{"id":31410,"date":"2022-07-15T11:46:37","date_gmt":"2022-07-15T09:46:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/?p=31410"},"modified":"2022-08-09T12:36:48","modified_gmt":"2022-08-09T10:36:48","slug":"nachhaltig-produzieren-um-gut-zu-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/nachhaltig-produzieren-um-gut-zu-essen\/","title":{"rendered":"Nachhaltig produzieren, um gut zu essen"},"content":{"rendered":"<p>ANFRAGE ZUR SCHRIFTLICHEN BEANTWORTUNG.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen nachhaltiger werden, und das auch beim Essen. Das ist zumindest theoretisch mittlerweile jedem und jeder klar: Weg vom t\u00e4glichen Fleischkonsum und gewissen tierischen Produkten, hin zu einer pflanzlichen Ern\u00e4hrung. Dies bedeutet nicht, dass alle Menschen Vegetarier:innen werden m\u00fcssen. Doch an einem bewussteren Umgang mit Fleisch (vielleicht in Form der R\u00fcckkehr zum Sonntagsbraten?) und mit Lebensmitteln im allgemeinen f\u00fchrt kein Weg vorbei.<\/p>\n<p>S\u00fcdtirol h\u00e4tte ein gro\u00dfes Potenzial, die Bev\u00f6lkerung mit hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen, die vor Ort nach den Prinzipien einer nachhaltigen Landwirtschaft produziert werden. Ziel w\u00e4re es, Landwirte zu f\u00f6rdern, welche die n\u00e4here Umgebung mit hochwertigen Produkten beliefern, damit lange Transportwege vermieden werden und der Konsument eine 100-prozentige Sicherheit dar\u00fcber hat, woher die Lebensmittel stammen und wie sie produziert werden. Damit w\u00fcrde auch der Massentierhaltung und der weltweiten Abh\u00e4ngigkeit von Konzernen im Lebensmittelsektor Vorschub geleistet.<\/p>\n<p>Dies setzt die F\u00f6rderungen von lokalen Produzent:innen voraus. Je mehr hier die \u201eKleinen\u201c unterst\u00fctzt werden, desto mehr beugt man dem (nicht sehr nachhaltigen) Ph\u00e4nomen vor, dass wenige Gro\u00dfe den Markt dominieren.<\/p>\n<p>In S\u00fcdtirol werden kleine Anbieter und Produzentinnen, welche die lokale Versorgung mit qualitativ hochwertigen Produkten aus S\u00fcdtirol \u00fcbernehmen k\u00f6nnten, zu wenig unterst\u00fctzt und die Gesamtkosten f\u00fcr die Produktion, den Vertrieb und das Marketing fallen bei kleinen Anbietern schwer ins Gewicht. In der Vermarktung ihrer Produkte tun sie sich generell schwer.<\/p>\n<p>Das S\u00fcdtiroler G\u00fctesiegel k\u00f6nnte diesen Produzenten mehr Sichtbarkeit am Markt bieten. Allerdings sind die Qualit\u00e4tskontrollen teuer und f\u00fcr kleine Produzentinnen nicht erschwinglich. Der Preis f\u00fcr die Kontrollen ist einheitlich geregelt und f\u00fcr alle, ungeachtet ihrer Gr\u00f6\u00dfe, gleich. Selbiges gilt f\u00fcr das Biosiegel.<\/p>\n<p>Gem\u00fcse und Nischenprodukte aus S\u00fcdtirol wie Kr\u00e4uter, Getreide, Mais, Microgreens usw. viel mehr als eigenst\u00e4ndige Branche mit eigenen Bed\u00fcrfnissen wahrzunehmen, w\u00fcrde vieles erleichtern.<\/p>\n<p>Zudem braucht es f\u00fcr jene, die einen sanften Weg in der Lebensmittelproduktion einschlagen wollen, gezielte Unterst\u00fctzung. Denn die Nachhaltigkeit des Essens f\u00fcr unsere Gesundheit ist zu wichtig, um sie nicht gezielt zu f\u00f6rdern. Zudem w\u00fcrde das Image von S\u00fcdtirol als Qualit\u00e4tsland (nicht nur f\u00fcr Wein ) generell steigen.<\/p>\n<p>Daher richten wir folgende Fragen an die Landesregierung:<\/p>\n<ol>\n<li>Aus welchem Grund gibt es keine Unterscheidung zwischen kleinen und gro\u00dfen Produzent:innen bei den Preisen f\u00fcr die Kontrollen zu den S\u00fcdtiroler Qualit\u00e4tsprodukten mit dem G\u00fctesiegel bzw. mit dem Biosiegel?\n<ol>\n<li>Gedenkt man, bei diesen beiden Siegeln eine Preisanpassung f\u00fcr kleine Anbieter:innen vorzunehmen?<\/li>\n<li>Falls ja, wann wird das der Fall sein?<\/li>\n<li>Falls nein, warum nicht?<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>Entspricht es den Tatsachen, dass Gem\u00fcseanbauer:innen gleich viel f\u00fcr Wasser wie f\u00fcr das Abwasser zahlen, im Unterschied zur Viehwirtschaft?\n<ol>\n<li>Falls ja, aus welchem Grund?<\/li>\n<li>Falls zutreffend, gedenkt man hier eine Anpassung vorzunehmen?<\/li>\n<li>Falls zutreffend, wann und wenn nein, warum nicht?<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>Welche F\u00f6rderungen sieht die S\u00fcdtiroler Landesverwaltung f\u00fcr kleine Produzent:innen vor f\u00fcr die Produktion, das Marketing, den Verkauf und Vertrieb von S\u00fcdtiroler Produkten?<\/li>\n<li>Gibt es zus\u00e4tzliche F\u00f6rderungen f\u00fcr jene, die einen nachhaltigen Weg gehen (keinen Pflanzenschutz, sortenreines Saatgut, F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t, kurze Transportwege usw.)?<\/li>\n<li>Welche Formen der Beratung gibt es f\u00fcr Neustarter:innen?<\/li>\n<li>Welche Ma\u00dfnahmen setzt das Land, um lokal-regionale Liefer- und Versorgungssysteme zu entwickeln und die b\u00e4uerliche Bio-Landwirtschaft zu f\u00f6rdern?<\/li>\n<li>Welche EU-F\u00f6rdert\u00f6pfe und T\u00f6pfe aus der Provinz bzw. der Region Trentino-S\u00fcdtirol gibt es, um die lokalen Kreisl\u00e4ufe zu st\u00e4rken?<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: right;\">Bozen, 30.06.2022<\/p>\n<p>Landtagsabgeordnete<\/p>\n<p>Brigitte Foppa<\/p>\n<p>Riccardo Dello Sbarba<\/p>\n<p>Hanspeter Staffler<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnt hier die <a href=\"http:\/\/www2.landtag-bz.org\/documenti_pdf\/idap_661334.pdf\">Antwort<\/a> der Landesregierung nachlesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ANFRAGE ZUR SCHRIFTLICHEN BEANTWORTUNG. Wir m\u00fcssen nachhaltiger werden, und das auch beim Essen. Das ist zumindest theoretisch mittlerweile jedem und jeder klar: Weg vom t\u00e4glichen Fleischkonsum und gewissen tierischen Produkten, hin zu einer pflanzlichen Ern\u00e4hrung. Dies bedeutet nicht, dass alle Menschen Vegetarier:innen werden m\u00fcssen. Doch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":29065,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[674,1033,1071,339,665],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31410"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31410"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31410\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31544,"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31410\/revisions\/31544"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29065"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verdi.bz.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}