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„Ajo, ietz sain jo nor Wohln… wenn isch des genau?“ In den letzten Wochen habe ich oft in überraschte Gesichter geblickt, beim Verteilen unserer Wahlbroschüren und im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern. Angesichts sich ständig verändernder Coronainfektionszahlen, großen Fragezeichen beim Thema Kinderbetreuung und unsicherer Beschäftigungslage sind für viele die Politik und vor allem die anstehende Gemeinderatswahl in den Hintergrund gerückt.

Doch gerade jetzt geht es darum, unsere Gesellschaft für die aktuellen Herausforderungen zu stärken. Mehr Mitsprache und Bürgerbeteiligung. Konsequente Klimapolitik. Eine soziale Agenda. Die Menschen, die Umwelt, das Handwerk, der Tourismus, die Landwirtschaft – wir alle brauchen mehr grüne, ökosoziale und nachhaltige Politik vor Ort in den Gemeinden. Auch wenn es manchmal kompliziert und langwierig erscheint – es ist der einzig erfolgreiche Weg in eine lebenswerte Zukunft.

Gerade mit dem neuen Raumordnungsgesetz wird die Gemeinde zum wichtigen Entscheider in der konkreten Umsetzung für oder gegen Landschaftsschutz, Landfraß und leistbares Wohnen. Diese Themen sind größer als Kirchturmdenken und Lokalpatriotismus. Die Klimaerwärmung wird sich nicht an den Gemeindegrenzen aufhalten lassen. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Ideen und Anliegen in den kommenden fünf Jahren in den Gemeinden laut und deutlich gehört werden.

Südtirolweit haben sich über 200 Frauen und Männer dazu entschlossen, sich unter den Bannern der grünen und ökosozialen Listen den Gemeinderatswahlen zu stellen. Ihr Engagement in den letzten Wochen hat mich überwältigt. Wir waren auf unzähligen Dorfplätzen, Märkten und Bushaltestellen unterwegs und haben die Südtiroler Straßen mit unseren grünen Fahnen, Standln und Rädern etwas bunter gemacht. Sorgen wir dafür, dass dieser Einsatz nicht umsonst war.

Ich gehe am Sonntag wählen – und setze mich mit meiner Stimme ein für mehr Bürgerbeteiligung, für ernsthaften Klimaschutz und für die unübersehbare Präsenz von ökosozialen Themen in den Südtiroler Gemeinden.

Das Wahlrecht ist die Grundlage unserer Demokratie. Machen wir von diesem Recht Gebrauch! Am 20. und 21. September.

Euer Felix