Kultur

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Strafe für Erfolg? Wozu eine gemeinsame Direktion für das LM Schloss Tirol und das Touriseum?

Anfrage zur aktuellen Fragestunde:

museenEs gibt Anzeichen, dass die Direktionen des Landesmuseums Schloss Tirol (jl. ca. 60.000 Besucher) und des Touriseums (jl. ca. 200.000 Besucher) zu einer gemeinsamen Führung vereint werden, wie den Mitarbeitern z. T. bereits mitgeteilt wurde. Damit würde die seit der BM-Wahl von Paul Rösch vakante Direktion des Touriseums, die vorerst geschäftsführend besetzt wurde, gestrichen und der Direktion von Schloss Tirol unter Leitung von Leo Andergassen unterstellt. Dies wäre eine krasse Fehlentscheidung: Beide großen Häuser bedürfen einer jeweils eigenständigen Leitung, um ihren Erfolg, ihre Sammlungs- und Ausstellungskonzeption zu festigen und ihr didaktisches Angebot auszubauen. Einen Direktor im Pendelverfahren zwischen beiden Museen rotieren zu lassen, bedeutet unweigerlich Einbußen an Führungsqualität und Perspektiven. Zudem sind beide Häuser stark unterschiedlich ausgerichtet: Eine gemeinsame Direktion wäre ungefähr so, als würde man am Krankenhaus Meran die Primariate für Augenheilkunde und HNO vereinigen. Der bisherige Erfolg der Museen würde bestraft und völlig verkehrten Sparprinzipien geopfert.

Wir richten folgende Anfrage an die Südtiroler Landesregierung:
1.    Trifft es zu, dass die beiden Direktionen von LM Schloss Tirol und Touriseum zu einer einzigen vereint werden sollen?
2.    Welchen Sinn hätte eine solche Operation, außer Sparen an falscher Stelle?

11.10.2016

Landtagsabgeordnete
Hans Heiss
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba

25 Jahre Auffindung des Eismanns

Grund zu großer Genugtuung, aber auch zur Nachfrage über Rolle von Museen und Zeitgeschichte.

museo-oetzi_in_codaDie Gletschermumie „Ötzi“, gewiss die meistbesuchte „Reliquie“ Südtirols, wird 25 Jahre nach ihrer Auffindung umfassend gewürdigt. Ihre wissenschaftliche Bedeutung in globalem Maßstab ist ebenso unbestritten wie ihr wirtschaftlicher Effekt für den Tourismus in Südtirol und die Landeshauptstadt Bozen.
Erfreulich daher, dass die aktuelle Tagung wichtige Neuerkenntnisse über Herkunft seines Kupferbeils und den tödlichen Pfeilschuss sichert; ebenso über den Mageninhalt, den Arsengehalt seines Blutes und seinen Herzzustand. Für die Grundlagenforschung sind dies Resultate, die aus der Zusammenschau verschiedener Disziplinen zu überzeugenden, weltweit beachteten Ergebnissen führen. Grundlegend auch, dass der aktuelle, sehr beengte Standort zugunsten eines neuen Museumspols ausgeweitet werden wird, der auch den Bedürfnissen des Stadtmuseums mit seinen hochwertigen Sammlungen entspricht.
Zwei kritische Hinweise seien jedoch in die allgemeine Ötzi-Mania eingestreut:

  • Das Beispiel des Eismanns zeigt, das Südtirols Museumslandschaft mit relativ überschaubaren Mitteln Herausragendes leistet; mit weit weniger Budget und Mitarbeitern wie im Trentino werden ähnlich hohe Besucherzahlen realisiert. Dabei laufen aber alle Landesmuseen Gefahr, durch personelle Ausdünnung Substanz zu verlieren und vorab im Bereich wissenschaftlicher Forschung ihren Aufgaben nicht mehr zu genügen. Auch nicht nachbesetzte Direktionen wie im „Touriseum“ oder im Bergbaumuseum sind schwer wiegende Defizite in einer prosperierenden und chancenreichen Museumslandschaft.
  • Der detaillierten Untersuchung der Gletschermumie kann man nur höchste Bewunderung zollen: Dennoch wäre begrüßenswert, wenn etwa die zeitgeschichtliche Forschung im Lande auf einen Bruchteil jenes Supports zählen könnte, mit dem die Ötzi-Archäologie rechnen kann. So wichtig seine Todesumstände im globalen Maßstab sind, so wüsste man auch gerne mehr über zeithistorische Kernfragen der Regionalgeschichte: Etwa über Todesursachen im Lager Bozen ab 1944, die Flucht von NS-Tätern durch Südtirol nach 1945 oder die Rolle von Geheimdiensten im Zuge der Südtirol-Attentate. Gewiss keine Fragen von weltweiter Bedeutung, aber für die politische Kultur des Landes wäre ihre Beantwortung von nicht geringem Wert.

Hans Heiss
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba

Bozen, 20. 9. 2016

Wer kommt schneller: BBT oder Bibliothekszentrum?

Antwort auf schriftliche Anfrage der Grünen:

Wer kommt schneller: BBT oder Bibliothekszentrum?
Aktuell hat die Röhre zunehmend bessere Chancen.

Bibliothek-Buecher_artikelBoxUnter diesem Titel hat die Grüne Landtagsfraktion im Jänner eine Anfrage zum Bau des Bibliothekszentrums an die Landesregierung gestellt.

Im Detail haben wir gefragt:

  • Liegt inzwischen das Einreichprojekt vor, wann soll ausgeschrieben werden?
  • Wann ist der definitive Baubeginn des Bibliothekszentrums anzusetzen, welche Terminplanung ist vorgesehen?
  • Wie hoch liegt der aktuelle Kostenansatz für Bau und Ausstattung?

Dies die Antwort der Landesregierung:

Antwort Landesregierung Bibliothekszentrum

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