Solidarität für Francesco Palermo

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– gegen Diffamierung durch “Dolomiten” und Deutschpatrioten

PAlermo

Francesco Palermo ist nicht nur Senator (gewählt von PD, SVP und auch von uns Grünen unterstützt), sondern auch anerkannter Minderheitenexperte. Für angeblich minderheitenfeindliche Äußerungen auf einer OSZE Konferenz hat er in Wien eine volle „Dolomiten“-Breitseite abbekommen. Er habe den Schutz von Minderheiten, vorab in Südtirol mit Thesen wie: „Größte Herausforderung ist, die Gesellschaft als Ganzes und nicht ihre Teile (Minderheiten) im Auge zu haben“ unterminiert.
Für das Tagblatt und diverse MandatarInnen der Deutschpatrioten sind dies „ungeheuerliche“ Aussagen, die die wissenschaftliche und parlamentarische Glaubwürdigkeit Palermos von Grund auf in Frage stellen. Seit Tagen wohnen wir einem skurrilen Inquisitionsgericht bei, das sich noch täglich aufschaukelt.
Wer Palermo auch nur ein wenig kennt, weiß, wie achtsam der Experte mit Fragen des Minderheitenschutzes umgeht und dass ihm Attacken auf die Südtirol-Autonomie und sprachliche Minderheiten denkbar fern liegen. Dass ein Wissenschaftler darüber nachdenkt, dass Gesellschaften in Europa und weltweit heute von wachsender Individualisierung und sprunghafter Zunahme „alter“ und neuer Minderheiten geprägt sind, liegt auf der Hand.
Dass unter solchen Bedingungen der Zusammenhalt von Gesellschaften und Staaten stärker gefordert und neu zu definieren ist, ohne deshalb den Minderheitenschutz zu vernachlässigen, ist eine ernstzunehmende These, dass Palermo Minderheiten, zumal in Südtirol, im „Einheitsbrei“ des Staates auflösen wolle, ein lächerlicher Vorwurf.

Die aktuelle Kampagne kreist aber weniger um Minderheitenschutz, sondern darum, den auf römischer Ebene geschlossenen Pakt der SVP mit Mitte-Links zu diskreditieren. Dass bei dieser Aktion die Seriosität eines international angesehenen Wissenschaftlers sturmreif geschossen werden soll, ist dabei nur ein Kollateralschaden.
Bedauerlich ist die fehlende Solidarität mit Francesco Palermo nicht nur seitens der Südtiroler Volkspartei, sondern auch der Riege von Völkerrechtlern an der Landesuniversität. Sie hätten als erste die Pflicht, einen diffamierten Kollegen in Schutz zu nehmen.

Und der PD? Er tut, was er am besten kann: Er schweigt.

Hans Heiss
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba

Bozen, 3. November 2015

Eine Antwort auf Solidarität für Francesco Palermo

  • T.O. sagt:

    Und des von a Partei, de in Südtirol mehr italienisch hern will (gell, Frau Musso…ehm Foppa). Kehrts amol vor do eignen Tier und bezeichnets net jedn obschätzig als “Deutschpatrioten” der af sein Recht af Selbstbestimmung pocht. A Sauerei isches, dass enker Sauverein no olm in Londtog sitzt!

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