarkeit und Raum im Wahlkampf zu garantieren.

Die young greens machten mit mehreren Aktionen auf sich aufmerksam. Nach der Plakataktion der Südtiroler Freiheit gegen Mehrsprachigkeit im Kindergarten erregten die young greens mit einer ironischen Umdeutung dieser Aktion die öffentliche Aufmerksamkeit. Auch nach den Aktionen gegen Kurz und Salvini oder der Müllsammlung auf dem Virgl war das mediale Echo groß.

Bemerkenswert war auch die Solidarität über Südtirols Grenzen hinaus, die sie von verschiedensten Jung-PolitikerInnen und Jugendorganisationen (z.B. der „Federation of Young European Greens”, kurz FYEG) erhalten haben. Stephanie Jicha – 28-jährige Landtagsvizepräsidentin Tirols – sprach beim Abschlussfest des Wahlkampfes der Verdi Grüne Vërc auf dem Bozner Rathausplatz explizit noch einmal an, wie wichtig es sei, jungen Menschen eine Stimme zu geben.

Und auch jetzt nach der Wahl werden die young greens durch zahlreiche Projekte und Aktionen, wie der Kryptoparty an diesem Samstag, oder der Leerstandsaktion in den kommenden Wochen, weiterhin ein Sprachrohr für das junge, weltoffene Südtirol sein.

„Für mich ist es das Wichtigste, dass jetzt nach den Wahlen das Engagement weitergeht. Vor allem junge Menschen, die sich einbringen und nicht alles unhinterfragt hinnehmen wollen, brauchen in Südtirol einen Raum für Vernetzung“, erklärt Olivia Kieser – bei den Landtagswahlen 2018 meistgewählteste young greens-KandidatIn.

Die Ergebnisse sprächen für sich, ist sich Hannah Lazzaretti, Kontaktperson zur FYEG, sicher. „Unser Resultat bei der Briefwahl zeugt davon, dass Menschen, die mehr von der Welt gesehen haben, offener und toleranter sind und dementsprechend wählen”.

Die young greens waren eine starke Unterstützung. Michael Keitsch – Kontaktperson zur Grünen Jugend in Österreich – erklärt, dass in allen Bezirken mindestens ein/e KandidatIn der young greens in die Spitze gewählt wurde. “Das ist ein sehr klares Zeichen für die Erneuerung in der Grünen Partei. Wir freuen uns, dass wir so viel Gutes zum Wahlergebnis der Partei beitragen konnten”, resümiert Keitsch.

“Egal ob in der Regierung oder nicht, wir werden als Sprachrohr einer vielfältigen, interethnischen und weltoffenen Jugend die Karten in der Politik neu mischen. Nun heißt es weitermachen und mehr Interessierte finden, um sich zusammen für ein zukunftsgerichtetes Südtirol stark zu machen”, fasst Zeno Oberkofler – Co- Sprecher der young greens – das Wahlergebnis zusammen. Evelyn Fink – ebenfalls Co- Sprecherin der young greens – ist sich sicher, die Ergebnisse der Wahl würden zeigen, dass die young greens eine starke Gruppe seien: “Wir haben viel Unterstützung von der Bevölkerung erhalten. Unsere Bewegung braucht es in Südtirol und auch ich hoffe, dass sich uns in Zukunft noch mehr AktivistInnen anschließen werden”.

 

Die young greens southtyrol danken allen Wählerinnen und Wählern, die sie und somit „Grün” gewählt haben!

Die Wahlnacht war lang, nervenaufreibend und spannend. Zum Glück hatten wir Unterstützung von den Nordtiroler Grünen, denn geteilte Nervenaufreibung ist bekanntlich halbe Nervenaufreibung.

Das Grüne Büro in Bozen platzte fast aus allen Nähten, von KandidatInnen über Vorstandsmitglieder und Unterstützenden gab sich zwischen Sonntag um 22 Uhr und Montagfrüh um fünf alles die Klinke in die Hand. Es wurde prognostiziert, gehofft, gebangt, gewartet, gewartet und gewartet. Gegen zwei Uhr früh rechneten wir damit, ein Landtagsmandat verloren zu haben. Dementsprechend resigniert war die Stimmung in den frühen Morgenstunden. Gegen 3:30 Uhr wurde klar, dass ein Restmandat im Bereich des Möglichen liegt und sofort war wieder ein Knistern in der Luft. Als sich das dritte Mandat dann bestätigte, war die Stimmung in der Bindergasse ausgelassen und fröhlich, aber müde zugleich.

Trotz prozentueller Verluste können wir Verdi Grüne Vërc also weiterhin auf drei Sitze im Landtag zählen.
Danke an alle WählerInnen, die uns am Sonntag ihre Stimme und ihr Vertrauen geschenkt haben! Wir freuen uns auf die nächsten fünf Jahre produktiver Arbeit – für alle SüdtirolerInnen!

Liebe FreundInnen und SympathisantInnen!

Eine intensive Zeit liegt hinter uns. Wir haben einen nie dagewesenen, aktiven und von vielen Menschen mitgetragenen Wahlkampf geführt und bei unseren 6.000 Hausbesuchen und auf der Straße viel Zuspruch erhalten. Die grüne Bewegung ist, auch nach dem Ergebnis in Bayern, wieder im Wachsen. Sei Teil dieser Bewegung und unterstütze die Grünen bei der Wahl am Sonntag.

10 gute Gründe dafür:

  1. Weil bei uns soziale Gerechtigkeit, Natur- und Umweltschutz und kultureller Weitblick im Mittelpunkt stehen.
  2. Weil Südtirol Veränderung braucht. Und wir die Garantie für Veränderung im Sinne der Nachhaltigkeit sind.
  3. Weil wir in den letzten fünf Jahren gesehen haben, wohin es mit einer SVP-Alleinregierung geht: Zersiedelung. Bodenverbrauch. Zunehmender Verkehr mit Dauerstau. Ein Tourismus, der nicht mehr weiß, in welche Richtung er ins Maßlose wachsen soll. Eine weitgehend industrialisierte Obstlandwirtschaft. Und während die Wirtschaft ohne Rücksicht auf Verluste wächst, wachsen parallel dazu auch die Schranken in den Köpfen.
  4. Weil wir Grünen hingegen für ein weltoffenes, mehrsprachiges Südtirol stehen, das seine Einzigartigkeit als Alpenland kennt und zugleich Teil der Welt, Teil Europas ist.
  5. Weil wir eine etablierte politische Kraft sind, von der die Menschen wissen, woher sie kommt, wohin sie gehört und wozu sie steht.
  6. Weil wir nicht auf einen Großkopf, sondern auf viele kluge Köpfe setzen! Wir sind Synonym für Teamleistung, transparentes Arbeiten und offene, demokratische Prozesse, bei denen Mehrsprachigkeit kein bloßes Etikett ist.
  7. Weil wir uns immer wieder weiterentwickeln: Man erkennt das z.B. an unserer vielfältigen Kandidatenliste mit neuen Gesichtern, die aus dem Herzen der Verwaltung, dem Bereich Arbeit und Soziales und dem zivilgesellschaftlichen Engagement kommen.
  8. Weil unsere 10 jungen KandidatInnen Mut und Zukunft machen.
  9. Weil wir in allem, was wir machen, früher oder später imitiert werden.
  10. Weil Grün für Optimismus, Kraft, Klarheit und Sachlichkeit steht und weil unserem Land genau das gut tut.

#grünbewegt #grünwählen

Die Grüne Unterstützerliste wird immer länger: Hans Heiss versagt uns auch nach seinem Abschied aus der aktiven Politik seine Unterstützung nicht und fordert neben Michil Costa, Florian Kronbichler, Cristina Kury, Sepp Kusstatscher, Norbert Lantschner und Marialaura Lorenzini die Südtirolerinnen und Südtiroler dazu auf, bei der Landtagswahl am Sonntag das Kreuzchen bei Verdi Grüne Vërc zu machen.
Auch nichtprominente BürgerInnen wurden zu Videotestimonials und erklärten öffentlich, warum sie selbst Grün wählen würden und dies in ihren Augen die beste Wahlentscheidung sei.

Doch auch der Grüne Bürgermeister von Innsbruck, Georg Willi, bekundete seine Unterstützung und zollte in einem Video besonders Brigitte Foppa und Riccardo Dello Sbarba seinen Respekt.

Heute gesellte sich noch ein besonders illustrer Name zu der Gruppe von UnterstützerInnen: Ludwig Hartmann, Spitzenkandidat der jüngst abgeschlossenen Wahl in Bayern ermuntert die Wählerschaft in einem Video: Es würde sich wirklich lohnen, für Grünen Themen zu kämpfen! Er wünscht uns Südtiroler Grünen, dass wir den „bombigen Erfolg“ von Bayern wiederholen können. Das wünschen wir uns auch!

Als erste Partei haben die Grünen ihr Wahl•programm in leichter Sprache geschrieben. Es wurde am Montag 15. Oktober in einer Presse•konferenz vorgestellt.

Was ist Leichte Sprache?
In Texten sind oft:

  • Schwierige Wörter.
    •    Und lange Sätze.
    Dann können viele Menschen die Texte nicht verstehen.
    Texte in Leichter Sprache sind leichter zu lesen.
    Die Leichte Sprache hat genaue Regeln.
    Zum Beispiel:
    •    Einfache Wörter.
    •    Kurze Sätze.
    •    Erklärungen.
    •    Und eine große Schrift.

Wer braucht Texte in Leichter Sprache?

Viele erwachsene Menschen brauchen Texte in Leichter Sprache.
Zum Beispiel:
•    Wenn Menschen Lern•schwierigkeiten haben.
•    Wenn Menschen nur wenige Worte kennen.
•    Oder wenn Menschen eine Sprache neu lernen.
Menschen können Texte in Leichter Sprache besser verstehen.
Und die Menschen können dann besser selbst entscheiden.
Und mit•bestimmen.
Deshalb haben wir unser Wahl•programm auch in Leichte Sprache übersetzt.

Brigitte Foppa hat diese Übersetzung gewollt und betreut.

Man kann auch das Programm in leichter Sprache mit dem Programm in schwerer Sprache vergleichen. Ein Beispiel:

Schwere Sprache: Leichte Sprache:

Natur: Landschafts- und Artenschutz

Alles kommt von der Natur

Natur und Landschaft sind schützenswertes Gut, die menschlichen Aktivitäten müssen in Einklang mit diesem wichtigen Ziel gestaltet und geplant werden.

In den letzten Jahren ist es in Südtirol vermehrt zur Ausbeutung und Veränderung der Landschaft, der Lebensräume und des Artengefüges gekommen. Diesem Trend muss Einhalt geboten werden. Die Gremien, Institutionen und Vereine, die sich damit auseinandersetzen, müssen gestärkt und mehr in grundlegende Entscheidungen einbezogen werden. Das Konzept der Nachhaltigkeit, bei welchem Ökologie, Ökonomie und Soziales im Einklang stehen, muss zu einem Paradigmenwechsel führen, die politischen Entscheidungen sollen in eine enkeltaugliche Zukunft führen.

Natur und Umwelt schützen

Das ist uns wichtig:

Die Natur ist schön.

Und muss gesund bleiben.

Die Natur gibt uns Wassere zum Leben.

Und Luft zum Leben.

Und Boden zum Leben.

Wir brauchen die Natur.

Unsere Kinder brauchen die Natur.

Und die Kinder von unseren Kindern werden die Natur brauchen.

Deshalb müssen wir gute Sachen für die Natur tun.

Dann haben wir frisches Wasser.

Und saubere Luft.

Und gute Boden.

Die Natur braucht Platz.

Dann können Pflanzen wachsen.

Und Tiere in der Natur leben.

Man sieht: In leichter Sprache muss man klare Dinge sagen. Das tut allen gut.

(Der Rest ist in schwerer Sprache geschrieben)

Im zweiten Teil der Pressekonferenz hat Markus Frei Vorschläge für die Ausbildung der Gebärdendendolmetscher und den Einsatz der Gebärdensprache bzw. Untertitel in den öffentlich-rechtlichen Nachrichten vorgestellt.
In Südtirol haben wir drei Hauptsprachen. Das sind Deutsch, Italienisch und Ladinisch.
Es gibt aber noch eine wichtige Sprache. Das ist die Gebärdensprache.
Wir wollen, dass es mehr kostenlose Gebärdendolmetscherinnen und Gebärdendolmetscher gibt.
Wenn gehörlose Menschen in ein Amt oder ins Krankenhaus gehen, brauchen sie eine Übersetzung in die Gebärdensprache.
Gehörlose Menschen brauchen auch eine Übersetzung bei den Nachrichten im Fernsehen. Seit 2018 gibt es die Untertitelung der Tagesschau im Rai Südtirol und das ist gut.
Gut wäre auch ein Wochenmagazin in Gebärdensprache. Das fasst die wichtigsten Nachrichten der Woche zusammen. Diese werden dann in Gebärdensprache ausgestrahlt.
Es braucht eine Ausbildung von mehrsprachigen Gebärdendolmetschern in der Europaregion Tirol. Dazu gibt es bereits einen gemeinsamen Beschluss der drei Landtage (siehe Bericht vom Januar 2016). Dieser muss umgesetzt werden.
Es ist wichtig, dass die Gebärdensprache anerkannt wird. So kann sie auch rechtlich eingefordert werden.
Weiterhin müssen die Arbeitsplätze für gehörlose Menschen geschützt werden.
In der Schule sind Integrationslehrpersonen mit Gebärdensprachkenntnissen zu fördern.
Die Mitteilungen des Landtages und der Landesregierung müssen auch in leichter Sprache geschrieben werden. Dann können alle alles gut verstehen.

Die Wahl in Bayern ist für Südtirol sehr bezeichnend. Vieles, darunter auch die Parteienlandschaft ähnelt sich. Der Absturz der CSU und der steile Aufstieg der Grünen zeigt einige Trends auf, die auch für Südtirol sehr interessant sein könnten.
Besonders drastisch ist der Abfall der Volkspartei. Klar sieht man, dass viele Wählerinnen und Wähler gesagt haben dürften: Das geht zu weit! An der Kernfrage der Menschen auf der Flucht hat sich ein Werteabgleich abgespielt, der viele Wertkonservative zur Wahl der Grünen bewegt haben wird.
Für uns Südtiroler Grüne ist das sensationelle Ergebnis der bayrischen KollegInnen Freude und Ansporn zugleicht. Optimistische und humanitäre grüne Politik führt ganz offensichtlich zum Erfolg. Es braucht in Zeiten wie diesen nicht Ausflüchte und Herumlavieren in den schwierigen Fragen der Zeit, sondern klare Kante, Profil und Wertebewusstsein.

Danke Katharina Schulze und Ludwig Hartmann, für den Optimismus und den Schwung, mit dem Ihr die grüne Politik in Europa und in unserer Nachbarschaft aufmischt! Wir gratulieren!

Brigitte Foppa und Tobe Planer
Co-Landesvorsitzende Verdi Grüne Vёrc
Riccardo Dello Sbarba, Hanspeter Staffler, Laura Polonioli, Chiara Rabini, Markus Frei, Corinna Lorenzi, Stefan Perini
für die grüne Landtagsliste

Bozen, 14.Oktober 2018. „Zum heutigen Datum sieht Bozen sich mit zwei gegensätzlichen Ideen zur Zukunft Südtirols, Italiens und Europas konfrontiert. In diesem Land, das es geschafft hat, aus der Begegnung von Kulturen und Sprachen einen Mehrwert zu schaffen, in dem Alexander Langer uns die Kunst des Miteinander gelehrt hat, dürfen wir nicht den Hass, die Mauern und die Intoleranz siegen lassen. Denn die sicherste Gesellschaft ist seit jeher jene der Inklusion.“

 Dies die Worte der Europaparlamentarierin Elly Schlein (“S&D Possibile”), die am heutigen Sonntag nach Bozen zurückkehrte, um die Verdi Grüne Vërc im Wahlkampf für die Landtagswahlen vom 21. Oktober zu unterstützen, wenige Stunden vor dem Eintreffen des italienischen Innenministers Salvini.

 Sie traf sich mit zahlreichen Kandidat/innen der Grünen Liste, mit denen sie Freundschaft und der gemeinsame Kampf um den Umweltschutz auf unserem gefährdeten Planeten verbindet.

Doch der Einsatz von Elly Schlein und der Verdi Grüne Vërc beschränkt sich nicht auf den Umweltschutz allein.

Schlein steht seit geraumer Zeit für ein starkes und solidarisches Europa, gegründet auf Recht und Respekt für Unterschiede. Sie ist Sprecherin der Gruppe S&D für die Reform von Dublin zum Asylrecht, die im November 2017 von einer großen Mehrheit vom europäischen Parlament beschlossen wurde.

 “Der Kampf, den wir gemeinsam zur Reform von Dublin geführt haben, um die scheinheilige Regelung des ersten Ankunftslandes zu streichen, zeigt, dass wir gewinnen, wenn wir als progressive und gleichzeitig ökologische Front gemeinsam gegen die international agierenden Nationalisten auftreten. Es wird unsere Herausforderung sein, die enormen Widersprüche der Nationalisten explodieren zu lassen und eine alternative Zukunftsvision für unsere Gesellschaft zu entwickeln. Wir wollen eine nachhaltige, laizistische, feministische Zukunft, eine Umverteilung der Ressourcen und eine gemeinsame europäische Verantwortung bezüglich der Aufnahme von Menschen in Not.“

 Daher auch ihre Unterstützung für die Politik der Verdi Grüne Vërc zur Aufnahme von Flüchtlingen. „Die einzig gute Art der Aufnahme ist über das ganze Land verteilt, in kleinen Wohneinheiten, analog zum Modell SPRAR, das die lokalen Institutionen sowie die Dienste für die Eingliederung einbezieht, transparent ist und Kontrollen vorsieht. Wer dieses Modell frontal attackiert, so wie Salvini das mit Riace und dem Dekret zur Immigration macht, zeigt sein ausschließlich geschäftliches Interesse an der Aufnahme von Flüchtlingen, mit den großen Zentren, in denen oft genug das Recht verschwindet und so der Weg zu Wirtschaftsinteressen und Kriminalität geebnet wird. Dies ist jedoch nicht der einzige Widerspruch der Lega, denn als es bei 22 Sitzungen zu Verhandlungen über das Abkommen von Dublin darum ging, zu verhindern, dass andere Länder Europas Tausende von Menschen zurück nach Italien schicken dürfen, nur weil es deren Ankunftsland war, war nie ein Kollege der Lega anwesend.“