Wegweisend trotz Krankheit und Leiden: Bischof Karl Golser bleibt unvergessen.

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In ganz Südtirol wurde die Nachricht vom Tod von Bischof Karl Golser am Christtag 2016 mit großer Bewegung aufgenommen. So kurz sein von März 2009 bis Juli 2011 währendes Bischofsamt auch dauerte, so hat Golser dank seiner Persönlichkeit und Ausstrahlung doch über diese knappe Frist hinaus gewirkt.

Sein moralisches und menschliches Format bewies Karl Golser bereits lange vor Amtsantritt, da er sich neben seinen Priester- und Lehramt hinaus in sozialen und ökologischen Fragen beherzt und tiefgründig einbrachte. Nach seiner Weihe hat Bischof Golser all jene angenehm überrascht, die eine zurückhaltende und distanzierte Amtsführung erwarteten und überzeugte durch Nähe zu den Menschen und starkes Engagement. Während der drohenden politischen Eskalation im „Gedenkjahr“ 2009 warnte Golser mit Nachdruck vor einer Verschärfung des Klimas zwischen den Sprachgruppen.

Die Demut und Hingabe, mit denen Bischof Karl sein unerwartetes Leiden annahm, wirkten als eindringliche Botschaft weit über die katholische Gemeinschaft Südtirols hinaus: als Mahnung für die Endlichkeit und Grenzen menschlicher Existenz, aber auch für ihre unzerstörbare Würde.

Auch wir Grüne werden Karl Golser ein ehrendes Gedenken bewahren; dankbar für seine so glaubwürdige Persönlichkeit, für seine Spiritualität und Dialogbereitschaft.

26.12.2016

Hans Heiss, Brigitte Foppa, Riccardo Dello Sbarba

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