NEIN zur Gewalt gegen Frauen

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Cyberstalking heißt die neuste Form der Gewalt gegen Frauen, die in den letzten Jahren in den 28 EU-Mitgliegsländern sprunghaft angestiegen ist. Gemeint ist damit die Bedrohung und Einschüchterung von Frauen im Internet. Diese perfide Form von Stalking hat bereits Mädchen und Frauen in den Selbstmord getrieben.

Doch auch die traditionelle, physische Gewalt gegen Frauen hat zugenommen, im eigenen Heim , am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit. Jede dritte Frau in Europa ist Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden, wie in der gestern in Brüssel vorgestellten Erhebung der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte zu lesen ist. 62 Millionen Bürgerinnen Europas im Alter zwischen 17 und 74 Jahren sind davon betroffen. Besonders alarmierend ist, dass sich die Opfer meist nicht wehren, und dass sie die Gewalttaten nicht anzeigen, obwohl es mittlerweile viele Strukturen gibt, um ihnen zu helfen. In Südtirol wendet sich nur eine von 20 Frauen, die Opfer von Gewalt geworden ist, an offizielle Hilfeeinrichtungen, wie bereits im November letzten Jahres vom Familienassessorat der Provinz aufgezeigt wurde.

Deshalb ist es so wichtig, das Selbstbewusstsein von Mädchen schon im frühen Alter zu stärken, in der Familie und in der Schule. In Südtirol bedarf es einer unanbhängigen Monitoringstelle, die gegen Mobbing im Internet vorgeht. Frauenfeindliche Stereotype und die wieder zunehmende sexistische Werbung müssen bekämpft werden, bevor wir uns an sie gewöhnen und sie als normal zu empfinden beginnen.

Oktavia Brugger, 7. März 2014

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